Deutsches Reich 1933 - 1945Orden und EhrenzeichenRitterkreuz

132 Auszeichnungs und Dokumentennachlaß des Jagdfliegers Oberfeldwebel Otto Schulz, II. / J.G. 27 (Afrika).

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Eisenkern mit Silberzarge. Auf der Rückseite Silberstempel "800" (Mikro 800). Am genähten Original - Halsband. Sehr schönes Exemplar aus der Fertigung der Firma Steinhauer & Lück (A - Typ ).

Dazu Vorläufiges Besitzzeugnis an Oberfeldwebel Otto Schulz für die Verleihung am 22. Februar 1942. Datiert Hauptquartier d. Ob. d. L., den  23. Februar 1942. Mit Dienstsiegel und Originalunterschrift General der Flieger Kastner.

Glückwunschschreiben des Vorstandes der Messerschmitt AG an Oberfeldwebel Schulz anläßlich der Ritterkreuzverleihung. datiert Augsburg, den 3.2.1942. Mit originalem Briefumschlag.

Dazu verschiedene sehr schöne Trägerfotos und Dokumente, darunter ein Porträtfoto mit Ritterkreuz sowieOtto Schulz im Cockpit seiner Me 109 und auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz.

Gratulation des Kommando Bari, Major Langhoff zum Ritterkreuz. Mit farbiger Illustration der Auszeichnung.

Verschiedene Presseberichte anläßlich der Verleihung des Ritterkreuzes.

Modernes Ölgemälde Ofw. Otto Schulz im Cockpit seiner Me 109, nach einem in diesem Nachlaß enthaltenen zeitgenössischen Foto gemalt. Am linken unteren Rand signiert "K. Herold". Im modernen vergoldten Holzrahmen. 64 x 53 cm m. R.

Der "Eins-Zwei-Drei-Schulz"

Oberleutnant Otto Schulz (1911-1942) aus Treptow an der Rega/Pommern gehörte seit 1940 der II. Jagdgeschwader 27, dem berühmten Afrika - Geschwaders, an.

Seinen 1. Luftsieg erzielte er am 15.8. 1940 bei der Luftschlacht um England am Kanal, 2 weitere Luftsiege auf dem Balkan und 3 in Rußland.

Im Oktober 1941 kam er mit seiner Gruppe nach Nordafrika, wo er sich mit 42 Abschüssen zu einem der besten Jäger auf diesem Kriegsschauplatz entwickelte.

Seinen außergewöhnlichen Spitznamen erhielt er im Januar 1942. Während eines Fliegeralarm startete Otto Schulz um 07:01Uhr in die Lüfte,bezwang um 07:02 Uhr zwei Bomber des Feindes und landete um 07:03 Uhr wiedersicher auf der Erde.

Das Ritterkreuzerhielt er am 22. Februar 1942 in Afrika als Oberfeldwebel und Flugzeugführer in der 4. Staffel/Jagdgeschwader 27

Schulz fiel am 17. Juni 1942 mit seiner Bf 109 bei Sidi Razegh in Libyen.

Er erzielte 51 bestätigte Luftsiege bei ca. 400Feindflügen mit seiner Messerschmitt Bf 109. 48 Abschüsse erfolgten gegen westalliierte Flieger (42 in Afrika ), darunter vier Supermarine Spitfire während dem Unternehmen "Adlerangriff" und 28 Curtiss P-40 (sowohl "Tomahawk"als auch "Kittyhawk") im Afrikafeldzug.

Zum Zeitpunkt seines Todes war er der Jagdflieger der die meisten Luftsiege auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz errungen hatte und lag sogar noch vor dem legendären Hans-Joachim Marseille.


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