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Paul Mathias Padua: Benito Mussolini, 1941

Öl auf Leinwand. Rechts unten signiert und datiert: "Padua 1941". Auf erneuertem Keilrahmen und im vergoldeten zeitgenössischen Stuckrahmen.

Bedeutendes Halbporträt des italienischen Duce - Benito Mussolini - in Denkerpose mit geschlossenen Augen. 

Das Porträt zeigt den für diesen Künstler typischen, meisterhaft ausgeführten Kontrast von Licht und Schatten.

103 x 83 cm

Paul Mathias Padua (* 15. November 1903 in Salzburg, Österreich-Ungarn; † 22. August 1981 in Rottach-Egern) war ein deutscher Maler. Er fühlte sich der Tradition des von Adolf Hitler sehr geschätzten Realisten Wilhelm Leibl verpflichtet und war in der Zeit des Nationalsozialismus als Künstler ausgesprochen erfolgreich.

Paul Mathias Padua wurde zwar in Salzburg geboren, wuchs aber in ärmlichen Verhältnissen bei seinen Großeltern im niederbayrischen Geiselhöring und Straubing auf. Im Alter von neun Jahren verlor er seinen Vater. Später zog es Padua nach Murnau und München. Padua brach seine akademische Ausbildung frühzeitig ab und konzentrierte sich auf seine Malerei. Paduas Frühwerk ist im Wesentlichen durch die Arbeiten des Malers Wilhelm Leibl beeinflusst, sein späteres Werk wurde zunehmend durch die Neue Sachlichkeit geprägt. 1922 wurde Padua Mitglied in der Münchner Künstlervereinigung. In den Folgejahren wurden Paduas Bilder regelmäßig ausgestellt. 1928 erhielt er den Georg-Schicht-Preis und 1930 den Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg. In den 1930er Jahren nahm Paduas Bekanntheit zu, so dass er auf zahlreichen Reisen auch außerhalb der Region München und im europäischen Ausland ausstellte.

Paduas Karriere als junger, der traditionellen Kunst zugewandter Künstler war eher ungewöhnlich, da er keine abgeschlossene akademische Ausbildung genossen hatte. Er wurde im Dritten Reich als Künstler anerkannt und war auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen 1938–1944 im Haus der Deutschen Kunst zu München mit 23 Werken, darunter Stillleben und weibliche Akte, vertreten. 1937 und 1940 erhielt er den Lenbachpreis der Stadt München für Porträts (1937/Clemens Krauss) und 1938 den Preis für das schönste Kinderporträt. Unter den Porträtierten finden sich Franz Lehár und Gerhart Hauptmann1938 schuf er die Freskenmalerei (Bauern in der Tracht ihrer Heimatregion im bairischen Oberland) an der Schauseite der Weilheimer Hochlandhalle, einer 1937/38 errichteten Viehversteigerungshalle, die der Stadt Weilheim seither auch als Veranstaltungshalle dient und die 2017 als Einzeldenkmal in die Denkmalliste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalschutz aufgenommen wurde.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Padua in eine Propagandakompanie als Kriegsmaler eingezogen. Nach einer leichten Verwundung während des Westfeldzuges wurde er im Mai 1940 zurück nach Deutschland geschickt. Bis 1943 malte er einige der bekanntesten Bilder der deutschen NS-Propagandakunst, etwa „Der Führer spricht“, in dem Adolf Hitler als Inbegriff der nationalsozialistischen Religionsauffassung propagiert wird. Das Gemälde „Der 10. Mai 1940“, das den Beginn des Westfeldzuges heroisiert, orientiert sich stilgeschichtlich am Realismus des 19. Jahrhunderts und stellt kunstpolitisch Volksgemeinschaft und Führerprinzip dar. 1943 war Padua mit drei Werken in der Ausstellung „Junge Kunst im Deutschen Reich“ im Künstlerhaus Wien vertreten. Darunter „Stilleben mit Fleisch“, „Stilleben mit Blumen“ und „Blumenstand“. 1943 zog Padua nach St. Wolfgang in Österreich. Bei der Ausstellung Deutsche Künstler und die SS 1944 in Salzburg wurde von ihm das Bild „Der Urlauber“[ ausgestellt. Padua stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.

Über seine Entnazifizierung in Österreich ist nichts bekannt. 1951 kehrte Padua nach Deutschland zurück. Er erwarb von Else Pfeifer (1879–1962), der Witwe von Max Pfeifer (1875–1942) – Sohn des Zuckerindustriellen (Pfeifer & Langen) Valentin Pfeifer – ein Haus in Rottach-Egern. Hier im Tegernseer Tal eröffnete er dann seine eigene „Galerie am See“. Als Portraitmaler malte er Friedrich Flick und Helmut Horten, Makarios III., Otto Hahn, Herbert von Karajan, Josef Ertl und Franz Josef Strauß. Ab 1960 reiste Padua regelmäßig nach Portugal in das Fischerstädtchen Nazaré. Er starb am 22. August 1981 in Rottach-Egern an den Folgen eines Gehirnschlags, hier ist er auf dem Friedhof an der evangelischen Auferstehungskirche bestattet.

Ausstellungen (Auswahl)

1924: Münchener Kunstausstellung im Glaspalast

1925: Münchener Kunstausstellung im Glaspalast

1927: Münchener Kunstausstellung im Glaspalast

1930: Deutsche Kunstausstellung München im Glaspalast

1931: Münchener Kunstausstellung im Glaspalast

1932: Kunstausstellung München im Deutschen Museum (Bibliotheksbau)

1934: Große Münchener Kunstausstellung in der Neuen Pinakothek

1935: Münchener Künstler. Preußische Akademie der Künste in Berlin

1935: Münchener Kunst, Sonderausstellungen in der Neuen Pinakothek in München

1935: Große Münchener Kunstausstellung. Neue Pinakothek.

1935: Kunstschau Deutsche Meister. Städtisches Ausstellungsgebäude Mathildenhöhe

1936: Heroische Kunst. Städtische Galerie im Lenbachhaus in München

1936: Die Straßen Adolf Hitlers. München

1937: Tierkunst-Ausstellung. Ausstellungsgebäude Tiergartenstraße

1937: Figur und Komposition im Bild und an der Wand. Neue Pinakothek in München

1937: Münchener Jahresausstellung. Neue Pinakothek in München

1937: Von deutscher Art. Kunstausstellung Baden-Baden. Ausstellungsgebäude Lichtentaler Allee

1936: Bildnisse deutscher Männer, Goldschmiedekunst, Liebesringe. Haus der Kunst in Berlin

1938: Kunsthalle Hamburg

1938: Deutsche Maler der Gegenwart. Haus der Kunst in Heidelberg

1938: Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst zu München

1938: Münchener Kunstausstellung. Maximilianeum

1939: Münchener Kunstausstellung. Maximilianeum

1939: Der Bauer und seine Welt. Museum der bildenden Künste in Leipzig

1939: Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst zu München

1940: Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst zu München

1940: Münchener Kunstausstellung. Maximilianeum

1940: Große Berliner Kunstausstellung im Haus der Kunst in Berlin

1941: Münchener Kunstausstellung. Maximilianeum

1941: Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst zu München

1942: Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst zu München

1942: Große Berliner Kunstausstellung in der Nationalgalerie

1943: Künstler der Gegenwart in Bildnissen der Malerei und Plastik. Städtisches Moritzburg-Museum

1943: Münchener Künstler der Gegenwart. Köln

1943: Ausstellung „Junge Kunst im Deutschen Reich“ im Wiener Künstlerhaus

1943: Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst zu München

1944: Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst zu München

1944: Deutsche Künstler und die SS 1944 in Salzburg


Bedeutendes Gemälde und hervorragend für eine museale Ausstellung zum Thema Kunst im Deutschen Reich 1933 - 1945 geeignet.


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18.500,00