196 Persönlicher Helm Herzog Karl III. von Parma
Hohe Lederglocke mit vergoldeten und versilberten Beschlägen. Vorne aufgelegter Stern mit dem gekrönten emaillierten Wappen des Hauses Bourbon - Parma auf Waffentrophäe sowie der Umschrift: "DEUS ET DIES / C. III. Die Devise sowie die Fleur de Lys in Goldmalerei.
Gewölbte, vergoldete Schuppenketten an Kokarde in den Farben des Herzogtums Parma. Feine Lederunterlage. Oben Kreuzblatt mit separat aufgelegten, versilbten Lilien (Fleur de Lys). Kannelierte Spitze.
Der Vorderschirm mit grünem Leder, der Nackenschirm mit rotem Samt gefüttert. Originales, feines schwarzes Lederschweißband und Seidenfutter.
Bedeutender persönlicher Helm Herzog Karl III. der sich in Qualität und Ausführung sehr deutlich von den herkömmlichen Offiziershelmen unterscheidet.
Museales Einzelstück von allergrößter Seltenheit.
Ferdinand Karl III. von Parma (* 14. Januar 1823 in Florenz; † 27. März 1854 in Parma) war von 1849 bis 1854 Herzog von Parma.
Ferdinand Karl war der einzige Sohn von Herzog Karl II. Ludwig von Parma (1799–1883) und Prinzessin Maria Theresia (1803–1879), Tochter des Königs Viktor Emanuel I. von Sardinien-Piemont und dessen Gattin Maria von Modena.
Nachdem sein Vater zu seinen Gunsten abgedankt hatte, kehrte er im August 1849 unter dem Schutz österreichischer Truppen aus London nach Parma zurück und errichtete ein reaktionäres Willkürregime, das ihn derart verhasst machte, dass er im März 1854 in Parma auf offener Straße von einem Unbekannten erdolcht wurde. Für den noch unmündigen Thronerben Herzog Robert (1854–1859/60) übernahm dessen Mutter, die gebürtige französische Bourbonen-Prinzessin Louise Marie von Bourbon, die Regentschaft.
Am 10. November 1845 heiratete Ferdinand Karl auf Schloss Frohsdorf in Österreich die französische Prinzessin Louise Marie Therese (1819–1864), einzige Tochter des Herzogs von Berry, Charles-Ferdinand von Bourbon, und seiner Gattin Prinzessin Maria Karolina von Neapel-Sizilien. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.