Deutsches Reich 1933 - 1945Orden und EhrenzeichenRitterkreuz

66 Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an den Oberwachtmeister Ernst Alex, Zugführer i.d. 1./ St. Gesch. Battr. 243.

Die Urkunde auf großem Pergamentbogen (Doppelblatt) von Hand geschrieben, der Name des Beliehenen in erhabenem Gold gehalten.
Datiert "Führerhauptquartier - den 1. August 1941". Mit Unterschrift des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler (Pantograph).

Die Ritterkreuzmappe aus rotem Saffian - Leder mit goldgeprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung.
Am rückseitigen unteren Rand signiert "FRIEDA THIERSCH".
Der lederne Halterungsbogen am unteren Ende lose. Die Mappe mit minimalen äußeren Gebrauchspuren. Die Urkunde im Bestzustand.

Dazu eine Anzahl schöner Originalfotos des Beliehenen.

Ernst Alex trat am 1. Oktober 1935 in die Wehrmacht ein und wurde der VI. Abteilung der Artillerie-Regiments 29 in Kassel zugeteilt. Am 1. Oktober 1938 wurde er zum Wachtmeister und am 1. Oktober 1940 zum Oberwachtmeister ernannt. Am 10. Mai 1941 wurde er in die neuaufgestellte Sturmgeschütz-Abteilung 243 versetzt. Als Geschützführer war Ernst Alex am 27. Juni 1941 der III./Gebirgsjäger-Regiment 99 unterstellt. Mit dieser Abteilung stieß er und ein zweites Sturmgeschütz durch den Wald nach Janow. Dabei schoß er mit seinem Geschütz 10 Feindpanzer ab. Damit wurde die Voraussetzung für einen schnellen Vorstoß der 1. Gebirgsjäger-Division auf Leberg geschaffen. Auf dem weiteren Vormarsch stieß Alex bei dem Bahnhof Kopysynac auf einen sowjetischen Panzerzug und zerstörte das 15-cm Geschütz dieses Zuges. Am 23. Juli 1941 erzwang er an der Spitze der 1. Gebirgs-Division bei Brazlaf den Übergang über den Bug. Dabei wurde er schwer verwundet. Für seine Leistungen wurde ihm am 1. August 1941 das Ritterkreuz verliehen. Erst am 8. Februar 1943 war er wieder verwendungsfähig. Nach kurzer Zeit bei der Führerreserve des OKH erhielt er eine Offiziersausbildung. Am 1. Juni 1943 wurde er zum Leutnant befördert. Nach verschiedenen Kommandos wurde er am 1. April 1945 zum Oberleutnant befördert. Wegen des Verlusts beider Beine wurde er aus der Wehrmacht entlassen.

Für einen Angehörigen des Unteroffiziersstandes (Oberwachtmeister/ Oberfeldwebel) sehr seltenes Verleihungsdokument dieses tapferen Sturmgeschütz - Zugführers, der seine Erfolge bei der Gebirgstruppe erzielte.



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