Deutsches Reich 1933 - 1945Ritterkreuzträger

164 Soldbuch mit eingetragenem Warschauschild: Bedeutender Dokumenten- und Fotonachlass des Ritterkreuzträgers Hauptmann Hermann Hüttebräucker (Panzertruppenschule Milowitz / Panzerjäger-Abteilung 19 / 19. Panzer-Division)

Soldbuch vom 21.12.1941 mit Einträgen über die verliehenen Auszeichnungen. Über 38 Panzerabschüsse - Das einzig bekannte, im Soldbuch eingetragene „,Warschauschild" und die Ritterkreuzverleihung per OKH-Fernschreiben.

Soldbuch vom 30.12.1944 mit Lichtbild und Einträgen über die verliehenen Auszeichnungen,mit Einlage über die Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz am 18.3.1945 gem. Fernschreiben O.K.H./P.A./P5-806/45, mit OU eines Hauptmanns unt Abteilungskommandeurs. Mit Eintrag der Verleihung des WARSCHAUSCHILDES am 14.4.1945 (bisher die einzigste nachgewiesene Verleihung dieser seltenen Auszeichnung).

Das Dokument: Das im Soldbuch fest eingeklebte Original-Einlageblatt des OKH-Fernschreibens vom 18. März 1945 (Nr. P5 - 806/45)
dokumentiert den Rechtsbeleg der Verleihung lange vor der formellen Publikation durch die Regierung Dönitz am 6. Mai 1945.
Zeitgenössische Absicherung: Die Datierung am 18 März wird im Nachlass durch das handschriftliche Glückwunschschreiben von
Generalmajor Otto Ernst Remer (Kommandeur Führer-Begleit-Division RK EL Träger) vom exakten Tag des Fernschreibens (18.03.1945) zeithistorisch bestätigt.

Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 2.Klasse vom 13.1.1942 mit OU des Kommandeurs der 19.Panzer-Division Oberst Schmidt.

Besitzzeugnis zum Sturmabzeichen vom 31.1.1942, mit OU des Führers der 19.Panzer-Division Oberst Schmidt. 

Verleihungsurkunde zum Verwundetenabzeichen in Schwarz vom 16.7.1942, mit OU des Kommandeurs der Panzer-Jäger-Abteilung 19 Major Richter.

Besitzzeugnis zum Verwundetenabzeichen in Silber vom 3.9.1942, mit OU des Führers der Panzer-Jäger-Abteilung Oberleutnant Henke.

Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 1.Klasse vom 31.07.1942 und trägt die Originalunterschrift von Generalmajor Gustav

Abschrift aus dem Abteilungsbefehl Nr.55 zur Verleihung des Panzer-Nahkampfabzeichens (Sonderzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen) vom 2.8.1943, mit OU eines Majors.

Besitzzeugnis zur 1.Stufe der Nahkampfspange vom 24.4.1944, mit OU eines Hauptmanns und Kommandeur der Panzer-Jäger-Abteilung 19. Mit Zusammenstellung der 15 Nahkampftage, mit Beurkundung durch einen Hauptmann und Abteilungskommandeurs.r

Besitzausweis zur Verleihung der 2.Stufe der Nahkampfspange vom10.4.1945, mit OU eines Majors und Kommandeurs der Panzer-Jäger-Abteilung 19.

 

Glückwunschkarte des Eichenlaubträgers zum RK des späteren Generalmajors Otto Ernst Remer vom 18.3.1945, sowie Foto-Pk als Major mit Auszeichnungen.

5 Beurteilung Hüttebräuckes zu Beförderungen und Offizierslehrgang 1939.

Mehrere Fotos Hüttebräuckers im Felde, verschiedene Panzereinsätze  und abgeschossene Kampfpanzer. Aufnahmen des brennenden Warschau bei der Niederschlagung des Aufstandes.

Bedienungsinstruktionen zur Handhabung der Panzerfaust.

Mehrere Zeitungsausschnitte zum Krieggeschehen an der Ostfront.

 2 Ehrenurkunden zum Sieg im Dreikampf bei den Reichsjugendwettkämpfen 1925 am 18.9.1925 und 10.7.1926, mit FU Reichspräsident v. Hindenburg. Urkunde fü.r den Sieg bei der Gau-Herbstgeländestaffel 1931.

Wehrmachtsführerschein vom 19.8.1944 u.a, zum Führen von Vollkettenfahrzeugen über 10 to.


Abschrift eines Schreibens eines Batl.Kommandeurs des II./I.R.vom 30.10.1941 zum Tod seines Bruders Viktor an den Vater Hermann Hüttebräuckers.

5 Urkunden der Bundesverkehrswacht und des ADAC der Nachkriegszeit.

Alle Dokumente und Fotos mit Fotoecken auf Kartonblätter fixiert und in Ordner zusammengestellt, 2 Urkunden gelocht.


Dieser historisch und phaleristisch in seiner Dichte höchst interessante Nachlass dokumentiert den Lebensweg von August Franz Hermann Hüttebräucker (02.07.1912 in Köln-Mülheim; + 18.10.1978 in Menden). Die Akte offenbart einen faszinierenden, epochenübergreifenden eiserner Leistungs- und Siegeswille, der sich von der Jugend in der Weimarer Republik über die harten Brennpunkte der Ostfront bis tief in das zivile Leben der Nachkriegs-Bundesrepublik zieht.
Hüttebräucker war kein einfacher Frontsoldat. Als im zivilen Leben hochgebildeter und organisatorisch erfahrener „Geschäftsführer im Gauamt für Technik"
(Gau Westfalen-Süd) brachte er das perfekte mathematisch-technische Verständnis mit, um an der Front als Kompaniechef, Adjutant und schließlich als taktischer Lehrer an der Panzertruppenschule Milowitz bei Prag zu agieren.
Er errang insgesamt über 38 bestätigte Panzerabschüsse, davon zwei imNahkampf als Einzelkämpfer.


- Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz per OKH-Fernschreiben:
Originale, feldmäßig ausgestellte Einlage zum Soldbuch (Nr. 3803) für Orden und Ehrenzeichen des Oberleutnants Hermann Hüttebräucker (Pz. A.A. Milowitz). Dokumentiert ist die Verleihung des Ritterkreuzes am 18. März 1945 gemäß Fernschreiben O.K.H. / P.A./ P5 - 806/45. Mit offiziellem Dienstsiegel und Originalunterschrift des Hauptmanns und Abteilungskommandeurs.
Solche per Fernschreiben authentifizierten Endkampf-Einträge im Soldbuchkontext sind von extremer Seltenheit!

- Das einzig bekannte, im Soldbuch eingetragene ,,Warschauschild"
Eingetragen in der Ersatzausfertigung des Soldbuches unter dem 14.04.1945. Diese extrem seltene Auszeichnung für die verlustreichen Kämpfe bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes 1944 ist phaleristisch von einzigartiger Bedeutung.


- Zwei Panzervernichtungsabzeichen (Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen durch Einzelkämpfer):
Das 1. Abzeichen (1. Stufe): Verliehen am 10.04.1945 für den eigenhändigen Abschuss eines Panzers im Nahkampf.
Das 2. Abzeichen (2. Stufe): Verliehen am 14.04.1945 (exakt am Tag der Warschauschild-Verleihung) inmitten der finalen, dramatischen Abwehrschlachten.

- Nahkampfspange II. Stufe in Silber:
Original-Besitzzeugnis vom 10.04.1945 für die tapfere Teilnahme an 30 Nahkampftagen, ausgestellt im Felde und originalunterschrieben
von Major und Abteilungskommandeur (Pz.Jg.Abt. 19).

- Nahkampfspange I. Stufe in Bronze:
Original-Besitzzeugnis vom 24.04.1944 für 15 Nahkampftage, mit Originalunterschrift des Hauptmanns und Kommandeurs.


Das Soldbuch (Ersatzausfertigung Nr. 148): Ausgestellt am 21.12.1941 mit Uniformfoto. Enthält neben den o.g. Auszeichnungen die
Einträge für das EK II (13.01.1942), das Allgemeine Sturmabzeichen (31.01.1942),
das EK I (31.07.1942) und die Ostmedaille (25.9.1942).
Die Verwundungsabzeichen:
• Verwundetenabzeichen in Schwarz: Original-Besitzzeugnis vom 16.07.1942 für eine am 12.07.1942 erlittene Verwundung (OU Major
Richter)

Verwundetenabzeichen in Silber: Original-Besitzzeugnis vom 03.09.1942 für eine am 20.08.1942 erlittene dreimalige Verwundung,
ausgestellt auf Leutnant Hüttebräucker in der 3. (Sfl.) / Pz.Jg.Abt. 19 (Selbstfahrlafette). Mit Originalunterschrift des Oberleutnant u.
Abteilungsführers Henke und Dienststempel. Nur gut sechs Wochen nach der Schwarzstufe folgte die schwere Verletzung zur Silberstufe!
Verwundetenabzeichen in Gold: Eingetragen im Soldbuch unter dem 31.01.1943 nach seiner 7. schweren Fronterkrankung bzw.
Verwundung. Dokumentiert sind Lazarettaufenthalte in Radom, Lemberg, Berditschew und Krakau.
Die amtliche Nahkampftage-Liste: Eine Albumseite mit der offiziell beglaubigten und gestempelten Tabelle aller 31
Nahkampftage. Exakte Auflistung von Daten und Orten der Erdkämpfe von 1942 bis zu den letzten Gefechten im April 1945 bei
Weißwasser und Spremberg.

Juli 1943: Der originale Auszug aus dem Abteilungsbefehl Nr. 55 der Panzerjäger-Abteilung 19 zertifiziert namentlich die Vernichtung von
je einem Feindpanzer am 28.07.1943 (korrespondierend mit dem datierten Foto des zerstörten T-26) und am 31.07.1943.
•April 1945: Das Soldbuch verzeichnet den amtlichen Eintrag von vier weiteren Panzervernichtungsabzeichen:

Eintrag vom 10.04.1945: Zwei Panzervernichtungsabzeichen.

Eintrag vom 14.04.1945: Zwei weitere Panzervernichtungsabzeichen.


Verleihungsurkunden: Original-Urkunden zum EK II (13.01.1942) zum EK I (31.07.1942) und Allgemeinem Sturmabzeichen (31.01.1942) mit der markanten
Originalunterschrift von Oberst Schmidt EL-Träger (Führer 19. Pz.Div.), sowie die Ostmedaille (25.09.1942).

Beglaubigter Panzernahkampf-Befehl (1943): Offizielle Abschrift des Abteilungsbefehls Nr. 55 (vom 02.08.1943). Sie dokumentiert die
eigenhändige Vernichtung je eines sowjetischen Feindpanzers mittels Hohlhaftladung am 28.07.1943 und am 31.07.1943.


Die Remer-Glückwunschkarte: Originale, handschriftliche Glückwunschkarte auf offiziellem Vordruck („IM OSTEN, 18. 3. 1945') des legendären Eichenlaubträgers und späteren Generalmajors Otto Ernst Remer. Remer gratuliert Hüttebräucker persönlich im Namen des gesamten Korps exakt am Tag der Verleihung zum Ritterkreuz. Beigefügt ist ein großes Original-Portraitfoto von Remer.

Der unzensierte Mundt-Feldpostbrief (22.09.1944): Ein hochbrisanter Schreibmaschinen-Brief von Oberleutnant Wilhelm
Mundt (Krankensammelstelle Leipzig) an Hüttebräucker. Ein zeitgeschichtliches Dokument: Es beschreibt den harten Panzereinsatz bei Progorzl, die Ausbilderzeit in Milowitz („dass Du der praktische Fuchs bist"), kritisiert die Bürokratie bei der Verleihung des eingereichten Deutschen Kreuzes in Gold (DKiG), erwähnt die offizielle Einreichung zum Ritterkreuz („Du bist überfällig') und berichtet hochemotional vom Tod des Kameraden Kunert (Pak-Treffer) sowie Mundts eigener Beinamputation.

DAS FOTOGRAFISCHE MATERIAL (KRIEGSTAGBUCH)
Umfangreicher Bestand an zeitgenössischen Original-Fotografien, montiert auf Albumseiten mit eigenhändiger Beschriftung Hüttebräuckers:
Das brennende Warschau 1944: Drei dramatische Originalaufnahmen auf schwarzem Karton („Warschau brennt", „Warschauer Getto"
und „Warschauer Zentrum nach der Kapitulation der sogenannten Heimatarmee unter General Bohr'). Sie liefern den Beweis für seinen Einsatz, der zum Warschauschild führte.
Das Foto zum Panzervernichter: Seltenes Foto eines sowjetischen T-70 Panzers, eigenhändig beschriftet mit: „Von mir geknackter Feindpanzer am 28.7.1943 mit Hohlhaftladung". Weitere Motive zeigen Jagdpanzer des Systems „,Marder" im Schlamm („Polschinok 1942"), den Brückenkopf Warka und ein PK-Pressefoto („,Der Panzerjäger und sein Hauptmann').

MILITÄRISCHER WERDEGANG, KARTEN & MILOWITZ-EPHEMERA
Detaillierte Beurteilungen und Beförderungen (1939-1943): Die vollständige bürokratische Kette seiner Offizierskarriere (Beurteilung zum
1. O.A.-Lehrgang 1939, Charakterstudien von 1943), die ihm hervorragende Noten („Draufgänger", „Über Durchschnitt') attestieren.
Wehrmacht-Führerschein: Ausgestellt am 19.08.1944. Berechtigung für Kraftfahrzeuge aller Klassen inklusive schwerer Zugkraftwagen
bis 18 Tonnen und Vollkettenfahrzeuge über 10 Tonnen (Panzerketten-Berechtigung!).
Panzerfaust-Instruktion (D 560/3): Originales, zweiseitiges, unverbautes Merkblatt für die Panzerfaust 60m mit der heroischen Grafik einer gepanzerten Faust, die einen T-34 zertrümmert. Das perfekte, physische Anschauungsmaterial, mit dem er in Milowitz die Panzernahbekämpfunglehrte.
Karten & Frontzeitungen: Originaler topografischer Großplan „,Übersichtsplan der Wehrmachtsbetreuungsstellen in Riga" (März 1942), das seltene Warschau-Merkblatt von Generalleutnant von Kleist sowie zwei komplette Sonderausgaben der Frontzeitung „, Panzer voran" über das Freikämpfen des berühmten „,Hube-Kessels" (Kamenez-Podolsk) im Frühjahr 1944.


Die Vorkriegszeit (Weimarer Republik)
Reichsjugendwettkämpfe1924: Ehrenurkunde für den Sieg im Dreikampf in Menden im Alter von 12 Jahren, ausgestellt mit der Faksimile-Unterschrift von Reichspräsident Friedrich Ebert.
Reichsjugendwettkämpfe 1925 & 1926: Zwei weitere Ehrenurkunden für die erfolgreiche Titelverteidigung im Dreikampf, nun ausgestellt
mit der Faksimile-Unterschrift von Reichspräsident Paul von Hindenburg.
Herbstgeländestaffel 1931: Große Art-Déco-Urkunde für den 1. Sieg der Mannschaft des M.T.V. Jahn Menden (Siegerzeit: 4 Min. 48,2 Sec.).

Der Ahnenpass: Originales Dokument, ausgestellt auf August Franz Hermann Hüttebräucker, das seine Herkunft bürokratisch absichert
und seine zivile Schlüsselposition als Geschäftsführer im Gauamt für Technik belegt. Dazu der offizielle Beileidsbrief (Abschrift 1941) zum
Heldentod seines Bruders Leutnant Viktor Hüttebräucker.

Die Nachkriegszeit (Bundesrepublik Deutschland)
Ehrenurkunden der Bundesverkehrswacht (Bronze & Silber): Auszeichnungen für 18 und 20 Jahre vollkommen unfallfreies Fahren
(Silber verliehen am 14.12.1954).
ADAC-Aktion „,Sicherer fahren" (Silber & Gold 1966): Zwei großformatige Urkunden für die freiwillige, erfolgreiche Teilnahme an
Fahrtüchtigkeitsprüfungen, jeweils im Original handschriftlich unterzeichnet von den drei ADAC-Gauvorsitzenden NRW (Bretz, Wegner,
Kleibömer).

- GOLD MIT EICHENKRANZ (05.12.1974): Großformatige Ehrenurkunde der Deutschen Verkehrswacht für 40 JAHRE
unfallfreies Fahren, unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Dr. Lauritz Lauritzen und handschriftlich gezeichnet von der Leitung Iserlohn.
Rechnet man die 40 unfallfreien Jahre von 1974 zurück, landet man im Jahr 1934.
Das bedeutet: Seine gesamte, hochgefährliche Dienstzeit an der Front als Panzerjäger, die mörderischen Rückzugskämpfe, der
Kesseleinbruch und die Fahrpraxis als Kettenkommandant und Fahrlehrer wurden von der Bundesrepublik Deutschland offiziell
als vollkommen unfallfrei anerkannt!


Originaler, vollständig handschriftlicher Brief der Witwe Christel Hüttebräucker aus Menden, datiert auf den 04.07.1984. Adressiert an
einen Forscher/Sammler (Herrn Bluschke).
Die Witwe bestätigt eigenhändig die Weitergabe von Original-Fotos ihres Mannes und Kopien aus seinem Soldbuch („,Einliegend ein paar
Fotos meines Mannes und eine Fotokopie aus seinem Soldbuch...").

Beigefügt sind zwei originale Porträt-Fotografien Hüttebräuckers in Uniform mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse auf der Brust und einem
angeschnittenen, offiziellen Wehrmacht-Dienststempel am linken Rand.




2
Limit: 8.500,00