134 Auszeichnungs und Dokumentennachlaß des Jagdfliegers Oberfeldwebel Otto Schulz, II. / J.G. 27 (Afrika).
Deutsches Kreuz in Gold. Buntmetall / Cupal. Das Hakenkreuz schwarz emailliert. An Nadel mit Herstellerzeichen "1" der Firma Deschler & Sohn, München. Auf der Rückseite vier Kugelkopfnieten.
Dazu die Verleihungsurkunde an Oberfeldwebel Otto Schulz. Datiert 14. Februar 1942. Mit Prägesiegel und Faksimileunterschrift Reichsmarschall Hermann Görings. Mit Gegegenzeichnung Originalunterschrift General der Flieger Kastner.
Glückwunschschreiben Generalfeldmarschall Kesselrings an Oberfeldwebel Schulz anläßlich der Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold. datiert Gefechtsstand, den 21. Februar 1942. Mit Originalunterschrift in Tinte. Mit originalem Briefumschlag.
Dazu Übersendungsschreiben des Lg. Pa. München 2 an Frau Frieda Schulz zur Urkunde "... für das Deutsche Kreuz in Gold Ihres Herrn Gemahls". Datiert 1.6.1943.
Der "Eins-Zwei-Drei-Schulz"
Oberleutnant Otto Schulz (1911-1942) aus Treptow an der Rega/Pommern gehörte seit 1940 der II. Jagdgeschwader 27, dem berühmten Afrika - Geschwaders, an.
Seinen 1. Luftsieg erzielte er am 15.8. 1940 bei der Luftschlacht um England am Kanal, 2 weitere Luftsiege auf dem Balkan und 3 in Rußland.
Im Oktober 1941 kam er mit seiner Gruppe nach Nordafrika, wo er sich mit 42 Abschüssen zu einem der besten Jäger auf diesem Kriegsschauplatz entwickelte.
Seinen außergewöhnlichen Spitznamen erhielt er im Januar 1942. Während eines Fliegeralarm startete Otto Schulz um 07:01Uhr in die Lüfte,bezwang um 07:02 Uhr zwei Bomber des Feindes und landete um 07:03 Uhr wiedersicher auf der Erde.
Das Ritterkreuzerhielt er am 22. Februar 1942 in Afrika als Oberfeldwebel und Flugzeugführer in der 4. Staffel/Jagdgeschwader 27
Schulz fiel am 17. Juni 1942 mit seiner Bf 109 bei Sidi Razegh in Libyen.
Er erzielte 51 bestätigte Luftsiege bei ca. 400Feindflügen mit seiner Messerschmitt Bf 109. 48 Abschüsse erfolgten gegen westalliierte Flieger (42 in Afrika ), darunter vier Supermarine Spitfire während dem Unternehmen "Adlerangriff" und 28 Curtiss P-40 (sowohl "Tomahawk"als auch "Kittyhawk") im Afrikafeldzug.
Zum Zeitpunkt seines Todes war er der Jagdflieger der die meisten Luftsiege auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz errungen hatte und lag sogar noch vor dem legendären Hans-Joachim Marseille.