DEUTSCHER ORDEN - Goldenes Kreuz des Deutschen Ordens mit Eichenlaub und Schwertern, verliehen am 24. 2. 1945 an Konstantin Hierl, Führer des Reichsarbeitsdienstes (RAD).

Bronze - vergoldet und emailliert, das Medaillon versilbert. Am genähten und getragenen originalen Halsband in den Farben des Blutordens der NSDAP.
Im extrem seltenen Original - Verleihungsetui aus rotem Leder, der Innenteil mit hellbrauner Samteinlage, bzw. Kunstseidenfutter.

Bedeutendes, verliehenes zeitgenössisches Originalexemplar in bester Anfertigungsqualität.

Das hier angebotene Originalstück entspricht den an Dr. Fritz Todt und Reinhard Heydrich postum verliehenen Exemplaren, wie auch in den zeitgenössischen Publikationen, Schwert und Spaten (17.02.1942) und dem Buch von Dr. Heinrich Doehle, Die Orden des Grossdeutschen Reiches, 5. Auflage 1945, abgebildet und beschrieben.

Der Deutsche Orden wurde ursprünglich als Großkreuz des gemäß eines Führererlasses in mehrere Klassen zu untergliedernden Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP konzipiert.
Die diesbezüglich durch denn Entwurf einer Verfügung des Führers von 1939 erlassenen Ausführungsbestimmungen, nach denen das Parteiabzeichen der NSDAP, ähnlich einem Orden, in verschiedene Stufen eingeteilt werden sollte, kamen durch den Kriegsbeginn nicht mehr zur Ausführung. Die Verfügung ist nicht unterschrieben und wurde wohl in der ursprünglichen Fassung auch nicht vollzogen.

Durch die Verfügung wurde klargestellt, dass das Recht, das Parteiabzeichen tragen zu dürfen, für jeden Parteigenossen bereits eine besondere Auszeichnung darstelle und daher als unterste Stufe zubetrachten sei.

Weiterhin sollte zukünftig das Silberne Ehrenzeichen der NSDAP auf Vorschlag von Reichs- und Gauleitern verliehen werden sowie das Goldene Ehrenzeichen für besondere Verdienste um den Nationalsozialismus und die Bestrebungen der NSDAP. Als nächsthöhere Ehrenauszeichnung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei war das Goldene Ehrenzeichen der NSDAP auf dem Runenstern sowie als höchste Auszeichnung das Großkreuz des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP vorgesehen.

Inwieweit der offiziell nicht vollzogene Erlass in eine Verleihungspraxis umgesetzt wurde, ist bisher nur wenig erforscht.

Tatsächlich wurden, auch in der Presse besonders hervorgehobene Verleihungen des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP an Nichtparteimitglieder wie verschiedene hochrangige Wehrmachtsangehörige (Generalfeldmarschall v. Brauchitsch, Generalfeldmarschall Keitel, Großadmiral Raeder und Generalfeldmarschall Milch) oder berühmte Künstler vorgenommen.

So erhielt der Bildhauer Arno Breker beispielsweise das GoldeneEhrenzeichen mit einer vollständig in Gold geschriebenen Verleihungsurkunde in einer Mappe mit aufgelegtem vergoldeten Hoheitsadler, ähnlich den Mappen des Eichenlaubs zum Ritterkreuz desEisernen Kreuzes. Eine ähnliche Urkunde besaß auch Albert Speer.

Die kostbare Ausgestaltung dieser Verleihungsdokumente beweist die hohe Wertschätzung, die das Goldene Ehrenzeichen der NSDAP als Auszeichnung genoss und den Wert, den Adolf Hitler dieser Auszeichnung beimaß.

Für den neuen Partei-Orden war die Schaffung eines Ordenskapitels bestehend aus Ordensrat und Ordensgericht (beides unmittelbar dem Führer unterstellt) vorgesehen, die dafür sorgen sollten, dass kein Unwürdiger die Auszeichnung erhalten konnte.

Das Großkreuz sollte nur durch besonderen Erlass des Führers in wenigen Ausnahmefällen verliehen werden.

Ohne dass diese Vorstellungen in einem Orden gemäße, statutenmäßige Form gebracht wurden, kam es durch den plötzlichen Tod Reichsminister Dr. Todts spontan zur ersten Verleihung der höchsten Klasse des Ordens durch Adolf Hitler.

Nach der Trauerrede für Fritz Todt beim Staatsakt im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei heftete Hitler am 12. Februar 1942 den neu gestiftetenOrden an das Ordenskissen.

Hitler selbst stellte den Deutschen Orden über alle staatlichen Auszeichnungen.
Er hatte zuvor geäußert, dass es Leistungen gäbe, für die überhaupt keine Beförderung ausgesprochen werden könne und dass die Taten von 200 Ritterkreuzträgern eine einmalige Leistung wie die von Dr. Todt nicht aufwögen.

Insgesamtwurden nur 11 Verleihungen des Deutschen Ordens vorgenommen:

  1. Dr. Fritz Todt, Reichsminister für Bewaffnung und Munition, am 12. 2. 1942 postum.
  2. SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich, Stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Chef des Reichssicherheitshauptamtes, am 9. 6. 1942 postum.
  3. Reichsleiter Adolf Hühnlein, Führer des NSKK, am 22. 6. 1942 postum.
  4. Viktor Lutze, Staabschef der SA, am 7. 5. 1943 postum.  
  5. Adolf Wagner, Gauleiter des Traditionsgaus München - Oberbayern, Staatsminister und SA Obergruppenführer, am 17. April 1944 postum.
  6. General der Infanterie Rudolf Schmundt, Chefadjutant der Wehrmacht beim Führer, am 1. 10. 1944 postum.  
  7. Gauleiter und Reichsstatthalter Josef Bürckel, am 3. 10. 1944 postum.  
  8. Reichsleiter Konstantin Hierl, Reichsarbeitsführer und Reichsminister, am 24. 2. 1945 als erster lebenden Träger des "Goldenen Kreuzes des Deutschen Orden mit Eichenlaub und Schwertern".
  9. Gauleiter Karl Hanke, Oberpräsident von Niederschlesien, am 12.4. 1945.  
  10. Gauleiter Karl Holz, am 16. 4. 1945.
  11. Reichsjugendführer Arthur Axmann, am 28. 4. 1945.

Die an Konstantin Hierl vorgenommene Verleihung wurde unter der Bezeichnung:
„Das Goldene Kreuz des Deutschen Ordens mit Eichenlaub und Schwertern“ vollzogen.

Hierl erhielt als Einziger eine äußerst aufwendig gestaltete Verleihungsurkunde, in der Gestaltungselemente der Mappen und Kassetten und der Urkunden zum Eichenlaub, bzw. des Eichenlaubs mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aufgenommen wurden.

Diese Urkunde an Konstantin Hierl ist das einzige amtliche Dokument in Bezug auf den Deutschen Orden, das bislang bekannt wurde, so daß die darin verwendete Bezeichnung des Ordens als verbindlich betrachtet werden muß.

Tatsächlich weisen die durch Fotobelege nachweisbaren, tatsächlich verliehenen Ordensdekorationen Dr. Todts und Reinhard Heydrichs in der Agraffe von einem Lorbeerkranz unterlegte gekreuzte Schwerter und Eichenblätter auf.
Vermutlich wurde dabei ganz bewußt eine unterschiedliche Formgebung zum Eichenlaub mit Schwertern des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes gewählt.

Diese Form der Ordensdekoration wird auch in der Zeitschrift Schwert und Spaten vom 17. Februar 1942 abgebildet.
In der quasi amtlichen Publikation von Dr. Heinrich Doehle, Die Orden des Grossdeutschen Reiches, 5. Auflage, 1945, wird auf S. 182 ein Foto der Ordensdekarion in Farbe abgebildet.

Gelegentlich im Handel und der Literatur auftauchende Kreuze des Deutschen Ordens mit dem Eichenlaub mit Schwertern des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes ähnendeln Applikationen sind nach 1945 hergestellte Fantasieprodukte.

Ob und inwieweit sich die nicht durch zeitgenössische Quellen dokumentierten tatsächlich überreichten Ordensdekorationen der einzelnen Beliehenen voneinander unterschieden haben, kann beim derzeitigen Stand der Forschung nicht beantwortet werden.
Einige Autoren mutmaßen, daß die Gauleiter Hanke und Holz niedrigere Stufen des Ordens erhielten. Dies ist äußerst fraglich, da derartiges zum keinem Zeitpunkt eingeführt wurde und auch keine diesbezüglichen amtlichen Dokumente existieren.

Es ist ohnehin sehr zweifelhaft, ob im April 1945, fernab des Führerhauptquartiers, überhaupt noch Stücke an Gauleiter Hanke (Breslau) und Gauleiter Holz (im Kampf um Nürnberg gefallen) überbracht wurden.

Die unterschiedlichen Bezeichnungen des Deutschen Ordens in der zeitgenössischen Presse sind vermutlich auf die auch bereits damals äußerst ungenaue Quellenlage zurückzuführen. Es wurde zumeist die von Hitler verwendete Bezeichnung gebraucht, manchmal jedoch ungenau zitiert.

Einzig die postum an Dr. Todt und Reinhard Heydrich verliehenen Ordensdekorationen sind durch zeitgenössische Fotodokumente der Ordenskissen der Beliehenen eindeutig belegt und stimmen mit dem hier vorliegenden Originalexemplar überein.
Diese Ausführung ist auch in der Anfang 1945 erschienenen letzten Ausgabe des Werkes von Dr. Heinrich Doehle, des für Ordensangelegenheiten zuständigen Unterstaatssekretärs in der Präsidialkanzlei, abgebildet und beschrieben. Gerade Doehle muß aber als absolut akkurate und zuverlässige Quelle betrachtet werden und es ist zu vermuten, daß tatsächlich stets die gleiche Ausführung der Ordensdekoration verliehen wurde.

Neben den verliehenen Originalexemplaren wurden noch einige wenige Exemplare für künftige Verleihungen hergestellt.

Aus einem Schreiben Reichsleiter Martin Bormanns an Reichsleiter Dr.Robert Ley vom 3. 5. 1944 geht hervor, dass von jeder Ordensklasse 20 Exemplare angefertigt und laut Weisung des Führers durch die Adjutantur bereitgehalten werden sollten.

In einer bedeutenden amerikanischen Privatsammlung existiert ein offensichtlich zur Vorlage beim Führer bestimmtes Musteretui mit Originalexemplaren der drei (vermutlich projektierten) Klassen des Deutschen Ordens sowie den großen und kleinen Ausführungen des Parteiabzeichens in Gold und Silber.
Von diesen mutmaßlich als Prototypen hergestellten Sets existieren noch weitere Exemplare.
Es könnte sich dabei auch um die von Bormann bestellten Vorratsexemplare handeln.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Stücken, die vermutlich nach 1945 von der Herstellerfirma Deumer in Lüdenscheid aus Originalwerkzeugen gefertigt wurden oder aus vorhandenen Originalteilen fertiggestellt wurden.
Diese Stücke weisen sowohl in einigen fDetails als auch in der Qualität der Verarbeitung deutliche Unterschiede zu den vor dem Kriegsende 1945 hergestellten Originalexemplaren auf.

Das hier angebotene Originalexemplar Konstantin Hierls wurde aus US - Veteranenbesitz erworben. Es weißt eindeutige und authentische Tragespuren, vor allem auf der Rückseite auf.

BedeutendesLiebhaberstück von allergrößter Seltenheit und eines der ganz wenigen bekannten Originalexemplare weltweit.

Als das an Konstantin Hierl verliehene, getragenes Originalexemplar mit Sicherheit das bedeutendste bislang auf einer Versteigerung angebotene Stück.





Golden Cross of the German Order with Oak Leaves and Swords awarded on February 24, 1945 to Konstantin Hierl, leader of the Reichsarbeitsdienst (RAD).

Bronce - gilt and enamels. Badge features enameled surfaces and silvered center medallion.
Order comes with originally sewn neck ribbon and includes the the ultra rare original red leather case. Interior of case features light brown velvet insert and artificial silk lining.

Truely magnificent and important original example of finest workmanship and outstanding quality.

This original badge offered at auction, corresponds to the type awarded posthumously to Dr. Fritz Todt and Reinhard Heydrich.

The German order was originally conceived as a Grand Cross of the golden badge of honour of the NSDAP and was to be instituted into several classes.

The implementing regulations issued by order of the Führer in 1939, directing that the party badge of the NSDAP was to be awarded in different classes similar to an order award, was no longer carried out due to the start World War II.
The regulations made it clear that the right to wear the party badge was a special distinction for each party comrade and should therefore be regarded as a lower level "award". Furthermore, the Silver Party Badge of Honor of the NSDAP should be awarded based on the recommendation of a Reichs- or Gauleiter as well as the Golden Party Badge of Honor for special services to National Socialism and the efforts of the NSDAP. As the next highest award of honor of the National Socialist German Workers Party, the Golden Decoration of the NSDAP on the Runes Star and as the highest grade the Grand Cross of Honor in Gold of the new NSDAP Order were instituted.

To what extent the decree, which had not been officially implemented, has been converted into an actual award practice has barely been researched.

In fact, awards of the NSDAP's Golden Badge of Honor were made to non-party members such as various senior military officers (General Field Marshals von Brauchitsch and Keitel, Grand Admiral Raeder, Generaloberst Milch) or famous artists. For example, the sculptor Arno Breker received the Golden Badge of Honor with a certificate written entirely in gold in a folder with a gold-plated national eagle, similar to the folders of the oak leaves for the Knight's Cross of the Iron Cross. Albert Speer also had a similar document.
The precious design of these award documents proves the high esteem in which the NSDAP's golden badge of honour was held as an award and the value which Adolf Hitler attached to this award. For the new party order, a special committee was created consisting of an advisory council and a review board (under the supervision of the Fuhrer). It was intended to ensure that no unworthy person could receive this award.

The Grand Cross should only be awarded by special decree of the Führer and only in a few exceptional cases.
Despite of the fact that these statutes were never formally adopted, Hitler spontaneously presented the highest class of this award to Reich Minister Dr. Todt. After the eulogy for Fritz Todt at the state funeral in the Mosaic - Hall of the new Reichs Chancellery, Hitler placed the newly instituted order on Todt's "funeral pillow" on 12 February 1942.

Hitler regarded the German Order as the highest state order and above all other awards.
He had previously stated that there were achievements for which no promotion could recognize these deeds and that 200 Knight's Crosses could not compare to the unique achievements like that of Dr. Todt.

In total, the German Order was only awarded 11 times (see list above in German text version).

The award given to Konstantin Hierl was officially named as "The Golden cross of the German Order with oak leaves and swords". Hierl was probably the only recipient to receive a lavishly designed award certificate, in which the award was described as "with oak leaves and swords".

The extent to which each decoration of the various recipients might have differed from one another cannot be determined given the current state of research.

The designation of the order and classes in contemporary newspaper articles varies so widely that it can be assumed that there was a lack of accurate information even during the 3rd Reich period. It is very likely that the same class was always awarded.

Only the decorations awarded to Dr. Todt and Reinhard Heydrich are clearly documented by contemporary photographs of the "funeral decorations pillow" at the state funerals.

They are also illustrated in "Schwert und Spaten" (February 17, 1942 issue) and in Dr. Heinrich Doehle's book: "Die Orden des Grossdeutschen Reiches" , 5th edition (early 1945).
Doehle in particular must be considered as an absolutely reliable and official source since he was the responsiblegovernment official with the rank of "Unterstaatssekretär" responsible for all matters concerning Orders and Medals in the "Präsidialkanzlei" in Berlin.

The Badge being offered at auctionwas aquired from an US Veteran and is the only awarded and worn piece that has ever surfaced. It matches exactly those in the photographs.

In addition to the awarded examples, a few specimens were produced for future recipients. From a letter from Reichsleiter Martin Bormann to Reichsleiter Dr. Robert Ley dated 3 May 1944, it is clear that 20 examples of each order class were to be made and, according to the Führer's instructions, kept ready by the Adjutant's office.

In an important American private collection there exists a case with samples of each projected class, probably made for approval by the Führer or one of the sets ordered by Bormann. It contains all the three classes of the German Order as well as the different degrees of the party badge in Gold and Silver.

Apart from that there are of course outright fakes such as a version of the Deutsche Orden Badge surmounted by something looking close to the Knights's Cross Oakleaves and Swords device, on the market.
Some pieces might have been manufactured by the original maker Deumer in Lüdenscheid, perhaps from original dies or completed by using original spare parts after 1945.

Our piece is a true original and an important collector's item of the greatest rarity. One of the very few undisputed original examples known worldwide.
With provenance of the award to Konstantin Hierl, perhaps the most important piece offered at auction so far.

Losnummer: 99
45000*
DEUTSCHER ORDEN -   Goldenes Kreuz des Deutschen Ordens mit Eichenlaub und Schwertern, verliehen am 24. 2. 1945 an Konstantin Hierl, Führer des Reichsarbeitsdienstes (RAD).
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