Deutsches Reich 1933 - 1945HeerAfrikakorps

124 Der Löwe von Capuzzo - Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen an Hauptmann Johannes Kümmel, 1. / Panzer - Regiment 8 (Afrikakorps)

Das Ritterkreuz Eisenkern mit Silberzarge. Auf der Rückseite unterhalb der Öse Silberstempel "800" ( Fertigung der Firma Steinhauer & Lück, Lüdenscheid, so genannter A - Typ).

Das Eichenlaub Silber. Auf der Rückseite Silberstempel "900" und Herstellerzeichen "L/50 Silber" der Firma Godet & co. Berlin.

Die Exemplare der ersten Verleihungsserie der Firma Juncker mit der "L/50" - Stempelung sind wesentlich seltener als die Exemplare desselben Herstellers mit der "21" - Punzierung.

Dazu eine große Anzahl Originalfotos Hauptmann Johannes Kümmels, darunter einige sehr schöne, großformatige Porträtfotos. zeitungsausschnitte bezüglich der Verleihung des Ritterkreuzes, bzw. des Eichenlaubs. Maschinengeschriebene Abschrift eines Presseberichtes über Hauptmann Johannes Kümmel, etc.

Johannes Kümmel trat 1928 in das Infanterie-Regiment 12 ein. 1938 wurde er als Feldwebel in das Panzer-Regiment 8 versetzt, mit dem er am Polenfeldzug teilnahm. Am 1. Dezember 1939 wurde er dann zum Leutnant befördert, am 1. April 1940 folgte die Beförderung zum Oberleutnant. 

Nach dem Frankreichfeldzug verlegte das Regiment im Januar 1941 nach Afrika. Zusammen mit dem italienischen Kontingent in Fort Capuzzo konnten die in Sollum stationierten deutschen Verbände den Pass halten. Um den Halayapass gab es während der britischen Operation „Battleaxe“ (Streitaxt) drei schwere Gefechte. Im Chaos der Schlacht zerstörte Kümmel zehn feindliche Panzer und trug so dazu bei die Briten zum Rückzug zu zwingen. Durch seinen Beitrag bei diesen Gefechten errang er den Spitznamen „Der Löwe von Capuzzo“. Dafür wurde ihm am 9. Juli 1941 als Oberleutnant und Chef der 1. / Panzer-Regiment 8 das Ritterkreuz verliehen wurde.

Anschließend zum Hauptmann befördert, übernahm er Anfang 1942 die I. Abteilung des Regiments. Für seine entscheidenden Leistungen beim Sturm auf Tobruk und bei der Vernichtung eines britischen Panzerverbandes bei Marsa Matruk im Sommer 1942 wurde er am 11. Oktober 1942 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.

Am 1. Dezember 1942 wurde er zum Major befördert und in die Panzerersatz-Abteilung 7 in die Heimat versetzt. Anschließend wurde er Taktiklehrer an der Panzerschule und im Juni 1943 zum XIV. Panzerkorps nach Italien versetzt. Dort wurde er im Juni 1943 zum Oberstleutnant befördert und im September 1943 Kommandeur des Panzer-Regiments 26. Am 26. Februar 1944 kam er durch einen Auto-Unfall ums Leben.

Dieses Exemplar wurde vom Vorbesitzer direkt aus Familienbesitz erworben.

Bedeutendes Exemplar eines der bekanntesten und tapfersten Angehörigen des Afrikakorps, bzw. der Panzerarmee Afrika.

Provenienz: Sammlung Wolfgang Schneider




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Limit: 35.000,00