150 Prof. E. Seger: Kopfporträt des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler
Bronze, dunkel patiniert. Am hinteren Halsabschnitt Künstlersignatur: "Prof. E. Seger".
Auf späterem Kalksteinsockel. Höhe: 30 cm - (m.Sockel 45 cm)
Ausdrucksstarkes Porträt des bekannten Bildhauers und hervorragend für eine nach wissenschaftlichen Grundsätzen aufgebaute Sammlung zum Thema "Führerkult" geeignet.
Ernst Seger (* 19. September 1868 in Neurode, Provinz Schlesien; † 12. August 1939 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.
Ernst Seger war das drittes Kind des Rechtsanwalts und Notars Albert Seger und seiner Frau Cäcilie, geborene Rust in Neurode in der Grafschaft Glatz geboren.
Er besuchte ab 1884 die Bildhauerklasse der Königlichen Kunst- und Gewerbeschule Breslau unter Robert Härtel und arbeitete ab 1886 im Atelier des Christian Behrens. Ab den späten 1880er Jahren erhielt er erste größere Aufträge für Denkmäler. Nach seiner Mitarbeit im Atelier von Auguste Rodin in Paris in den Jahren 1893 und 1894 führte er ein eigenes Atelier in Berlin. 1895 schuf er ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal für Glatz. Um 1900 wurde er durch seine Jugendstil-Bildhauerarbeiten, vor allem weibliche Akte, populär.
Im Kaiserreich wie auch später in der Zeit des Nationalsozialismus war Seger ein angesehener Künstler. Für die Staatliche Majolika-Manufaktur Karlsruhe schuf er eine Adolf-Hitler-Büste in Majolika. 1938 war er auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Münchner Haus der Deutschen Kunst mit drei Bronzeplastiken vertreten, darunter eine Ringwerferin.
Die mit einem eigenen Werk geschmückte Grabstätte von Ernst Seger und seiner 1950 gestorbenen Frau Rosina befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.
Werk (Auswahl)
1891: Kriegerdenkmal in Essen
1895: Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Glatz
1900: Dianagruppe (Bronze) im Scheitniger Park in Breslau
1903: Bismarckbrunnen in Breslau
1905: Moltke-Denkmal in Schweidnitz
1902–1905: Figurengruppen Kampf und Sieg am Bismarck-Brunnen in Breslau, die
gesamte Brunnenanlage hat der Architekt Bernhard Sehring geplant.
1910: Skulptur Der Ringer (erworben durch das Wallraf-Richartz-Museum in Köln)
1928: Fleischerdenkmal, Neisse
1931: Storchenbrunnen in Berlin-Tempelhof
1935: Ganymed im Hearst Castle in San Simeon, USA
1933: Porträtbüste des Musikers Hugo Rüdel
1937: Skulptur Speerwerferin im Grugapark in Essen
Das Œuvre Ernst Segers bewegt sich stilistisch zwischen unterschiedlichen Einflüssen und weist Tendenzen von Neubarock, Neuklassizismus, Jugendstil und Symbolismus auf.
Van Ham Art Estate betreut den wissenschaftlichen Nachlass von Ernst Seger seit 2005. Dieser beinhaltet u. a. das von dem Bruder Fritz Seger angefangene Werkverzeichnis, das unter der Leitung von Prof. Peter Bloch, Berlin, fortgeführt wurde, sowie die Autobiographie und die Biographie des Bruders.