Auktionshaus Thies & Schmid (erlaubnispflichtige Schusswaffen) Repetierbüchse Mod.Gewehr 98 (Schutztruppengewehr)

Gewehr Mod. 98 Hersteller SPANDAU 1914 S.Nr.:10, Kaliber: 8 x 57mm IS

Eines der seltensten Varianten des Gewehre 98 das sogenannte Schutztruppengewehr, mit gebogenem Kammerstängel und Visierbereich von 200m bis 2000m, aus dem Jahre 1914.
Exemplar in sehr schönem, originalem nummerngleichen Zustand mit über 80% originaler Brünierung. Diese am Oberring und zur Mündung hin, etwas fleckig. Anbauteile wie Ringe Magazinkasten usw.etwas berieben. Blanke Schlosshülse Gehäuse) und Verschluss, stellenweise etwas matt.
Abnahmen und die S.Nr."10" an allen Teilen.
Gehäusebeschriftung wie folgt:
Gehäuse Oberseite: Krone über "SPANDAU" und "1914".
Gehäuse linke Seite: militärischer Beschuss heraldischer Adler linea,  daneben die Seriennummer "10" sowie "Gew. 98".
Gehäuse rechte Seite: übliche militärische Abnahmen in Form eines gotischen Buchstaben unter Krone.
Laufbezeichnung wie folgt: Linke Seite: S.Nr. "10". Laufoberseite: "S" für Spitzpatrone (Patronenlager für S – Patrone eingerichtet). 
Oberring, Unterring, Kolbenplatte und Magazinkasten sowie Magazinkastendeckel in mit militärischer Abnahme (gotischer Buchstabe unter Krone) und S.Nr. "10" versehen. Der schön erhaltene Schaft mit  militärischen Abnahmen und Seriennummer "10". Stempelplatte alter Art ohne Truppenstempel und nur mit militärischer Abnahme sowie eine Ausnehmung am Schaft auf Höhe des Kammerstängelknopfes.
Der Schaft wurde in den Jahren minimal abgezogen, jedoch sind Seriennummer und Stempel noch gut erkennbar.
 Zur  Fertigungdes Schutztruppengewehr im Jahr 1914 vgl. Dieter Storz (Bayrisches Armeemuseum): Gewehre und Karabiner 98, Seite 240/241 . Dort heißt es, dass 1914 in der staatlichen Gewehrfabrik SPANDAU noch einige neue Schutztruppengewehre gefertigt wurden die den Kammergriff des Radfahrergewehres hatten.
Eine weitere zeitgenössische Dokumentation hierzu findet man in dem Fachbuch von Erich Schön: „Geschichtedes Deutschen Feuerwerkswesen der Armee und Marine mit Einschluß des Zeugwesen“ herausgegeben zur Hundertjahrfeier des Bestehens eines selbstständigen Feuerwerkspersonals in Preußen vom Reichsbund Deutscher Feuerwerker e.V. Berlin 1936, S. 1372.

Einzig bekanntes und dokumentiertes Schutztruppengewehr aus dem Jahre 1914 in schönem nummerngleichen Gesamtzustand.
Bedeutendes museales Stück zur deutschen Kolonialgeschichte in Deutsch-Südwestafrika.

Literatur: Hans-Peter Schmid: Die Bewaffnung der Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika mit Langwaffen unter besonderer Berücksichtigung des Schutztruppengewehres 98, in: Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. (Hrsg.): Kuratoriums - Kurier, Nr.6, S. 1-20.

Erlaubnis-, bzw. Erwerbscheinpflichtig.

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Losnummer: 166
15000*
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