Militaria AuslandRußland

106 Rußland: Gewidmeter Tapferkeits - Säbel M1881/1909 an Leutnant Vladimir Borissowitsch Dobryschin

Russischer Offizierssäbel M 1881 / 1909 mit doppelt gekehlter Damastklinge und der Inschrift:

„Zum Andenken an den geschätzten Kompaniechef, Leutnant W. B. Dobryschin, von den Mannschaften 8. Komp. 53. Inf. Res. Bat. 1914-1915.“

Die vollständige Widmung bezieht sich auf die Soldaten der 8. Kompanie des 53. Reserve-Infanteriebataillons (1914–1915).

Die Damastlinge wurde in der berühmten Solinger Werkstatt „Wilhelm Deus“ gefertigt.

Im oberen Drittel vorderseitig geätzte Chiffre Zar Nikolaus II. Auf der Rückseite geätzter russischer Doppeladler.

Das Gefäß Buntmetall mit entsprechender kyrillischer Inschrift: "Für Tapferkeit". Der Knauf mit Chiffre Zar Nikolaus II.

Mit schwarzem Leder bezogene Holzscheide mit Messingbeschlägen. An einem Tragring.

Länge ca, 100 cm.


Wladimir Borissowitsch Dobryschin wurde am 15. Juli nach dem julianischen Kalender bzw. am 27. Juli 1891 nach dem gregorianischen Kalender in einer orthodoxen Familie in der Provinz Lublin (Gouvernement Lublin) geboren.

In St. Petersburg absolvierte er das Realgymnasium „Peter von Oldenburg“ und anschließend in Moskau die Alexander-Infanterie-Militärschule, die er als Klassenbester abschloss.

Am 6./19. August 1912 wurde er zum Leutnant befördert und dem 1. Bataillon des 4. Grenadier-Regiments „Feldmarschall Barclay de Tolly“ in Moskau zugeteilt.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, am 18./21. Juli 1914, wurde er vorübergehend der 8. Kompanie des 53. Reserve-Infanteriebataillons des 53. Reserve-Infanterieregiments in Polozk (heute Belarus) zugeteilt.

Zu Beginn des Krieges wurden in Russland Reserveeinheiten aufgestellt, in die Offiziere aus aktiven Regimentern vorübergehend versetzt wurden. Dort wurden Rekruten ausgebildet und neue Truppenteile formiert, bevor sie an die Front geschickt wurden. Leutnant Dobryschin erhielt den Auftrag, die 8. Kompanie des 53. Reserve-Infanteriebataillons auszubilden und zu führen.

Nach Abschluss der Ausbildung im Jahr 1915 schenkten ihm die Soldaten als Zeichen ihrer Dankbarkeit einen Offizierssäbel Modell M1881/1909 mit Damastklinge und der Inschrift:

„Zum Andenken an den geschätzten Kompaniechef, Leutnant W. B. Dobryschin, von den Mannschaften.“

Die vollständige Widmung bezieht sich auf die Soldaten der 8. Kompanie des 53. Reserve-Infanteriebataillons (1914–1915).

Die Klinge wurde in der berühmten Solinger Werkstatt „Wilhelm Deus“ gefertigt.

Die von Dobryschin ausgebildete Kompanie wurde anschließend als Teil des 212. Romanow-Infanterieregiments an die Front entsandt, während Dobryschin selbst zum 1. Bataillon des 4. Grenadier-Regiments Neswisch zurückkehrte.

Für seine erfolgreiche Arbeit erhielt er am 9./22. Mai 1915 den Orden des Heiligen Stanislaus III. Klasse.

Am 17./30. Oktober 1916 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am selben Tag erhielt er außerdem den Orden der Heiligen Anna III. Klasse.

Den Orden des Heiligen Stanislaus II. Klasse erhielt er am 20. November / 3. Dezember 1916 (Verordnung Nr. 41 vom 12./25. Dezember).

Im März 1918 wurde das Grenadier-Regiment Neswisch aufgelöst, und Wladimir Borissowitsch Dobryschin kehrte in seine Heimat Ljubljana (Laibach) zurück.

Der Zeitpunkt seines Todes ist unbekannt.

Sehr schöner und interessanter Widmungssäbel. Beigefügt Dokumentationsmaterial.



1-2
Limit: 8.000,00