Deutsches Reich 1933 - 1945Orden und EhrenzeichenRitterkreuz

135 Auszeichnungs und Dokumentennachlaß des Jagdfliegers Oberfeldwebel Otto Schulz, II. / J.G. 27 (Afrika).

Konvolut Auszeichnungen und Dokumente des Jagdfliegers Oberfeldwebel Otto Schulz, II. / J.G. 27 (Afrika).

(Das auf dem Gruppenfoto abgebildete Ritterkreuz und das Deutsche Kreuz in Gold werden unter den vorhergehenden Nummern einzeln versteigert und sind nicht Bestandteil dieses Konvoluts).


Frontflugspange für Jagdflieger in Gold. Buntmetall vergoldet, an Nadel. Dazu die Verleihungsurkunde an Oberfeldwebel Otto Schulz, II./ Jagdgeschwader 27. Datiert im Felde, 6. Mai 1941. Mit Dienstsiegel und Originalunterschrift Major und Geschwaderkommodore Edu Neumann.

Flugzeugführerabzeichen. Buntmetall, der Kranz versilbert, der Adler altsilbern patiniert. An Nadel. Auf der Rückseite Herstellerzeichen: "C. E. JUNCKER BERLIN SW".

Eisernes Kreuz 1. Klasse 1939. Eisenkern mit versilberter Zarge, an Nadel. Dazu Verleihungsurkunde an Oberfeldwebel Otto Schulz, II. / J. G. 27. Datiert gefechtsstand, den 19.9. 1940. Mit Dienstsiegel und Originalunterschrift des Kommandierenden Generals des II. Flieger - Korps General der Flieger Bruno Loerzer.

Eisernes Kreuz 2. Klasse 1939. Eisenkern mit versilberter Zarge, am Originalband.

Ärmelband "AFRIKA". Kamelhaarausführung mit Wollfadenstickerei. Dazu Besitzurkunde an den Oberleutnant Otto Schulz. datiert 1.5.1943 mit Dienstsiegel und Faksimileunterschrift Major.

Dazu Übersendungsschreiben der L 27798 L. G. P. A. Wien an Fseine Ehefrau Frieda Schulz:

"...übersendet die Dienststelle das Ihrem Herrn Gemahl verliehene Ärmelband Afrika."

Italieniesche Pilotenspange (Posthumverleihung ). Buntmetall - vergoldet, an Nadel. Im blauen Originaletui der Firma Cravanzola, Rom. Dazu die großformatige Verleihungsurkunde ausgestellt am 22. August 1942 (XX°) durch den italienischen Luftfahrtminister. Mit Originalunterschrift.34 x 45 cm.

Bulgarisches Pilotenabzeichen. Buntmetall - versilbert, bzw. vergoldet und emailliert. An schraubscheibe mit Herstellerzeichen.

Dazu die Original - Verleihungsurkunde an Oberfeldwebel otto Schulz, J. G.27. Datiert Mai 1941.

Erinnerungsmedaille für den Italienisch - deutschen Feldzug in Afrika. Buntmetall, am Originalband. Dazu die Besitzurkunde für den Oberleutnant Otto Schulz, II. J. G.27. Datiert Afrika, den 16.5.1942. Mit Dienstsiegel und Originalunterschrift Hauptmann Rödel (255. EL am 20.06.1943).

Luftwaffen - Dienstauszeichnung für 4 Dienstjahre. Versilbert, am Originalband mit aufgelegtem LW-Adler.

Persönliches Halstuch sowie drei Silberbesteckteile (Gabel, Messer, Löffel ) mit graviertem Hakenkreuz sowie Datum "27.3.42".

Konvolut von 26 sehr schönen Originalfotos, darunter das nach dem das oben beschriebene Gemälde gemalt wurde, Gratulation des Staffelkapitäns zum 27. und 28. Luftsieg, Gespräch mit italienischem Flugzeugführer auf dem Flugplatz in Gazala, Foto der Me 109 Ofw. Schulz mit Abschußstrichen für 41 Engländer und 3 Russen, 15.2.42, Empfang als Ritterkreuzträger in seiner heimatstadt Treptow an der Riga, Verleihung des EK II. Klasse durch Generalfeldmarschall Milch, Schnellfeuerkanone an der Kanalküste, Bulgarien April 1941, Zusammenstoß einer BF 109 und einer Do 17 in Griechenland, notgelandete Me 109 in Afrika, Flugzeugführerzelt, von einem Engländer angeschossene Maschine des Staffelkapitäns Oblt. Rödel, etc.

Verleihungsbescheinigung für das Schützenabzeichen I. Stufe vom 12.12.1938.

Zeitschrift "Der Adler", heft 10, Berlin, 12. Mai 1942 mit Veröffentlichung der Ritterkreuzverleihung an Oberfeldwebel Schulz mit Abbildung in der Tropenuniform des Afrikakorps.

Fotos unterschiedlicher Flugzeugtypen: Bf 109 (2), Fliegerhorst Fürth i. Bayern,Jagdfliegerschule Werneuchen, etc.

Augenzeugenbericht zu einem Abschuß Otto Schulz durch Lt. Joachim Schorm. datiert Afrika, den 27.3.42.

Illustriertes Glückwunsschreiben an Otto Schulz zum Geburtstag von seinem technischen Personal. Darstellung einer Me 109 im Flug und Palme.

Packender vierseitiger maschinengeschriebener Bericht des Kriegeberichters Werner Bockelmann , LW - Kriegsberichterkompanie über Ofw. Schulz. Datiert Nordafrika 1. April 1942.:

" Erkundigungen über einen Ritterkreuzträger. - 36 Luftsiege nach viereinhalbmonatigen Afrika - Einsatz.

Schreiben des Oberkommandos der Wehrmacht an Frau Frieda Schulz bezüglich ihres als vermißt geführten Ehemanns. Datiert Berlin, den 29. Oktober 1942.

Schreiben des Rektors der Stadtschule Treptow a. d. Rega bezüglich des Empfangs eines Bildes des ehemaligen Schülers und Ritterkreuzträgers Otto Schulz. Datiert Treptow, den 5.6.1943.

Drei großformatige Luftaufnahmen des nordafrikanischen Einsatzgebietes Ofw. Otto Schulz.

Der "Eins-Zwei-Drei-Schulz"

Oberleutnant Otto Schulz (1911-1942) aus Treptow an der Rega/Pommern gehörte seit 1940 der II. Jagdgeschwader 27, dem berühmten Afrika - Geschwaders, an.

Seinen 1. Luftsieg erzielte er am 15.8. 1940 bei der Luftschlacht um England am Kanal, 2 weitere Luftsiege auf dem Balkan und 3 in Rußland.

Im Oktober 1941 kam er mit seiner Gruppe nach Nordafrika, wo er sich mit 42 Abschüssen zu einem der besten Jäger auf diesem Kriegsschauplatz entwickelte.

Seinen außergewöhnlichen Spitznamen erhielt er im Januar 1942. Während eines Fliegeralarm startete Otto Schulz um 07:01Uhr in die Lüfte,bezwang um 07:02 Uhr zwei Bomber des Feindes und landete um 07:03 Uhr wiedersicher auf der Erde.

Das Ritterkreuzerhielt er am 22. Februar 1942 in Afrika als Oberfeldwebel und Flugzeugführer in der 4. Staffel/Jagdgeschwader 27

Schulz fiel am 17. Juni 1942 mit seiner Bf 109 bei Sidi Razegh in Libyen.

Er erzielte 51 bestätigte Luftsiege bei ca. 400Feindflügen mit seiner Messerschmitt Bf 109. 48 Abschüsse erfolgten gegen westalliierte Flieger (42 in Afrika ), darunter vier Supermarine Spitfire während dem Unternehmen "Adlerangriff" und 28 Curtiss P-40 (sowohl "Tomahawk"als auch "Kittyhawk") im Afrikafeldzug.

Zum Zeitpunkt seines Todes war er der Jagdflieger der die meisten Luftsiege auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz errungen hatte und lag sogar noch vor dem legendären Hans-Joachim Marseille.

Die Auszeichnungen durchweg in guter Erhaltung, alle Urkunden ungelocht.

Bedeutender Nachlaß eines der erfolgreichsten und tapfersten Jagdfliegers des Afrikakorps und in dieser Vollständigkeit und schönen Erhaltung eine fantastische Auszeichnungsgruppe von größter Seltenheit.



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