Weimarer Republik - Reichswehr Beförderungsurkunde für den General der Infanterie Hans von Seeckt zum Generaloberst.

Der Text der Urkunde lautet:

"Mit dem 1. Januar 1926 befördere ich den general der Infanterie von Seeckt, Chef der Heeresleitung zum Generalobersten".

Datiert Berlin, den 1. Januar 1926. Mit Originalunterschrift des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg und großem Prägesiegel. Gegenzeichnung des Reichswehrministers Otto Geßler.
Urkundenblatt ehemals gerahmt, Rückblatt fehlt.

Der britische Historiker John Wheeler-Bennett charakterisierte Seeckts Wirken an der Spitze der Reichswehr folgendermaßen:

„Der Name Hans v. Seeckt ist in den Annalen deutscher militärischer Größe neben denen Moltkes, Roons und Schlieffens verzeichnet.
Wie Moltke gestaltete er aus sehr geringen Anfängen die Militärmaschine nach Form und Guß neu. Wie Schlieffen blickte er in die Zukunft und sann über Entwürfen für den Tag, von dem er nicht genau voraussehen konnte, wann er kommen würde.
Wie Moltke und Schlieffen hinterließ er das Heer stärker und schlagkräftiger als er es vorgefunden hatte. Während jedoch Moltke und Schlieffen bei ihren Berechnungen auf der ruhigen Sicherheit fußen konnten, wie Siege und allgemeiner Wohlstand sie verliehen, war Seeckt wie Gneisenau und Scharnhorst gezwungen, aus der Asche der Niederlage aufzubauen. ... Sein Genie äußerte sich nicht in der Aufstellung großer Armeen, sondern in der Erschaffung eines militärischen Mikrokosmos, der bis in die letzte Einzelheit in sich vollkommen war, im gegebenen Augenblick aber unbegrenzt vergrößert werden konnte.“


Bedeutendes Dokument zur Geschichte der Reichswehr von größter Seltenheit.


Promotion certificate for General der Infanterie Hans von Seeckt to Colonel General.

The text of the certificate reads:

"As of 1 January 1926, I promote General der Infanterie von Seeckt, Chief of Army Command to the rank of Colonel General".

Dated Berlin, 1 January 1926, with original ink signature of the President of the Reich, Field Marshal Paul von Hindenburg, and large embossed seal. Countersigned by the Reichs Minister of Defence Otto Geßler.

Document sheet formerly framed, back sheet missing.

The British historian John Wheeler-Bennett characterised Seeckt's work at the head of the Reichswehr as follows:

"The name of Hans v. Seeckt is recorded in the annals of German military greatness alongside those of Moltke, Roon and Schlieffen. Like Moltke, he reshaped the military machine from very small beginnings according to form and cast. Like Schlieffen, he looked to the future and pondered designs for the day he could not foresee exactly when it would come. Like Moltke and Schlieffen, he left the army stronger and more powerful than he had found it. But while Moltke and Schlieffen could base their calculations on the calm security that victories and general prosperity gave, Seeckt, like Gneisenau and Scharnhorst, was forced to build from the ashes of defeat. ... His genius was not expressed in the raising of great armies, but in the creation of a military microcosm which was perfect in itself down to the last detail, but which could be enlarged indefinitely at a given moment."

Important document on the history of the Reichswehr and the Weimar Republic.
Of the greatest rarity.

Losnummer: 98
3000*
Weimarer Republik - Reichswehr  Beförderungsurkunde für den General der Infanterie Hans von Seeckt zum Generaloberst.
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