Orden & Ehrenzeichen DeutschlandPreußen

11 Königreich Preußen: Königlicher Hausorden von Hohenzollern - Bruststern der Großkomture mit Schwertern am Ring.

Silber, die Auflagen Gold und Emaille. Die Schwerter in Gold geprägt und rückseitig verstiftet. Ein Schwertgriff abgebrochen.

An Nadel. Auf der Rückseite Schraubmedaillon und Herstellerzeichen "AW" des Hofjuweliers Adolf Wagner, Berlin. Adolf Wagner, lernte das Goldschmiedehandwerk bei Hossauer, wurde 1856 Hof - Goldschmied und 1859 Amtsmeister. Er übernahm in diesem Jahr zusammen mit F.L.J. Sy die Firma Hossauer, daraus entstand in der Folge die Firma Sy & Wagner. Wagner signierte seine Stücke jedoch unabhängig davon noch bis in die Mitte der 1860er Jahre mit "AW".

Es erfolgten im gesamten Verleihungszeitraum von 1851 - 1918 nur 7 Verleihungen des Großkomtursterns mit Schwertern am Ring des Königlichen Hausordens von Hohenzollern. Die Träger waren:

GFM Leonhard Graf Blumenthal, 1810-1900

Gen d.Inf Hermann von Boyen, 1811-1886

Gen d.Kav. Paul Bronsart von Schellendorff, 1832-1891

Gen d.Inf. August von Goeben, 1816-1880

Gen d.Inf./ Admiral Adalbert Prinz von Preußen, 1811-1873

Gen d.Kav. Heinrich VII. Prinz zu Reuß-Schleitz-Köstritz, 1825-1906

Gen d.Inf. Lothar von Schweinitz, 1822-1901

Gen d.Kav. Otto Fürst zu Stolberg-Wernigerode, 1837-1896

GFM Walter Frhr.v.Loe, 1828-1908 bekam den Großkomturstern mit Schwertern am Ring zusätzlich mit der Zahl "50".

Diese höchste Klasse des Königlichen Hausordens von Hohenzollern fällt aus dem Rahmen der gewöhnlichen Rangfolge der preußischen Orden. Der Bruststern der Großkomture war eine eigenständige Klasse. Er wurde zumeist nur an Personen verliehen, die den Schwarzen-Adler-Orden bereits besaßen. Mit Schwertern erhielten ihn de facto nur höchste Heerführer, die bereits alle anderen Kriegsauszeichnungen, vom Großkreuz des Eisernen Kreuzes oder dem Großkreuz des Pour le Mérite einmal abgesehen, erhalten hatten. Der Großkomturstern wurde sowohl mit Schwertern als auch ohne Schwerter nur ausgesprochen selten verliehen.

Mir ist nur ein weiteres Exemplar dieser Ordensdekoration in Privatbesitz bekannt.

Bedeutender preußischer Ordensstern um 1860 von größter Seltenheit.

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Limit: 8.000,00