Italien Geschenkdolch der Combattenti di Tripolitania an Marschall Rodolfo Graziani , 1937.

Der Griff aus Elfenbein mit eingelegtem Bandeau aus Lorbeerblättern in gebläutem Stahl. Der Knauf ebenfalls gebläut und mit Eichenblattdekor sowie Spruchbändern auf vergoldetem Untergrund: "USQUE" ("in einem fort") und "AD FINEM" ("bis zum Ende").
Die gebläute Klinge terzseitig mit vergoldeter geätzter Widmung innerhalb der faschistischen Liktorenbündel und savoyischen Knoten: "A RODOLFO GRAZIANI A. XV. EF" ( das Jahr 15 der faschistischen Epoche entspricht 1937).
Auf der Quartseite mit ebensolchem vergoldeten Dekor die Widmungsinschrift: "I COMBATTENTI DI TRIPOLITANIA".
Dier Scheide im Stil afrikanischer Dolche aus  Löwenhaut gearbeitet.
Länge: 435 mm
Bedeutende Blankwaffe von feinster Qualutät und großer Seltenheit.

Marschall Rodolfo Graziani, Markgraf von Neghelli (* 11. August 1882 in Filettino, Provinz Frosinone; † 11. Januar 1955 in Rom) war eine führenden italienischer Militärs und Politiker während der Herrschaft des italienischen Faschismus.

 

Bekanntheit erlangte Graziani für seine Rolle beim Zweiten Italienisch-Libyschen Krieg (1922–1932).

Als jüngster Oberst der italienischen Armee im Oktober 1921 nach Libyen gekommen, kam Graziani das Hauptverdienst bei der Eroberung Tripolitaniens und 1929/30 auch bei der Besetzung des Fessan zu. Als Konterguerrilla-Spezialist modernisierte er die Methoden des Wüstenkrieges und setzte nicht nur auf schnell vorstoßende Verbände mit gepanzerten Fahrzeugen, die aus der Luft unterstützt wurden, sondern auch auf ungehemmte Brutalität. Berüchtigt für seine faschistische Prinzipienfestigkeit, machte sich Graziani einen Ruf als „Araberschlächter“ und ordnete immer wieder Massenexekutionen an. Nachdem er von Mussolini im Frühjahr 1930 zum Vizegouverneur der Cyrenaika ernannt worden war, machte sich Graziani nach altbewährtem Muster auch an die „Befriedung“ des libyschen Landesteils. Die Situation in der Unruheregion verglich er in einem Brief an Generalgouverneur Pietro Badoglio mit einer „Eiterbeule“, die erbarmungslos herausgeschnitten gehöre, damit der infizierte Körper wieder gesunden könne.

 

 

Er wurde Vizegouverneur (1930–1934,danach war er kurzzeitig Gouverneur von Italienisch-Somaliland (1935–1936) und als solcher Oberbefehlshaber der südlichen Invasionstruppen beim italienischen Angriffskrieg gegen das Kaiserreich Abessinien.

Die von Graziani befehligten Einheiten setzten dabei systematisch und flächendeckend Giftgas ein. Während seiner folgenden Amtszeit als Vizekönig Italienisch-Ostafrikas etablierte Graziani ein auf Terror begründetes Besatzungsregime. Als Generalgouverneur von Italienisch-Libyen (1940–1941) leitete Graziani nach dem Eintritt des faschistischen Italien in den Zweiten Weltkrieg die fehlgeschlagene Invasion in Ägypten, wodurch er bei Mussolini in Ungnade fiel. Erst nach dem Sturz des Mussolini-Regimes und der Gründung der faschistischen Republik von Salò ( R.S.I.) fungierte Graziani unter dem Duce als deren Verteidigungsminister (1943–1945) und unterstützte die fest an der Seite der Republica Sociale Italiano stehenden Truppen der deutschen Wehrmacht.

 

Von seinem Hauptquartier aus befehligte er die auf deutscher Seite kämpfenden italienischen Verbände, bis die Alliierten weite Teile Norditaliens besetzt hatten und ein Widerstand kaum noch möglich war. An eine Kapitulation dachte er trotz der ausweglosen Situation bis zuletzt nicht, sondern ließ Kriegsunwillige hinrichten.[Am 29. April 1945, ein Tag nachdem Mussolini von Partisanen erschossen worden war, ergab sich Graziani in Mailand US-amerikanischen Truppen. Am selben Tag unterzeichnete er als Marschall von Italien zusammen mit SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Karl Wolff als „Bevollmächtigtem General der Deutschen Wehrmacht in Italien“ den Waffenstillstand von Caserta, womit die Kapitulation aller deutschen und republikanisch-italienischen Streitkräfte im Norden des Landes in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945 wirksam wurde.


Faszinierender  Geschenkdolch an diesen wohl  bedeutendsten und treuesten, und bis zum Ende 1945 fest an der Seite des Duce stehenden Marschalls von Italien.

Presentation Dagger of the Combattenti di Tripolitania to Marshal Rodolfo Graziani , 1937.

Presentation Dagger of the Combattenti di Tripolitania to Marshal Rodolfo Graziani , 1937.

Ivory handle with inlaid bandeau of laurel leaves in blued steel. The pommel also blued and with oak leaf decoration and banners on a gilded background: "USQUE" ("in one effort") and "AD FINEM" ("to the end").

The blued blade on the obverse  with a gilded etched dedication within the fascist lictor bundles and Savoy knots: "A RODOLFO GRAZIANI A. XV EF" (the year 15 of the fascist period corresponds to 1937).

On the quarto side with the same gilded decoration the dedication inscription:

 "I COMBATTENTI DI TRIPOLITANIA".

The scabbard is made of lion skin in the style of African daggers.

Length: 435 mm

Important and magnificent edged weapon of the greatest rarity and historical interest.


Presentation Dagger of the Combattenti di Tripolitania to Marshal Rodolfo Graziani , 1937.

Ivory handle with inlaid bandeau of laurel leaves in blued steel. The pommel also blued and with oak leaf decoration and banners on a gilded background: "USQUE" ("in one effort") and "AD FINEM" ("to the end").

The blued blade on the obverse  with a gilded etched dedication within the fascist lictor bundles and Savoy knots: "A RODOLFO GRAZIANI A. XV EF" (the year 15 of the fascist period corresponds to 1937).

On the quarto side with the same gilded decoration the dedication inscription:

 "I COMBATTENTI DI TRIPOLITANIA".

The scabbard is made of lion skin in the style of African daggers.

Length: 435 mm

Important and magnificent edged weapon of the greatest rarity and historical interest.

Losnummer: 231
8500*
Italien   Geschenkdolch der Combattenti di Tripolitania an Marschall Rodolfo Graziani , 1937.
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