79 Österreich: Helm für Offiziere der k.k. Ersten Arcièren Leibgarde, Modell 1874.
Die zweiteilige Silberglocke mit verlötetem Augen- und Nackenschirm. Umlaufende, leicht gerillte Randschiene aus vergoldetem Messing mit kleinen Kugelkopfnieten.
Der Nackenschirm punziert "19 L" (19 Löth Silber), amtliche altösterreichische Silber - Feingehaltspunzen (Dianakopf) sowie Herstellerzeichen "IK (Johann Kosel).
Vorne aufgelegtes Helmemblem mit Ranken und Wappenschild M 1874 aus Messingblech ( u.a. Galizien, Siebenbürgen, Illyrien, Österreich).
Kreuzblatt mit aufgeschraubtem Helmadler. Der bekrönte Doppeladler aus vergoldetem Buntmetall.
Profilierte vergoldete Schuppenketten mit Lederhinterfütterung an großen Wappenrosetten.
Feines dunkelbraunes Seidenfutter (etwas zerschlissen) und mehrfach profiliertes dunkelbraunes Lederschweißband. Mit Zugschnur.
Originaler hoher Helmkoffer aus dunkelbraunem Leinen mit Lederbesatz. Innen gestreiftes Leinenfutter. Hochklappbarer Deckel mit ledernem Tragegriff und Befestigungsriemen. Im Innendeckel Etui zur Aúfnahme des Kartuschkastens mit rotem samt-, bzw. grünem Filzfutter. An der Vorderseite des Koffers Metallschild mit Bezeichnung: "Deutsches Reichs Patent No. 122703 Patent - Koffer".
Glocke altersbedingt etwas angelaufen, am Schirm minimale kaum sichtvbare alte Lötreparatur. Insgesamt tadelloser helm in schöner Gesamterhaltung.
Sehr schönes Exemplar von großer Seltenheit.
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