Frankreich FRANKREICH - MEDAILLE MILITAIRE - PERSÖNLICHES EXEMPLAR DES MARSCHALLS UND STAATSCHEF des ÉTAT FRANCAIS PHILIPPE PÉTAIN

Gold und Emaille. Der das Medaillon umgebende Lorbeerkranz und der Bandring mit geschliffenen Brillanten besetzt. Das vorderseitige Medaillon dreiteilig gearbeitet, der separat aufgelegte Kopf der Personifikation der Republik in plastischer Goldschmiedearnbeit.
Die Trophäenaufhängung beidseitig in plastischer Goldschmiedearbeit. Das rückseitige Medaillon signiert ""BARRE". Am Originalband mit goldenem Tragebügel.
Im Originaletui aus bordeauxrotem Maroquinleder mit fein gravierter silberner Widmungsplakette :
"Les Officiers du Grand Quartier Général au Général Pétain"

Im Seidenfutter des Innendeckel des Etuis Herstelleretikett des renommierten Pariser Ordensjuweliers Baqueville.

Henri Philippe Benoni Omer Joseph Pétain (* 24. April 1856 in Cauchy-à-la-Tour, Département Pas-de-Calais; † 23. Juli 1951 in Port-Joinville, Île d’Yeu, Département Vendée) war ein französischer Militär, Diplomat und Politiker. Von 1940 bis 1944 stand er als Staatschef dem autoritären État français (Vichy-Regime) vor.

Während des Ersten Weltkriegs avancierte Pétain aufgrund seiner Abwehrerfolge in der Schlacht um Verdun zum gefeierten Nationalhelden („Held von Verdun“) und wurde 1917 Oberbefehlshaber der französischen Armee. In der Zwischenkriegszeit prägte er als einflussreicher Marschall von Frankreich sowie in verschiedenen militärischen Ämtern die Verteidigungsdoktrin seines Landes entscheidend mit.

Im Verlauf der sich abzeichnenden französischen Niederlage gegen das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde Pétain am 16. Juni 1940 letzter Regierungschef der Dritten Republik und erwirkte den Waffenstillstand von Compiègne. Anschließend übernahm er von 1940 bis 1944 als Chef de l’État (Staatschef) mit nahezu absoluten Vollmachten die Führung des mit dem Reich kollaborierenden État français in Vichy und proklamierte in der Révolution Nationale den Bruch des republikanisch-demokratischen Prinzips in Frankreich. Mit dem politischen Aufstieg Pierre Lavals büßte Pétain seine unumschränkte Machtstellung ab 1942 ein. 

Wegen der Kollaboration wurde Pétain 1945 zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde jedoch in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt.

Die Vorfahren der Familie Pétain waren einfache, alteingesessene Bauern, die aus dem nordfranzösischen Kohlerevier stammten und den Familienbesitz von zehn Hektar Ackerland bestellten.[1] Henri Philippe Benoni Omer Joseph Pétain selbst wurde am 24. April 1856 auf dem elterlichen Bauernhof in Cauchy-à-la-Tour geboren.[2] Er war der einzige Sohn von Omer-Venant Pétain (1816–1888) mit dessen Ehefrau Clotilde Legrand (1824–1857) und hatte mit Marie-Françoise (1852–1950), Adélaïde (1853–1919) und Sara (1854–1940) drei ältere Schwestern.[3][4] Nach der Geburt der Tochter Joséphine (1857–1862) im Oktober 1857 verstarb die Mutter im Wochenbett. Der Vater heiratete 1859 erneut und hatte mit seiner neuen Ehefrau drei weitere Nachkommen. Aufgrund der Vernachlässigung durch die Stiefmutter, wuchsen der als still beschriebene Philippe und zwei Schwestern im Haushalt der streng religiösen Großmutter auf.

Prägenden Einfluss auf den heranwachsenden Pétain wird seinem Onkel Abbé Jean-Baptiste Legrand zugeschrieben („Mein lieber Neffe! Ich wünsche mir nur eins, dass es in meiner Familie immer Männer geben möge, die das Kreuz tragen – und das Schwert.“).Dieser war Pfarrer der Kirchengemeinde Bomy[7] und ermöglichte seinem elfjährigen Neffen durch ein Halbstipendium ab Oktober 1867 den Besuch des Jesuitenkollegs Saint-Bertin in Saint-Omer. In der dortigen Klosterschule erhielt Pétain zwischen 1867 und 1875 eine durch Religiosität, Gehorsam und Disziplin geprägte Schulbildung.

Unter dem Eindruck der französischen Niederlage von 1871 sowie der Kriegserzählungen seines Großonkels Joseph Lefebvre, eines katholischen Priesters, der als junger Mann in der Grande Armée unter Napoleon Bonaparte gedient hatte, entstand bei Pétain der Wunsch, seinem Land als Soldat zu dienen. In Vorbereitung auf die angestrebte Offizierslaufbahn besuchte er 1875 das von Dominikanern geführte Collège Albert-le-Grand in Arcueil.[8

Am 25. Oktober 1876 trat Pétain als 403. von 412 Kadetten in die nationale Militärschule Saint-Cyr ein. Die zweijährige Ausbildung zum Offizier schloss er als 229. von 336 Absolventen seines Jahrgangs (N°61 de Plewna) erfolgreich ab.

Nach der Militärschule trat Pétain in die Infanterie ein und diente im Rang eines Sous lieutenant dem 24. Bataillon der Chasseurs à pied in Villefranche-sur-Mer (1878–1883), anschließend fünf Jahre lang als Lieutenant dem 3. Bataillon in Besançon. Pétain galt als distinguiert, kühl und intelligent[9] und durchlief von 1888 bis 1890 die Ausbildung zum Generalstabsoffizier an der Pariser École supérieure de guerre, die er als Capitaine beendete (14e promotion). In der Folge diente Pétain dem XV. Armeekorps in Marseille (1890–1892) und dem 29. Chasseurs-Bataillon in Vincennes (1892/93), ehe er 1893 in den Stab des Pariser Militärgouverneurs Général Félix Gustave Saussier berufen wurde.[10] Unter dessen Nachfolgern Émile Auguste Zurlinden und Henri Joseph Brugère diente Pétain als Ordonnanzoffizier.[8] Im Verlauf seiner Offizierskarriere zeigte Pétain wenig Interesse an einer Verwendung innerhalb des wachsenden Kolonialreichs und wurde, für damalige Verhältnisse unüblich, ausschließlich an Standorten im Mutterland eingesetzt. Um seine Karriere nicht zu gefährden, behandelte Pétain seine politischen Ansichten äußerst diskret, und in Bezug auf die Dreyfus-Affäre ist seine Haltung nicht bekannt.

Gemessen an damaligen Karrieren, erlebte Pétain einen langsamen militärischen Aufstieg und verblieb 22 Dienstjahre in der Gruppe der Subalternoffiziere. Erst 1900 erhielt er die Stellung als Befehlshaber des 8. Chasseurs-Bataillons in Amiens und wurde Instrukteur an der École normale de tir in Châlons-sur-Marne. Dort machte Pétain aufgrund der unkonventionellen Ablehnung einer reinen Offensivstrategie auf sich aufmerksam und stand mit dieser alternativen Haltung im Gegensatz zur taktischen Doktrin der Armeeführung (Offensive à outrance). Für deren führende Militärtheoretiker, Ferdinand Foch und Louis Loyzeau de Grandmaison, war eine defensive Grundhaltung die Hauptursache der französischen Niederlage von 1871. Um den objektiven deutschen Vorteil der höheren Bevölkerungszahl auszugleichen, sollte die Armee in einem offensiven Geist, ohne Rücksicht auf gegnerische Absichten, ausgebildet werden. Nur auf diese Weise sei Elsaß-Lothringen für Frankreich zurückzugewinnen (Revanchismus).[12] Beeindruckt von der enormen Feuerkraft der modernen Maschinengewehre, zeigte sich Pétain skeptisch und hielt die strategische Offensive für nicht mehr vertretbar. Er glaubte nicht an die Durchschlagskraft fanatischer, frontal geführter Sturmangriffe der Infanterie. Dies müsse unweigerlich zu einem Massaker führen. Vielmehr verlangte Pétain eine hohe Feuergeschwindigkeit und Schussgenauigkeit, während die gesteigerte Waffenwirkung eine sichere Deckung der Truppen notwendig mache („Wenn nötig lasst euch töten. Aber mir wäre lieber, ihr tut eure Pflicht und bleibt am Leben.“[13]). Seine gegensätzlichen Ansichten, die er unter dem Schlagwort «Le feu tue» (Feuerkraft tötet) zusammenfasste, behinderten Pétains militärischen Aufstieg. Nach nur sechs Monaten wurde er als Instrukteur abgelöst und zum 5. Infanterieregiment versetzt.

Trotz der kritischen Betrachtung seiner taktischen Ideen wirkte Pétain zwischen 1901 und 1903 sowie 1904 und 1907 an der École supérieure de guerre. Zunächst als Hilfsprofessor für Infanterie-Taktik, dann besetzte er den Lehrstuhl für Infanterie. Neben seinem Lehrauftrag verfasste er Memoranden zur Verbesserung des Zusammenspiels zwischen Infanterie und Artillerie, einem Bereich, der durch den französischen Generalstab vernachlässigt worden war.[14] Mit seiner unverhohlenen Geringschätzung für die Offensive à outrance blieb Pétain innerhalb des Offizierskorps in der Minderheit und fand auch bei seinen Vorgesetzten keine Unterstützung. Nachdem Foch die Leitung der Kriegshochschule übernommen hatte, löste er Pétain als Dozent ab und setzte ihn vorübergehend als Lieutenant-Colonel des 118. Infanterieregiments in Quimper ein. Zwischen 1908 und 1911 kehrte Pétain letztmals als Taktik-Professor an die École supérieure de guerre zurück.

Nach der Verwendung als Dozent wechselte Pétain am 26. Juni 1911 wieder in die Truppenführung und übernahm als Colonel das 33. Infanterieregiment in Arras. Dort gehörte der junge Sous-lieutenant Charles de Gaulle ab 1912 dem Regimentsstab an. Als man Pétain am 20. März 1914 den Befehl über die 4. Infanteriebrigade in Saint-Omer übertrug, verwehrte ihm das Kriegsministerium die damit verbundene Beförderung zum Général de brigade. In seinen 36 Dienstjahren hatte Pétain an keinem Kampfgeschehen aktiv teilgenommen, und nach einer unauffällig verlaufenen Offizierskarriere begann er mit den Vorbereitungen auf den Ruhestand.

Mit Auslösen der Generalmobilmachung am 2. August 1914 wurde Pétains Brigade der 5. Armee unter Général Charles Lanrezac zugeordnet. Diese marschierte den heranrückenden deutschen Truppen entgegen und sollte deren Übergang über die Maas verhindern. Während der nun einsetzenden Grenzgefechte fand Pétain am 14. August nahe dem belgischen Dinant erstmals im aktiven Kampfeinsatz Verwendung.[15] In der folgenden Schlacht an der Sambre (21. bis 23. August) gelang es Pétains Einheiten, den taktischen Rückzug der 5. Armee zu decken, und auch während der Schlacht bei St. Quentin (28. bis 30. August) tat er sich als fähiger Kommandeur hervor. In den ersten Kriegswochen enthob das französische Oberkommando hunderte Offiziere von ihren Posten, und mit der Beförderung zum Général de brigade begann der späte militärische Aufstieg des 58-jährigen Pétain, der sich noch vor Kriegsbeginn in den Ruhestand verabschieden wollte. Im Zuge des deutschen Vormarschs auf Paris erhielt Pétain am 2. September den Befehl über die 6. Infanteriedivision. Im Verlauf der kriegsentscheidenden Marneschlacht wurde die Division zwischen dem Aisne-Marne-Kanal und dem Fort de Brimont in heftige Abwehrgefechte verwickelt.[16] Nach dem überraschenden französisch-britischen Gegenstoß zog sich die vorrückende deutsche Armee wieder zurück („Wunder an der Marne“). Aufgrund seines entschlossenen und besonnenen Handelns hatte sich Pétain erfolgreich für höhere Aufgaben empfohlen und erhielt am 14. September den Rang eines Général de division. In Anerkennung seiner strategischen Leistungen während der Frühphase des Krieges zeichnete man ihn mit dem Offizierskreuz der Ehrenlegion aus.

Mit der rasch folgenden Beförderung zum Général de corps d'armée am 20. Oktober 1914 war Pétain innerhalb von elf Kriegswochen zu einem Vier-Sterne-General aufgestiegen und wurde mit dem Befehl über das XXXIII. Armeekorps bedacht. Dieses stand im Raum Arras und gehörte der neu gebildeten 10. Armee unter Louis Ernest de Maud’huy an. Nach dem Übergang vom Bewegungs- in den Stellungskrieg (Wettlauf zum Meer) sorgte sich Pétain als einer der wenigen höheren französischen Kommandeure um die Versorgung und das Wohlergehen der einfachen Soldaten. Während der Grabenkämpfe bemühte er sich um die Verbesserung ihrer Alltagsbedingungen und bildete die ihm unterstellten Einheiten in den Wintermonaten für die bevorstehenden Offensiven des Jahres 1915 aus. Durch seine Haltung galt Pétain als „menschlicher General“.[17] Nach Beginn der Lorettoschlacht im Mai 1915 durchbrachen Pétains Verbände die deutschen Stellungen am Höhenzug von Vimy, jedoch misslang die geplante Einnahme der Ortschaft Carency, und die Operation musste aufgrund fehlender Reserven abgebrochen werden.

Durch seine, wenn auch begrenzten, Erfolge in der Lorettoschlacht rückte Pétain in das Blickfeld des Oberbefehlshabers Joseph Joffre, der ihn am 21. Juni 1915 an die Spitze der 2. Armee berief und zum Général d’armée ernannte. Pétain erhielt den Befehl, eine französische Offensive in der Champagne vorzubereiten, und seine Armee wurde um Kolonialtruppen erweitert.[18] Die gescheiterten Angriffsversuche während der Herbstschlacht in der Champagne (September bis November 1915) zeigten auf, dass Pétain mit seinen Theorien Recht behalten hatte, die er als Instrukteur an der Militärakademie aufgestellt hatte. Die Verteidiger waren strategisch im Vorteil, und Großangriffe der Infanterie gegen stark ausgebaute, von Maschinengewehren verteidigte Stellungen und Artilleriebeschuss bis dato unbekannten Ausmaßes führten zu ergebnislosen Materialschlachten. Die Westfront verharrte im Stellungskrieg. Als Konsequenz lehnte Pétain die Durchführung weiterer Offensiven ab und empfahl in einer Denkschrift eine defensivere Kriegsführung („die Artillerie erobert, die Infanterie besetzt“).[19] Die Entente solle zunächst eine Überlegenheit der Waffen herstellen und dann zu örtlich begrenzten Offensiven übergehen.

Zu Beginn des Jahres 1916 verfolgte das Deutsche Reich an der Westfront eine „Ermattungsstrategie.“[20] Die Oberste Heeresleitung unter Erich von Falkenhayn wollte die Kriegsentscheidung in einer Materialschlacht herbeiführen und die französische Armee „ausbluten“ lassen.[21] Mit einer massiven Großoffensive im Frontbogen um die Festung Verdun versuchten sie ab dem 21. Februar 1916 die französischen Stellungen zu durchbrechen (Schlacht um Verdun). Nach dem Fall des strategisch wichtigen Forts Douaumont (25. Februar) verlegte das französische Oberkommando die 2. Armee aus der operativen Reserve am 26. Februar in den Frontsektor von Verdun. Trotz einer akuten Bronchitis[22] wurde Général Pétain neuer Befehlshaber aller in diesem Abschnitt eingesetzten Truppen und organisierte die Verteidigung. Sein Hauptquartier verlegte er in den unmittelbaren Bereich der Etappe und bezog die Mairie der Gemeinde Souilly. In der klaren Überzeugung, dass es sich bei der Beschränkung des deutschen Angriffs auf das rechte Maas-Ufer um einen schweren taktischen Fehler gehandelt hatte, ließ er den inneren Verteidigungsring zu einer von ihm benannten Sperrfeuerstellung ausbauen. Er reorganisierte die Artillerie, und die Geschützbatterien sollten die Angriffe der Deutschen jederzeit zum Erliegen bringen. Pétain ergriff Maßnahmen zur effektiveren Organisation des Nachschubs, und täglich versorgten 3.500 Lastwagen die Fronttruppen über die Voie Sacrée. Ausschlaggebend für die dauerhafte Stabilisierung der Front war die Einführung des von Pétain entwickelten Noria-Reservesystems. Hatten kämpfende Einheiten ein Drittel ihrer Kampfstärke verloren, wurden sie nach einem kurzen Fronteinsatz in Reservestellungen und andere Abschnitte verlegt. Die kurzen Kampfzeiten vor Verdun verringerten spürbar die Erschöpfung und damit die Ausfallraten der Soldaten, stärkten die Moral und den Widerstandsgeist. Insgesamt wurden bis zum Ende des Krieges 259 der 330 französischen Infanteriedivisionen vor Verdun eingesetzt. Dieser Umstand war ein wesentlicher Faktor in der Etablierung Verduns als symbolischer Erinnerungsort des ungebrochenen französischen Widerstands.

Während des gesamten Monats April organisierte Pétain die erbitterte Verteidigung des Forts Vaux sowie der Höhenzüge „304“ und „Le Mort Homme“. Gleichzeitig befahl er einen Vorstoß auf sein nunmehr zentrales Ziel, die Wiedereroberung des Forts Douaumont, um eine neue Flanke gegen die Deutschen zu eröffnen. Die erfolgreiche Abwehr der deutschen Versuche, die „Höhe 304“ und „Le Mort Homme“ zu erobern, veranlasste Pétain, am 10. April eine an die Soldaten der 2. Armee gerichtete Erklärung zu verfassen, in der er sie zu noch größeren Anstrengungen aufrief und die zu den berühmtesten des Ersten Weltkriegs zählt:

 

    „Der 9. April ist ein ruhmreicher Tag für unsere Streitkräfte. Die erbitterten Angriffe der Soldaten des Kronprinzen sind überall gescheitert: Infanteristen, Kanoniere, Pioniere und Piloten der 2. Armee haben einander an Heldentum übertroffen. Meine Hochachtung an alle. Die Deutschen werden gewiss weiter angreifen. Möge ein jeder ebenso viel Einsatz zeigen wie bisher.

 

    Nur Mut! … Wir werden sie besiegen!“

 

Pétain, den Joffre unentwegt zu Gegenangriffen aufforderte, stand nach wie vor gegen die Offensive à outrance und vermied verlustreiche, aussichtslose Angriffsoperationen. Trotz seiner unbestreitbaren Abwehrerfolge wurde Pétain am 1. Mai 1916 durch Robert Nivelle an der Spitze der 2. Armee ersetzt. Mit der Ernennung Nivelles setzte das Oberkommando auf einen Vertreter der offensiven Verteidigungsstrategie. Pétain hatte sich als kompetenter und fähiger Heerführer erwiesen, wurde jedoch gegen seinen Wunsch zum Oberbefehlshaber der übergeordneten Groupe d’Armées du Centre (Heeresgruppe Mitte) in Bar-le-Duc ernannt. Joseph Joffre hoffte, der zu ständigem Pessimismus neigende Pétain werde die allgemeine Situation besser überblicken, wenn er ihm mehr Abstand und den Befehl über eine breitere Front verschaffte.[24] Neben der Leitung der Verteidigung Verduns hatte er zusätzlich die Frontabschnitte der 3., 4. und die 5. Armee in seinem Verantwortungsbereich. Die Kämpfe um Verdun gingen mit unverminderter Härte weiter, und die Franzosen mussten Fort Vaux am 7. Juni räumen. Durch britische Entlastungsangriffe an der Somme, die russische Brussilow-Offensive sowie einen Wechsel in der Obersten Heeresleitung konnte die französische Armee erfolgreiche Gegenoffensiven einleiten. Diese führten am 24. Oktober zur Rückeroberung Douaumonts und wurden nach einem taktischen Sieg am 20. Dezember 1916 eingestellt.

Durch seine Zuversicht und unerschütterliche Standhaftigkeit, mit der Pétain seine Truppen immer wieder angetrieben hatte, erlangte er im Frühjahr 1916 landesweite Bekanntheit. Seine berühmten Tagesbefehle (« Courage!… On les aura! » „Nur Mut! … Wir kriegen sie noch!“ und « Ils ne passeront pas! » „Sie werden nicht durchkommen!“) trugen erheblich zu seiner Aura als „Retter Frankreichs“ bei, und die französische Presse bezeichnete ihn als „Held von Verdun“. Als der politisch gut vernetzte Nivelle im Dezember 1916 zum neuen Oberbefehlshaber ernannt wurde, erfuhr Pétain eine unerwartete Zurückstufung.

Mit der am 16. April 1917 einsetzenden Frühjahrsoffensive an der Aisne versuchte das neue französische Oberkommando unter Robert Nivelle den Stellungskrieg aufzubrechen. Nach enormen Verlusten brach die unzureichend vorbereitete Operation unter deutschem Abwehrfeuer am Höhenzug des Chemin des Dames zusammen. Infolge des Scheiterns verweigerten große Teile der demoralisierten Nordarmeen den Befehl und meuterten gegen den als „Blutsäufer“ bezeichneten Nivelle.[26] Die weit ausgreifenden Gehorsamsverweigerungen erfassten 68 der 112 französischen Divisionen,[27] wodurch dem gesamten Frontabschnitt im Mai 1917 der Zusammenbruch drohte (Meutereien in der französischen Armee). Angesichts der militärischen Krise forderte Kriegsminister Paul Painlevé die Einstellung der Offensive und sprach sich im Kabinett für einen Wechsel in der Armeeführung aus. Die Regierung enthob Nivelle seines Postens und ernannte Philippe Pétain, der bereits im Vorfeld Kritik an den Planungen seines Vorgängers geäußert hatte, am 15. Mai 1917 zum neuen Oberbefehlshaber des Heeres. Als Befehlsstelle unterstand ihm das im Schloss Compiègne untergebrachte Grand Quartier Général (G.Q.G.), das von Pétain diverse Umstrukturierungen erfuhr. Besonderes Augenmerk legte er auf die Schaffung eigener Stabsstellen (Bureaux) für die Luftfahrt, Telegrafie, Kryptographie und die Verbindung zu den zivilen Behörden.[28]

Unter dem Eindruck der russischen Februarrevolution sahen zahlreiche Regierungsmitglieder die Meutereien als Folge einer bolschewistischen Unterwanderung. Pétain hingegen erkannte, nach zahlreichen Frontbesuchen und persönlichen Gesprächen mit den Soldaten (Poilu), dass es ihnen nicht um politische Forderungen ging, sondern um Veränderungen sowohl im Dienstverhältnis als auch der Würdigung ihrer Alltagssituation. Weniger durch drakonische Disziplinarmaßnahmen – von den 554 durch Militärgerichte ausgesprochenen Todesurteilen ließ Pétain lediglich 49 vollstrecken[29] – als vielmehr durch eine Verbesserung der Nachschuborganisation, Unterbringung in Regenerationslagern, Reform der Fronturlaube sowie Einführung des Rotationsprinzips gelang es Pétain, die Kampfbereitschaft und den Gehorsam der Truppen bis zum Juli 1917 wiederherzustellen. Der bei den Soldaten populäre Pétain und „Apostel der Defensive“[30] vollzog umgehend einen grundlegenden Wechsel in der französischen Kriegstaktik. Gemäß seiner Maxime „Feuerkraft tötet“ (« Le feu tue ») beschränkte er sich in den nächsten Monaten auf eine defensivere, abwartende Kriegsführung und befahl lediglich begrenzte Angriffsoperationen, die durch massives Artilleriefeuer unterstützt wurden (Schlacht bei Malmaison).

In der Directive No. 4 vom 22. Dezember 1917 legte Pétain seine Ansichten über die kommenden Entwicklungen dar:

    „Die Entente kann die Überlegenheit der Streitkräfte wiedererringen, wenn die amerikanische Armee fähig ist, eine bestimmte Zahl großer Einheiten heranzuführen. Bis dahin müssen wir uns auch auf die Gefahr einer nicht wiedergutzumachenden Abnutzung hin abwartend verhalten, wir dürfen dabei aber die Idee nicht aufgeben, die Offensive, die allein den Endsieg bringen kann, so bald wie möglich zu beginnen.“

Von der Regierung forderte er die verstärkte Produktion und Bereitstellung der neuen Panzerwaffe („Ich warte auf die Amerikaner und die Panzer“).[32]

Nach Beginn der deutschen Frühjahrsoffensive am 21. März 1918 gerieten die Streitkräfte der Entente unter Druck. Das Unternehmen Michael setzte an der Nahtstelle zwischen der französischen Armee und der British Expeditionary Force (BEF) an und hatte das Ziel, dieses nach Norden abzudrängen. In dieser kritischen Lage hielt Pétain den Großteil seiner Reserve für den zu erwartenden deutschen Vorstoß auf Paris zurück und verlegte nur wenige Divisionen an den Frontabschnitt der schwer bedrängten britischen 5. Armee. Aufgrund der militärischen Krise erkannten die Entente-Mächte auf einer Sitzung des Alliierten Obersten Kriegsrats (Konferenz von Doullens) am 26. März die Notwendigkeit einer einheitlichen, koordinierten Kriegsführung und beschlossen die Bildung eines gemeinsamen Oberbefehls. Während der Konferenz beschuldigte Pétain die Briten, sie würden eigensinnig nur ihre eigenen Kriegsziele verfolgen, und empfahl eine Räumung der Hauptstadt.[33] Gegenüber Premierminister Georges Clemenceau befürchtete Pétain, der britische Oberbefehlshaber Douglas Haig „sei ein Mann, der innerhalb der nächsten vierzehn Tage im offenen Feld werde kapitulieren müssen“,[34] wohingegen Ferdinand Foch zu fanatischem Widerstand aufrief. Hinsichtlich der Vorbehalte Pétains gegenüber den Briten und seines offen gezeigten Pessimismus wurde er nicht für den Posten des gemeinsamen Oberkommandeurs vorgeschlagen. Man einigte sich schließlich auf Foch, der als Generalissimus den Oberbefehl aller Truppen an der Westfront erhielt und fortan für die gemeinsame Kriegsführung verantwortlich war. Foch warf die französischen Reserven an die Front und konnte den deutschen Vormarsch aufhalten, der allerdings im Mai/Juni 1918 erneut aufgenommen wurde. Die Deutschen eroberten Soissons und stießen bis zur Marne vor (Schlacht an der Aisne). Dieser kritischen Situation begegnete Pétain durch die Errichtung einer gestaffelten Verteidigung in der Tiefe unter der vorübergehenden Preisgabe französischen Territoriums. Trotz der Vorbehalte innerhalb der Generalität bewährte sich Pétains Verteidigungsstrategie, und der deutsche Vormarsch konnte im Juli bei Reims aufgehalten werden.[35] Für seine Erfolge wurde Pétain mit der Militärmedaille geehrt. Gegenüber Foch plädierte Pétain für die Miteinbeziehung des US-Expeditionskorps, und die erhöhte Präsenz der ständig wachsenden Zahl amerikanischer Truppen verstärkte die Linien und verbesserte die Moral der kämpfenden französischen Verbände.[36] In der Zweiten Marneschlacht setzte Foch am 18. Juli zu einem schnellen Gegenstoß an, und nach der Schlacht bei Amiens erlangte die Entente endgültig die strategische Oberhand. Anschließend befahl Foch das koordinierte Vorgehen aller Streitkräfte und erzwang mit der Hunderttageoffensive (August bis November) den deutschen Rückzug hinter die Siegfriedstellung.

Um dem bevorstehenden Zusammenbruch zu entgehen, richtete das Deutsche Reich ein Gesuch um einen Waffenstillstand an die Entente, der am 11. November in Compiègne unterzeichnet wurde. Durch den Waffenstillstand wurden die Planungen Pétains und seines Stabschefs Edmond Buat für eine französisch-amerikanische Offensive in Lothringen hinfällig. Diese hätte einen Vorstoß mit 25 Divisionen aus dem Raum Verdun auf deutsches Territorium zum Ziel gehabt und sollte das Reich zur Kapitulation zwingen.[37]

Am 19. November 1918 zog Pétain feierlich an der Spitze der 10. Armee in das von den Deutschen geräumte Metz ein.

Neben Ferdinand Foch, dem die Siege des Jahres 1918 zugeschrieben wurden, zählte Pétain nach Kriegsende zu den angesehensten Befehlshabern der französischen Armee und war ein gefeierter Nationalheld. Aufgrund seiner Verdienste ernannte ihn die Nationalversammlung am 21. November 1918 per Dekret zum Marschall von Frankreich, der höchsten militärischen Auszeichnung der Republik.

Im Ehrenhof der Festung Metz erhielt Pétain am 8. Dezember 1918 aus den Händen des Staatspräsidenten Raymond Poincaré den Marschallstab, der ihn in seiner Ansprache ehrte:

    „Sie haben beim französischen Soldaten alles erzielt, was Sie verlangt haben. Sie haben ihn verstanden, Sie haben ihn geliebt, und er hat Ihnen für die Zuneigung und Fürsorge, die Sie ihm entgegengebracht haben, mit Gehorsam und Hingabe gedankt […] Faberts Tugenden sind auch die Ihren gewesen: Klugheit, Methode, ständige Sorge um das Wohlergehen der Truppe; das Streben, dem Lande alle Eigenliebe und jedes persönliche Interesse zu opfern.“

 

Pétains Ansehen im Ausland manifestierte sich durch militärische Ehrerweisungen aller verbündeten Staaten. Als weiteren Ausdruck der öffentlichen Wertschätzung wurde Pétain am 12. April 1919 durch das Institut de France in die Akademie der Moralischen und Politischen Wissenschaften aufgenommen. Den unweigerlichen Höhepunkt seiner Offizierslaufbahn bildete der französische Nationalfeiertag, der am 14. Juli 1919 mit einem Siegeszug anlässlich der Beendigung des Ersten Weltkriegs verbunden wurde. Dabei zogen erstmals Truppen aller Bündnismächte über die Avenue des Champs-Élysées in Paris. Auf einem Schimmel führte Marschall Pétain die französischen Einheiten an, die aus Angehörigen aller Départements zusammengesetzt waren.

Im Zuge der Auflösung des Grand Quartier Général legte Pétain die Funktion des Oberbefehlshabers am 20. Oktober 1919 nieder.

 Vizepräsidenten des Conseil Supérieur de la Guerre (CSG) ernannt, da er im Gegensatz zu Foch als loyaler Republikaner galt, der sich nicht in die Belange der Politik einmischte.[39] Damit war er Vorsitzender der höchsten militärischen Institution Frankreichs und hätte im Kriegsfall automatisch den Oberbefehl ausgeübt. Zusätzlich übernahm Pétain im Februar 1922 das Amt des Generalinspekteurs der Armee, wodurch er eine beratende Funktion im Conseil Supérieur de la Défense Nationale (CSDN) erhielt. Die Aufgabe des Verteidigungsrates bestand in der Vorbereitung einer möglichen Kriegsstrategie, Entscheidungen über Bewaffnung, Ausbildung und Aufstellung der Streitkräfte. Gegenüber Beschlüssen des Generalstabschefs besaß Pétain ein Vetorecht.[40] Diesen Posten konnte er mit seinen Vertrauten Edmond Buat und nach dessen Tod 1923 mit Marie-Eugène Debeney besetzen.

In seinen Funktionen prägte Pétain die Verteidigungsdoktrin Frankreichs entscheidend mit. Die von Général Debeney ausgearbeitete und durch Pétain im Jahr 1921 erlassene Instruction provisoire sur la conduite des grandes unités (Vorläufige Anweisung zum Verhalten großer Einheiten) sollte bis 1935 offizielle Doktrin der französischen Armee bleiben. Die Instruction stützte sich auf Pétains Erkenntnisse und Schlussfolgerungen des Stellungskrieges und sah im Falle eines erneuten deutschen Angriffs auf Frankreich eine strikt defensive Kriegstaktik vor.[41] Die Offensive sei nur mit ausreichender Feuerkraft und personeller Überlegenheit in Betracht zu ziehen. Pétain manifestierte den Primat der Infanterie, während Panzer und Luftstreitkräfte einzig unterstützende Waffengattungen seien. Zur wirksamen Verteidigung Frankreichs verlangte er die Bereitstellung von 6.875 Panzern,[42] wenngleich seine Grundsatzanweisungen zur Rolle der Panzerwaffe lediglich den Satz „Panzer unterstützen das Vorgehen der Infanterie durch Niederkämpfen von Feldbefestigungen und von hartnäckigem Widerstand der Infanterie“ enthielten.[

Hohe Verlustzahlen während des Ersten Weltkriegs (1,3 Millionen Gefallene) und eine im Verhältnis zum Deutschen Reich niedrigere Geburtenrate waren die Hauptgründe für die defensive militärische Ausrichtung Frankreichs. Pétain hatte den politischen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, da die Regierung 1923 eine Verkürzung der Wehrpflicht von 36 auf 18 Monate beschlossen hatte und regelmäßig Reduzierungen des Militärbudgets vornahm.[44] Die Regierung beauftragte die Armee mit der Erstellung einer Studie zur Verteidigung der Grenzen, um nach den Erfahrungen des Jahres 1914 gegen eine erneute deutsche Invasion vorbereitet zu sein. Im Rahmen dieser Studie sprach sich Pétain für eine lineare, befestigte Front aus und plädierte für den Ausbau starker Verteidigungsbefestigungen entlang der Grenze, um die „Unantastbarkeit“ französischen Territoriums zu garantieren.[45] Dabei orientierte er sich am Vorbild der Festungsstadt Verdun und persönlichen Abwehrerfolgen. Während einer ausgedehnten Besichtigungs- und Inspektionsreise der französischen Bunkeranlagen 1927/28 sowie im Zuge einer erneuten Reduzierung der Wehrpflicht auf zwölf Monate schob Pétain die Debatte zur Errichtung eines Schutzwalls voran. Obwohl die 1920er Jahre durch Einsparungen des französischen Militärhaushalts gekennzeichnet waren, genehmigte das Parlament 1930 die finanziellen Mittel zum Bau einer befestigten Verteidigungslinie. Den entsprechenden Gesetzesentwurf hatte Kriegsminister André Maginot eingebracht, und die Befestigung erhielt den Namen Maginot-Linie. Bis zum November 1936 galten 1000 Kilometer als fertiggestellt,[46] die Kosten beliefen sich auf fünf Milliarden Francs. Das Dogma der Unbesiegbarkeit der Maginot-Linie war geboren, und die öffentliche Meinung Frankreichs blickte mit geradezu religiösem Vertrauen auf die Befestigungslinie.

1925 berief Pétain den von ihm geförderten Charles de Gaulle in seinen persönlichen Stab. De Gaulles wesentliche Aufgabe bestand darin, zwei militärische Abhandlungen vorzubereiten, die unter dem Namen des berühmten Marschalls erscheinen sollten. Über den Inhalt gab es zwischen ihnen Auseinandersetzungen, was zu einer deutlichen Abkühlung des freundschaftlichen Verhältnisses führte.

Nach dem Tod Ferdinand Fochs wurde Pétain 1929 einstimmig als Mitglied in die renommierte Académie française gewählt und am 22. Januar 1931 offiziell eingeführt. Die Laudatio hielt der Schriftsteller Paul Valéry.

Mit Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren nahm Philippe Pétain am 9. Februar 1931 seinen Abschied aus der Armee. Die Funktionen als Vizepräsident des Obersten Kriegsrates und des Generalinspekteurs übergab er an Général Maxime Weygand.

Der seit 1921 schwelende Aufstand der Rifkabylen, eines Berberstamms unter der Führung Abd al-Karims, bedrohte die spanische Kolonialherrschaft in Nord-Marokko (Rifkrieg). Den Spaniern gelang es nicht, die zwischenzeitlich unabhängig gewordene Rif-Republik niederzuschlagen. Die Unruhen drohten sich auch auf das französische Protektorat auszuweiten, und Generalresident Hubert Lyautey schien die Lage zu entgleiten. Die Regierung Painlevé sicherte den bedrängten Spaniern ihre Unterstützung zu. Sie verständigte sich mit Miguel Primo de Rivera auf eine gemeinsame militärische Operation und verlegte umfangreiche Truppenkontingente nach Nordafrika.

Trotz seiner Vorbehalte, nie in den Kolonien gedient zu haben, betraute die Regierung Marschall Pétain am 13. Juli 1925 mit dem Oberbefehl über die Expeditionsstreitkräfte. Mit der Ernennung Pétains, der enorme zivile und militärische Reputation genoss, wollte man die zum Pazifismus tendierende öffentliche Meinung für einen Krieg gewinnen.Am 3. September traf Pétain im marokkanischen Fès ein und übernahm die Befehlsgewalt, Général Alphonse Georges machte er zu seinem Stabschef und wichtigsten Mitarbeiter. Die Ankunft Pétains führte zum freiwilligen Ausscheiden des verbitterten Lyautey aus seinem Amt. Die spanisch-französische Streitmacht zählte eine Stärke von 250.000 Mann und wurde durch Artillerie, Panzer und Flugzeuge unterstützt. Unter massivem Materialeinsatz, Zerstörung der Infrastruktur durch Luftangriffe und starkem Artilleriefeuer gelang es Pétain, die Guerilla-Aktionen der Aufständischen einzudämmen und bis Jahresende 1925 zum Rückzug in das Rif-Gebirge zu zwingen. Pétain ließ die fruchtbaren Anbaugebiete im Norden des Landes besetzen und konnte somit die Lebensmittelversorgung der Aufständischen unterbinden. In einer sorgfältig vorbereiteten Offensive rückten die Spanier am 15. April 1926 von Al Hoceïma in den Gebirgszug ein, die französischen Truppen stießen von Süden in Richtung Ajdir vor. Während der Kampfhandlungen setzten die Europäer völkerrechtswidrig Senfgasbomben ein[51] (Chemiewaffeneinsatz im Rifkrieg). Gegenüber den technologisch überlegenen Expeditionsstreitkräften musste al-Karim am 27. Mai 1926 kapitulieren, und die Kolonialmächte konnten ihre Herrschaft vollständig wiederherstellen.

Für seine Verdienste wurde Pétain vom spanischen König Alfons XIII. in der Infanterieakademie von Toledo mit der Medalla Militar ausgezeichnet.

Obwohl Philippe Pétain seinen Abschied aus der Armee genommen hatte, stellte er auch weiterhin eine bedeutende Persönlichkeit in der französischen Öffentlichkeit dar. Seine ungebrochene Autorität als Held von Verdun und Marschall von Frankreich waren in der Gesellschaft fest verankert. Verschiedene rechte Gruppierungen buhlten um die Gunst des Kriegshelden, der bereits in den 1920er-Jahren eine Tendenz zu autoritären, antiparlamentarischen politischen Ansätzen entwickelt hatte und eine zunehmend kritische Haltung zum parlamentarischen Regierungssystem einnahm. Insbesondere der politisch aktive Publizist Gustave Hervé trat öffentlich für die Schaffung einer autoritären Regierungsform ein und sah in einer Diktatur des Marschalls Pétain die einzige Möglichkeit Frankreich zu retten.Pétain brachte dem spanischen Militärdiktator Miguel Primo de Rivera große Bewunderung entgegen, der sein Land unter der Parole „Vaterland, Religion, Monarchie“ erneuern wollte.

1931 erhielt Pétain eine Einladung des amerikanischen Generals John J. Pershing und reiste mit der Delegation des Premierministers Pierre Laval zu einem Staatsbesuch in die Vereinigten Staaten. Als offizieller Vertreter der Französischen Republik nahm Pétain an der 150–Jahr–Feier zur Schlacht von Yorktown teil, die den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen England entschieden hatte. Dabei betonte er – in demonstrativer Abgrenzung gegenüber Großbritannien – das Bündnis zwischen Frankreich und den USA. Anlässlich des Besuchs ehrte die Stadt New York den hoch angesehenen Marschall am 26. Oktober mit einer Parade am Broadway.

Die Weltwirtschaftskrise führte zu einer innenpolitischen Instabilität der Dritten Republik, die in den blutigen Unruhen vom 6. Februar 1934 ihren Höhepunkt fand und zum Sturz der Regierung Édouard Daladier führte. Staatspräsident Albert Lebrun beauftragte daraufhin den Konservativen Gaston Doumergue am 8. Februar mit der Bildung einer neuen Regierung der Union Nationale. Doumergue wiederum bat Pétain, den Posten des Kriegsministers anzunehmen, denn nach seiner Ansicht stellte die in allen politischen Lagern respektierte Person des Marschalls im neuen Kabinett ein Unterpfand zur Beruhigung der Kriegsveteranen (z. B. Jeunesses patriotes, Croix de Feu) dar.

Nach seinem endgültigen Eintritt in die zivile Politik hatte Pétain mit den in Ministerien üblichen Schwierigkeiten zu kämpfen und schlug sich mit der wichtigsten herum, dem seinem Geschäftsbereich zugemessenen Budget. Die finanzielle Lage Frankreichs war angespannt und erforderte Sparmaßnahmen. Pétain, der sich als Soldat beunruhigt über die deutsche Wiederaufrüstung gezeigt hatte, musste als Minister eine Reduzierung der Militärkredite billigen. Auch eine Gesetzesvorlage zur Verlängerung der Wehrpflicht auf 24 Monate fand keine parlamentarische Mehrheit. Gegenüber dem außenpolitischen Kurs des Außenministers Louis Barthou, der die osteuropäischen Staaten an Frankreich binden wollte (Pacte de l’Est), war Pétain im Hinblick auf die militärische Stärke dieser Staaten äußerst kritisch.[55] Mit der Ermordung Barthous und des jugoslawischen Königs Alexander I. am 9. Oktober in Marseille fand diese Bestrebung ihr plötzliches Ende, und die Regierung geriet in eine Krise. Als Abgesandter Frankreichs reiste Pétain zu der Beerdigungszeremonie nach Topola und traf dort mit dem deutschen Vertreter Hermann Göring zusammen, über den er sich im Anschluss positiv äußerte.

Die Regierung Doumergue scheiterte nach neunmonatiger Amtszeit am 8. November 1934. Sie hatte eine Revision der Verfassungsgesetze von 1875 zur Stärkung der Exekutivgewalt gegenüber der Legislative eingebracht, jedoch in der Abgeordnetenkammer keine Mehrheit erhalten.

Nach der Anerkennung des nationalistischen Franco-Spanien durch die französische Regierung wurde Marschall Pétain am 2. März 1939 zum außerordentlichen Botschafter Frankreichs in Spanien ernannt und überreichte Innenminister Ramón Serrano Súñer am 24. März in Burgos sein Akkreditierungsschreiben. Aufgrund seiner Erfolge während des Rifkrieges genoss Pétain im Nachbarland großes Ansehen und sollte die Neutralität Spaniens im Hinblick auf den bevorstehenden Konflikt mit dem Deutschen Reich gewährleisten, das eine aggressive Außenpolitik betrieb. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 lehnte Pétain das Angebot des Premierministers Édouard Daladier, in das französische Kriegskabinett einzutreten, ab und verblieb als Botschafter in Spanien.

Mit dem deutschen Angriff in Westeuropa endete am 10. Mai 1940 die Phase des drôle de guerre. Unter Umgehung der Maginot-Linie passierten deutsche Panzerverbände die Ardennen, überquerten nach dem unerwarteten Frontdurchbruch bei Sedan am 15. Mai die Maas und stießen zum Ärmelkanal vor (Sichelschnittplan). Bereits wenige Tage nach Beginn der Kampfhandlungen war Frankreich in eine schwere militärische und politische Krise geraten, weshalb sich Premierminister Paul Reynaud zu einer Kabinettsumbildung gezwungen sah. Er fügte das Kriegsministerium seinem Portfolio hinzu, ernannte Georges Mandel zum Innenminister und nahm Kontakt zu Philippe Pétain auf, der sich am 18. Mai bereit erklärte, als stellvertretender Regierungschef in das Kabinett einzutreten. Den glücklosen Oberbefehlshaber Maurice Gamelin ersetzte Reynaud durch Maxime Weygand. Durch den Regierungseintritt des mittlerweile 84-jährigen Pétain, während des Ersten Weltkriegs Symbolfigur des Durchhaltewillens, erhoffte sich Reynaud eine Stärkung der Moral und der Verteidigungsbereitschaft. In einer Rundfunkansprache erklärte er:

 

    „Der Sieger von Verdun, Marschall Pétain, ist heute Morgen aus Madrid zurückgekehrt. Er wird an meiner Seite stehen […] all seine Weisheit und all seine Kraft in den Dienst unseres Landes stellen. Er wird dort bleiben, bis der Krieg gewonnen ist.“[57]

 

Die Ernennung des populären Marschalls fand in der französischen Öffentlichkeit großen Anklang und wurde als „divine surprise“ (himmlische Überraschung) hoffnungsvoll begrüßt. Der Schriftsteller François Mauriac schrieb: „Diesen Greis haben uns die Toten von Verdun geschickt.“[58] Die militärische Lage allerdings verschlechterte sich nahezu täglich, denn die Westmächte konnten dem Blitzkrieg keine wirkungsvolle Verteidigung entgegenstellen, und der schnelle deutsche Vormarsch zur Kanalküste schloss den Hauptteil der alliierten Streitkräfte in Nordfrankreich ein (Schlacht von Dünkirchen). Während der Sitzung des Britisch-Französischen Kriegsrates vom 25. Mai zeigte Pétain eine defätistische Haltung. Frankreich sei auf den Krieg schlecht vorbereitet, und er machte die politischen Entscheidungsträger für die drohende Niederlage verantwortlich. Der Marschall war nicht bereit, den Kampf bis zum Äußersten zu führen:

 

    „Ich kann nicht zulassen, dass man die Fehler der Politik auf die Armee abwälzt […] Es ist einfach und dumm zu sagen, man werde bis zum letzten Mann kämpfen. Man sagt so etwas besser nicht und tut es auch nicht. Nach unseren Verlusten im letzten Krieg und unserer schwachen Geburtenzahl ist dies außerdem ein Verbrechen!“[59]

 

Nach der Niederlage in Dünkirchen und der Evakuierung des Britischen Expeditionskorps (Operation Dynamo) bereitete die Wehrmacht ihren Angriff auf Paris vor (Fall Rot). Die eilig errichtete Weygand-Linie, eine Auffangstellung der Franzosen südlich der Somme und der Aisne, konnte den deutschen Vorstoß nicht aufhalten. Die französische Armee stand unmittelbar vor dem Zusammenbruch,[60] Millionen ziviler Binnenflüchtlinge und zunehmende Kriegspanik lösten die öffentliche Ordnung auf.[61] Am 10. Juni verließen die französischen Verfassungsorgane die Hauptstadt und flohen über Tours nach Bordeaux. Paris, das man zur offenen Stadt erklärte, wurde von den Deutschen am 14. Juni kampflos besetzt. Vor diesem Hintergrund appellierte Oberbefehlshaber Weygand an die Regierung, der Vernichtung der Armee ein Ende zu bereiten und die Deutschen um Bekanntgabe der Waffenstillstandsbedingungen zu ersuchen. Diesbezüglich herrschte im Kabinett Uneinigkeit, und zwei konträre Auffassungen traten zutage: Premierminister Reynaud und Charles de Gaulle, seit dem 6. Juni Staatssekretär im Kriegsministerium, plädierten für eine Fortsetzung des militärischen Widerstands. Notfalls solle sich die Regierung in der „Festung Bretagne“ verschanzen oder nach Nordafrika absetzen, um dieses als Basis des weiteren Kampfes zu nutzen.[62] Pétain hingegen hielt eine Fortsetzung des Krieges für aussichtslos und unterstützte Weygands Forderung nach einer raschen Beendigung der Kampfhandlungen. Entgegen allen Bündnisverpflichtungen gegenüber Großbritannien bestand er als konsequentester Fürsprecher auf dem Abschluss eines Separatfriedens mit dem Deutschen Reich. Zur Verdeutlichung seines Standpunktes verlas Pétain während der Kabinettssitzung am 13. Juni eine Erklärung:

 

    „Es ist für die französische Regierung unmöglich, französischen Boden zu verlassen, ohne zu emigrieren, ohne zu desertieren. Ich bin der Ansicht, dass der französische Boden nicht aufgegeben werden darf und dass das Leiden, das dem Vaterland und seinen Söhnen bevorsteht, angenommen werden muss. Die französische Wiedergeburt wird Frucht dieses Leidens sein, und die Erneuerung unseres Landes muss an Ort und Stelle eingeleitet werden. Wir können nicht auf die Wiedereroberung Frankreichs durch alliierte Kanonen zu unbekanntem Zeitpunkt und unvorherzusehenden Bedingungen warten. Ich werde mich weigern, den Boden des Mutterlandes zu verlassen, ich werde bei dem französischen Volk bleiben, um seine Leiden und sein Elend zu teilen – wenn nötig, außerhalb der Regierung. Der Waffenstillstand ist in meinen Augen die notwendige Vorbedingung für ein Weiterleben des ewigen Frankreich.“[63][60]

 

Auch nach der Ankunft in Bordeaux bestand Reynaud hartnäckig darauf, dass die Armee zu kapitulieren habe, während die Regierung aus dem Exil heraus den Widerstand aufrechterhalten solle. Da sich zahlreiche Minister hinter Pétain stellten und der Premierminister mit seiner Ansicht im Kabinett keine Mehrheit fand und auch Winston Churchills Angebot einer Britisch-Französischen Staatenunion abgelehnt wurde, trat er am Abend des 16. Juni von seinem Amt zurück. Als Nachfolger empfahl er Pétain, der von Staatspräsident Albert Lebrun umgehend mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt wurde und binnen kürzester Zeit eine vorgefertigte Kabinettsliste, mit 16 Ministern sowie zwei Unterstaatssekretären, präsentierte. Diese umfasste mit Maxime Weygand (Verteidigung und Generalstabschef), François Darlan (Marine), Bertrand Pujo (Luftfahrt) und Louis Colson (Krieg) vier hochrangige Militärs, Parlamentarier wie Camille Chautemps (Stellvertretender Premierminister), Jean Ybarnégaray (Veteranen und Familie) und Albert Rivière (Kolonien), auch parteilose Technokraten wie Paul Baudouin (Äußeres), Yves Bouthillier (Finanzen) und Albert Rivaud (Bildung). Seinen Vertrauten Raphaël Alibert machte er zum Staatsminister, Pierre Laval gehörte der Regierung noch nicht an, da man ihm nur das Justizressort, nicht aber das begehrte Außenamt angeboten hatte.[64]

Unmittelbar nach seiner Amtsübernahme ließ Pétain über den Außenminister die Bedingungen eines Waffenstillstands beim Deutschen Reich erfragen und wandte sich am 17. Juni in seiner ersten Radioansprache um 12:30 Uhr an die Bevölkerung. Darin begründete er sein Ersuchen um Waffenstillstandsverhandlungen und warb um Verständnis für diesen Schritt:

 

    „Franzosen!

 

    Dem Ruf des Präsidenten der Republik folgend, übernehme ich heute die Leitung der französischen Regierung. Sicher des Vertrauens des gesamten Volkes, stelle ich meine Person Frankreich zur Verfügung, um sein Leid zu mildern […] Ich teile Ihnen heute mit schwerem Herzen mit, dass es Zeit ist, diesen Kampf zu beenden. Ich habe mich diese Nacht an den Gegner gewendet, um ihn zu fragen, ob er bereit ist, zusammen mit uns, unter Soldaten, nach dem Kampf und in Ehre die Mittel zu suchen, um den Feindseligkeiten ein Ende zu setzen.“[65][66]

 

Nach der Ankündigung Pétains, einen Waffenstillstand mit dem Deutschen Reich zu vereinbaren, rief der nach Großbritannien geflohene Charles de Gaulle sein Land via Radio Londres zur Fortsetzung des Widerstands auf (Appell vom 18. Juni) und gründete zu diesem Zweck die Freien Französischen Streitkräfte (FFL). Während die deutsche Antwort auf das Waffenstillstandsgesuch ausstand, nahm der Gedanke einer Exilregierung Gestalt an. Der ehemalige Innenminister Georges Mandel bemühte sich, das Staatsoberhaupt, die Präsidenten der Abgeordnetenkammer und des Senats sowie möglichst viele Parlamentarier zur Abreise an Bord der Massilia zu bewegen. Um die Legitimität seiner Regierung zu sichern, verbot Pétain daraufhin allen Inhabern eines öffentlichen Amts, Bordeaux zu verlassen, und drohte, Präsident Lebrun festzunehmen, sollte dieser versuchen auszureisen.[67] Lediglich 27 Parlamentarier folgten dem Aufruf Mandels und schifften sich am 21. Juni an dessen Seite nach Nordafrika ein. Einen Tag später kamen die Unterhändler des Waffenstillstands auf der Lichtung von Rethondes zusammen.

 

Ohne Verhandlungen diktierte die deutsche Führung der französischen Delegation am 22. Juni 1940 die Bedingungen des Waffenstillstands von Compiègne, der einer Kapitulation faktisch gleichzusetzen war und Frankreichs Status als Großmacht aufhob. Die Regierung akzeptierte die Vertragsbedingungen und bevollmächtigte Général Charles Huntziger zur Unterzeichnung. Die Kampfhandlungen wurden daraufhin eingestellt, und der Waffenstillstand trat am 25. Juni in Kraft. Der Vertrag teilte das Territorium durch eine Demarkationslinie in einen unter deutscher Militärverwaltung stehenden Nord- und Westteil («Zone Occupée») sowie einen unbesetzten Südteil («Zone Libre»), der etwa 40 Prozent der Landesfläche umfasste. Das Deutsche Reich annektierte Elsaß-Lothringen, die Départements Nord und Pas-de-Calais unterstellten sie der Militärverwaltung in Belgien und Nordfrankreich. Die Kosten der Besatzung (20 Millionen Reichsmark pro Tag)[68] hatte der französische Staat zu entrichten (siehe dazu: Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg). Zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung durfte Frankreich ein 100.000-Mann-Heer ohne schwere Bewaffnung unterhalten, die Repatriierung der 1,85 Millionen französischen Kriegsgefangenen sollte erst nach Abschluss eines endgültigen Friedens erfolgen. Die Kriegsflotte hingegen wurde nicht demobilisiert, und die inneren Verhältnisse der Kolonien blieben unangetastet.

 

Gemäß den Waffenstillstandsbestimmungen behielt die französische Regierung die Kontrolle über die Kriegsmarine, und obwohl Admiral Darlan eine Auslieferung an das Deutsche Reich ausgeschlossen hatte, fürchtete Großbritannien deren Einsatz auf Seiten der Achsenmächte. Um dies zu verhindern, forderten die Briten ultimativ die Übergabe oder Demobilisierung der französischen Flotte, die den Kriegshafen von Mers-el-Kébir angelaufen hatte. Nach Ablauf des Ultimatums am 3. Juli 1940 bombardierte die Royal Navy diesen Flottenverband (Operation Catapult), wobei 1.297 französische Marineangehörige starben. Gleichzeitig wurden alle in britischen Häfen befindlichen französischen Kriegsschiffe gekapert und beschlagnahmt (Operation Grasp). Die Ereignisse belasteten das französisch-britische Verhältnis schwer, und Darlan verlangte einen Vergeltungsangriff. Wenn auch zur Anglophobie tendierend, konstituierte sich Pétain in dieser Lage als maßvoll und erteilte der Forderung Darlans eine Absage. Als Reaktion brach Pétain am 5. Juli die diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien ab.

Nach Einrichtung der deutschen Besatzungszone übersiedelte die Regierung von Bordeaux kurzzeitig in das mit Flüchtlingen überfüllte Clermont-Ferrand. Aus praktischen Erwägungen heraus verlegte Pétain den Regierungssitz schließlich am 1. Juli 1940 in die freie Zone nach Vichy. Der Kurort, in der Nähe der Demarkationslinie gelegen, hatte gute Straßen- und Eisenbahnverbindungen sowie eine moderne Telefonzentrale. Die zahlreichen Hotels boten den Ministerien, Behörden und Botschaften ausreichend Unterkunftsmöglichkeiten. Pétain selbst bezog zwei Etagen des Hôtel du Parc.

Unter dem unmittelbaren Eindruck der katastrophalen Niederlage («Le Débâcle») zeichneten sich in den Wochen nach dem Waffenstillstand konkrete Pläne einer umfassenden politischen Reform ab. Die Anhänger Pétains, angeführt von Pierre Laval, seit dem 23. Juni Staatsminister und stellvertretender Regierungschef, forderten Verfassungsänderungen. Die Republik hatte sich für Laval diskreditiert und er glaubte, nur eine autoritäre Regierungsform könne Frankreich in das siegreiche totalitäre System eingliedern.[69] Dem Marschall sollten unbeschränkte Vollmachten eingeräumt werden, damit er den Wiederaufbau der französischen Nation einleiten könne. In einer Kabinettssitzung am 4. Juli befürwortete Laval die unverzügliche Einberufung der Nationalversammlung, damit diese Pétain beauftrage, eine neue Verfassung aufzusetzen. Pétain erteilte dem Vorschlag einer legalen Verfassungsreform seine Zustimmung und kündigte erstmals seit Abschluss des Waffenstillstands die Einberufung der Parlamentskammern an. Laval und Alibert erarbeiteten in den folgenden Tagen eine entsprechende Gesetzesvorlage, welche „die Rechte der Arbeit, der Familie und des Vaterlandes“ garantieren solle.[70] In einer Atmosphäre voller Gerüchte und Befürchtungen führte Laval in Vichy erste Verhandlungen im parlamentarischen Umfeld.

Unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten Jules Jeanneney konstituierten sich die Abgeordneten und Senatoren am 10. Juli 1940 als Nationalversammlung im Grand Casino de Vichy. Pétain ließ sich durch Laval vertreten, der die Volksvertreter in seiner Rede aufforderte, sich um die Person des Marschalls zu sammeln. Mit einer klaren Mehrheit von 570 zu 80 Stimmen (bei 21 Enthaltungen und 237 Abwesenden)[72] votierten die Mitglieder der Nationalversammlung für Lavals Gesetzesvorlage.

 

    „Artikel 1: Die Nationalversammlung erteilt der Regierung der Republik unter der Autorität und Unterschrift des Marschalls Pétain umfassende Ermächtigung, durch einen oder mehrere Gesetzesakte eine neue Verfassung des französischen Staates zu verkünden. Die Verfassung wird die Rechte der Arbeit, der Familie und des Vaterlands garantieren. Sie wird von der Nation ratifiziert werden und von den durch sie geschaffenen Parlamentsversammlungen angewendet werden.

 

    Das gegenwärtige Verfassungsgesetz, beraten und beschlossen von der Nationalversammlung, ist als Staatsgesetz auszuführen.

 

    Geschehen zu Vichy, am 10. Juli 1940“

 

Auf Grundlage dieser Generalermächtigung verkündete Pétain am 11. und 12. Juli die ersten vier Verfassungsakte («actes constitutionell»). Diese hebelten den republikanischen Grundsatz der Gewaltenteilung aus und ersetzten die Volkssouveränität durch die persönliche des Marschalls.[74] Sie bildeten die Grundlage einer Diktatur und ein Berater bemerkte, dass Pétain größere Machtbefugnisse als jeder französische Führer seit Ludwig XIV. in seiner Person vereine.[75] Durch die Schaffung einer neuen Exekutivgewalt beendete Verfassungsakt Nr. 1 faktisch die Dritte Republik: „Wir, Philippe Pétain, Marschall von Frankreich, erklären hiermit, die Funktionen des französischen Staatschefs («Chef de l'État français») zu übernehmen.“ Der Akt Nr. 2 übertrug Pétain den „Vollbesitz der Regierungsgewalt“ und zwar sowohl die legislative wie die exekutive, die Ernennung und Absetzung der ihm allein verantwortlichen Minister, den Erlass und die Ausführung von Gesetzen, den Oberbefehl über die Streitkräfte, das Begnadigungs- und Amnestierecht sowie die Verhandlung und Ratifizierung von Verträgen. Der Marschall gewährte sich judikative Vollmachten, indem er über Minister oder Beamte zu Gericht sitzen durfte, „welche ihre Amtspflichten verletzt“ hatten. Gerichtsurteile wurden nicht mehr im Namen des Volkes, sondern in dem des „Marschalls von Frankreich und Chef des Staates“ verkündet.[76] Akt Nr. 3 vertagte bis auf Weiteres die beiden Parlamentskammern. Der Akt Nr. 4 vom 12. Juli erlaubte es ihm, die Mitglieder der Regierung zu bestimmen und legte die Nachfolge zugunsten Lavals fest, der als «Dauphin» bezeichnet wurde.[77] Der Historiker Pierre Bourget beschrieb Pétain als „König oder Regent von Frankreich, ein König ohne Krone.“[78]

 

Pétain erweiterte sein Kabinett nach rechts indem er Adrien Marquet (Inneres), François Piétri (Kommunikation), Pierre Caziot (Landwirtschaft), und René Belin (Industrie) aufnahm.[79][80] Einen Premierminister ernannte er zunächst nicht, Pierre Laval blieb stellvertretender Regierungschef.

Nach den Ereignissen des Sommers 1940 entstanden ein regelrechter Mythos und Personenkult um Pétain, den man mit Jeanne d’Arc verglich und der seine Person zum Wohle Frankreichs geopfert hatte. Seine Porträts ersetzten von nun an die Bilder der Marianne in öffentlichen Gebäuden. Neues Staatssymbol wurde die Francisque, bestehend aus einem Marschallstab und zwei Liktoren-Beilen. „Nichts ohne den Marschall. Alles mit dem Marschall“, wurde zur weitverbreiteten Parole, das Lied «Maréchal, nous voilà» als inoffizielle Nationalhymne nach der Marseillaise gespielt. Vichy entwickelte sich zu einem politischen Wallfahrtsort um seine Person. Er wurde als Unser Vater, Unser Marschall oder als Vater aller Kinder Frankreichs bezeichnet.

 

Auch der katholische Klerus in Frankreich unterstützte das neue Regime. Am 16. Juli 1940 reiste Kardinal Pierre-Marie Gerlier nach Vichy, um dort seine Hochachtung für jenes Opfer auszusprechen, das Pétain dem Vaterland bringe.

„Wir müssen von nun an unsere Anstrengungen auf die Zukunft richten. Eine neue Ordnung beginnt“, hatte Philippe Pétain den Franzosen am 25. Juni 1940 erklärt.[82] Er wertete die militärische Niederlage als Zeichen eines Zerfallsprozesses der französischen Gesellschaft und beklagte sowohl die innere Zerrissenheit des Landes als auch den Verfall traditioneller Werte. Seit dem Waffenstillstand warb Pétain für eine geistig-moralische Wende («redressement intellectuel et moral») und wollte sie in einer Révolution nationale zu neuer Einheit und moralischer Erneuerung führen. Unter der Parole «Travail, Famille, Patrie» (Arbeit, Familie, Vaterland) setzte sich das Vichy-Regime entschieden von den Prinzipien der Französischen Revolution «Liberté, Égalité, Fraternité» (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) und der aus ihr gewachsenen republikanischen Tradition ab. Ziel war die Rückkehr zu einer traditionellen, patriarchalischen und hierarchischen Gesellschaftsform und deren moralische Erneuerung.

 

    „Die Nationale Revolution richtet sich nicht gegen die politische Unterdrückung, sondern gegen eine überlebte Ordnung. Sie vollzieht sich am Morgen nach der Niederlage, sieben Jahre nach der deutschen Revolution, achtzehn Jahre nach der italienischen Revolution, und in einem ganz anderen Geist als diese beiden historischen Revolutionen“[83]

Um die Souveränität des Landes zu behaupten, proklamierte Pétain ein neutrales Frankreich, das zwischen den kriegführenden Parteien Äquidistanz zu halten suchte. In diesem Sinne lehnte er bei einem Treffen mit Adolf Hitler am 24. Oktober 1940 in Montoire einen Kriegseintritt Frankreichs an der Seite der Achsenmächte ab.[84] Er hielt eine Zusammenarbeit (Kollaboration) mit dem Deutschen Reich aber für notwendig, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, Art und Umfang der materiellen, personellen und industriellen Ausbeutung des Landes in Grenzen zu halten und die Rückführung der fast zwei Millionen französischer Soldaten aus deutscher Kriegsgefangenschaft zu erreichen. Am 30. Oktober rechtfertigte Pétain in einer Radioansprache seine Politik:

 

    „Ich habe am letzten Dienstag den Kanzler des Deutschen Reiches getroffen […]. Ich bin aus freiem Entschluss der Einladung des Führers gefolgt. Ich habe von seiner Seite keinerlei „Diktat“, keinerlei Druck erfahren. Eine Kollaboration zwischen unseren beiden Ländern ist ins Auge gefasst worden. Ich habe dies dem Grunde nach akzeptiert. […]

 

    Ich betrete in Ehren den Weg der Kollaboration, um die Einheit Frankreichs zu erhalten – eine Einheit von zehn Jahrhunderten – und dies geschieht im Rahmen des Aufbaus einer neuen europäischen Ordnung. […] Diese Kollaboration muss aufrichtig sein. Sie muss jedes aggressive Denken ausschließen. Sie muss von einer geduldigen und vertrauensvollen Bemühung getragen werden. Frankreich ist durch zahlreiche Verpflichtungen gegenüber dem Sieger gebunden. Zumindest bleibt es souverän. Diese Souveränität verpflichtet es, seinen Boden zu verteidigen, die Meinungsverschiedenheiten beizulegen und den Abfall seiner Kolonien zu mindern.

 

    Dies ist meine Politik. Die Minister sind nur mir gegenüber verantwortlich. Über mich allein wird die Geschichte richten. Ich habe bisher in der Sprache des Vaters zu Ihnen gesprochen. Heute rede ich zu Ihnen in der Sprache des Chefs.

 

    Folgen Sie mir. Bewahren Sie Ihr Vertrauen in das ewige Frankreich.“[85]

 

Wegen der staatlichen Kollaboration, der autoritären Innenpolitik sowie zunehmender deutscher Repressalien verlor das Vichy-Regime ab 1942 spürbar an Rückhalt in der Bevölkerung und geriet in immer stärkere Abhängigkeit zum Deutschen Reich. Die Aufstellung einer Freiwilligenlegion zur Unterstützung der Wehrmacht im Kampf gegen den Bolschewismus in der Sowjetunion radikalisierte den kommunistischen Widerstand in Frankreich und brachte der Résistance regen Zulauf. Auf deutschen Druck hin und gegen den Rat der USA ernannte Pétain Pierre Laval am 18. April 1942 erneut zu seinem Stellvertreter und Regierungschef und in der Folge schwang sich Laval zum wichtigsten Entscheidungsträger des Vichy-Regimes auf. Der entschieden deutsch-freundliche Laval intensivierte die Kollaboration, indem er die verstärkte Gestellung französischer Zwangsarbeiter für die deutsche Kriegswirtschaft und die Deportation von Juden organisierte. Zu diesem Zweck gründete er mit der Milice française eine paramilitärische Einheit, die eng mit der deutschen Besatzungsmacht zusammenarbeitete.

 

Als sich im November 1942 nach der Landung der Alliierten in Nordafrika ein Angriff auf die „Festung Europa“ abzeichnete, besetzten deutsche und italienische Truppen am 11. November handstreichartig die bis dahin unbesetzte Südzone Frankreichs (Unternehmen Anton). Pétain blieb in Vichy, allerdings büßte das Regime durch die Besetzung seine ohnehin geringe faktische Macht weitgehend ein und sank endgültig auf den Status einer deutschen Marionettenregierung herab. Hitler sprach davon, dass es klug sei, „die Fiktion einer französischen Regierung mit Pétain aufrechtzuerhalten. Deshalb solle man Pétain ruhig als eine Art Gespenst beibehalten und ihn von Zeit zu Zeit etwas von Laval aufblasen lassen, wenn er etwas zu sehr zusammensinke“.[86] In den letzten Monaten spielte Pétain kaum noch eine politische Rolle, deckte jedoch mit seiner Autorität die Politik Lavals und die Maßnahmen der Milice.

Nach der alliierten Landung in der Normandie Anfang Juni 1944 (Operation Overlord) begann die Befreiung Frankreichs und das Ende des Vichy-Regimes zeichnete sich ab. Am 20. August wurde die Regierung zunächst nach Belfort verlegt und auf deutschen Befehl hin am 7. September ins hohenzollerische Sigmaringen. Dort bezog sie im Hohenzollernschloss Quartier und bildete in der „Provisorischen Hauptstadt des besetzten Frankreich“ eine einflusslose Exilregierung. Pétain, der gezwungen worden war, Frankreich zu verlassen, beteiligte sich nicht an dieser Regierungskommission, der nun Faschisten wie Fernand de Brinon und Jacques Doriot angehörten.

 

Angesichts des sich abzeichnenden militärischen Zusammenbruchs der deutschen Wehrmacht und um einer Festnahme durch die vorrückende 1. französische Armee zu entgehen, reiste Pétain mit seiner Ehefrau am 23. April 1945 in die neutrale Schweiz aus. Nach diplomatischer Vorbereitung stellte er sich drei Tage später am Grenzbahnhof Vallorbe den französischen Behörden und wurde durch Général Marie-Pierre Kœnig verhaftet. Bis zum Beginn seines Prozesses wurde Pétain im Fort de Montrouge nahe Paris inhaftiert.

Im Zuge der Säuberung des Staatsapparats und des öffentlichen Lebens wurde durch die Commission d’Épuration eine Verurteilung führender Vertreter der Kollaboration und des Vichy-Regimes angestrebt. Das von der Öffentlichkeit viel beachtete Gerichtsverfahren gegen Pétain wurde am 23. Juli 1945 im Pariser Palais de Justice eröffnet. Die Staatsanwaltschaft klagte den ehemaligen Staatschef vor dem Haute cour de justice u. a. wegen „Verschwörung gegen die französische Republik und die Sicherheit des Staates“ sowie „Kollaboration mit dem Feind“ an. Pétain, der in der Uniform eines Marschalls von Frankreich auf der Anklagebank erschien, ließ sich durch die Rechtsanwälte Jacques Isorni, Fernand Payen und Jean Lemaire verteidigen und nahm zu den Anschuldigungen nur einmal Stellung. Am ersten Sitzungstag führte er aus:

 

    „Ich habe mich freiwillig gestellt, um dem französischen Volk Rechenschaft abzulegen, nicht dem Hohen Gerichtshof, der das französische Volk nicht repräsentiert. Nach meiner Einschätzung hat der Waffenstillstand Frankreich gerettet, habe ich während der vierjährigen Besatzungszeit durch mein Handeln die Franzosen vor dem Schlimmsten bewahrt, habe die Befreiung vorbereitet und die einzig möglichen Grundlagen für den nationalen Wiederaufstieg gelegt. Indem Sie mich verurteilen, verlängern Sie die Zwietracht in Frankreich. (…) Ich erkläre mich für unschuldig und verweigere jede weitere Aussage… .“

 

Das Geschworenengericht ließ im Prozessverlauf wesentliche Punkte der Anklageschrift fallen, hielt jedoch am Vorwurf des Hochverrats fest und verurteilte Pétain am 15. August zum Tode. Der Schuldspruch war mit vierzehn zu dreizehn Geschworenenstimmen entschieden worden. In Anbetracht des fortgeschrittenen Alters des Verurteilten plädierten 17 der insgesamt 27 Geschworenen für die Aussetzung der Todesstrafe und empfahlen die Umwandlung in eine lebenslange Haftstrafe. Als provisorischer Regierungschef folgte Charles de Gaulle der Begnadigungsempfehlung und wandelte Pétains Strafe am 17. August zu lebenslanger Haft um. Nach dem Urteilsspruch sowie der Aberkennung seiner bürgerlichen Ehrenrechte wurde Pétain zunächst im Fort du Portalet (Département Pyrénées-Atlantiques) inhaftiert. Die Pyrenäen-Festung hatte dem Vichy-Regime als Haftanstalt für politische Gefangene gedient.

Am 16. November 1945 wurde Pétain auf die Atlantikinsel Île d’Yeu (Département Vendée) verlegt und als einziger Häftling in der Zitadelle des Forts de Pierre-Levée untergebracht. Im Zuge einer Befragung durch die Abordnung eines Parlamentsausschusses unter ärztlichem Vorsitz, diagnostizierte dieser bei dem 91-Jährigen im Juni 1947 Altersschwäche sowie eine Gedächtnisstörung. Aus gesundheitlichen Gründen forderten Pétains Anwälte und verschiedene ausländische Würdenträger wie der Duke of Windsor oder Francisco Franco vergeblich eine vorzeitige Haftentlassung.Aufgrund einer Demenzerkrankung und einer Herzinsuffizienz hatte sich der Gesundheitszustand Pétains bis 1949 erheblich verschlechtert.[90] Um den Patienten besser pflegen zu können, wurde er im Juni 1951 in ein Privathaus im Hauptort Port-Joinville verlegt. Dort verstarb Philippe Pétain am 23. Juli 1951 im Alter von 95 Jahren. Zwei Tage später wurde er auf dem örtlichen Friedhof Cimetière communal de Port-Joinville beigesetzt.

 

Die französische Regierung lehnte seinen Wunsch ab, im Beinhaus von Douaumont bei Verdun beigesetzt zu werden. Um eine Umbettung dorthin zu erzwingen, wurden die Gebeine Pétains zwei Wochen vor den Wahlen zur Nationalversammlung des Jahres 1973 von Anhängern des Marschalls entwendet, zwei Tage später von der Polizei gefunden und am 22. Februar 1973 auf Anweisung von Staatspräsident Georges Pompidou wieder auf die Île d’Yeu überführt.

Philippe Pétain galt als eingefleischter Junggeselle, der ein bewegtes amouröses Leben führte und sich mit flüchtigen Liebschaften begnügte («homme à femmes»). Gegenüber einem Vertrauten soll er gesagt haben: „Ich habe in meinem Leben zwei Leidenschaften gehabt: die Liebe und die Infanterie.“[93] Erst 1901 hielt er um die Hand der einundzwanzig Jahre jüngeren Eugénie Hardon (1877–1962) an, was deren Familie im Hinblick auf die bescheidene Karriere des Offiziers ablehnte. 1915 trafen sich Pétain und die inzwischen geschiedene Eugénie wieder und sie heirateten am 14. September 1920 im Rathaus des 7. Pariser Arrondissements.[94] Trauzeuge war sein langjähriger Weggefährte Général Émile Fayolle. Annie (oder Ninie) hatte aus ihrer ersten Ehe einen Sohn, aus der Verbindung mit Pétain gingen keine Nachkommen hervor.

1920 bezog das Ehepaar Pétain ein Appartement in der Square de La Tour-Maubourg im noblen 7. Arrondissement und erwarb mit der Villa L’Ermitage in Villeneuve-Loubet ein Anwesen an der Côte d’Azur.[95] Auf dem vier Hektar großen Besitz besorgte ein Pächter die Landbestellung und kümmerte sich um die Geflügelzucht. Der Staatsgerichtshof konfiszierte die Eigentümer nach Pétains Verurteilung am 15. August 1945.[96]

In großen Teilen der Bevölkerung sowie vor allem der politischen und militärischen Elite immer noch als Kriegsheld galt, wurde er jahrelang eher als Opfer der deutschen Besatzung gesehen und betont, dass sein Regime bei allen Fehlern auch als „Schutzschild“ gegen das nationalsozialistische Deutschland gewirkt habe. Die Verbrechen des Regimes wie etwa die Deportation der französischen Juden wurden entweder verschwiegen oder anderen Vichy-Funktionären zugeschrieben. Der Historiker Henry Rousso bezeichnete dies 1987 als das „Vichy-Syndrom“. Noch François Mitterrand (der erste sozialistische Präsident, 1981–1995) legte 1987 wie alle seine Vorgänger eine Rose zur Erinnerung an Pétain am Fort Douaumont (Verdun) nieder; als dies 1992 publik wurde, löste es einen Skandal aus. Erst Mitterrands Nachfolger Jacques Chirac verurteilte die Verbrechen des Regimes und benannte die Verantwortung des französischen Staates dafür.

In einigen rechtsnationalen bis rechtsextremen Kreisen, wie beim Rassemblement National (RN), gilt Pétain immer noch als Held. Allerdings vermeidet die gegenwärtige Parteivorsitzende Marine Le Pen anders als ihr Vater und ehemaliger Vorsitzender der Partei Jean-Marie Le Pen das Thema.

Bedeutendes historisches Objekt zur französischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.


FRANCE - MEDAILLE MILITAIRE - FROM THE PERSONAL ESTATE OF ÉTAT FRANCAIS PHILIPPE PÉTAIN, MARSHAL AND HEAD OF STATE. 
This medal is crafted from gold and enamel and features a laurel wreath surrounding the medallion with the suspension ring set in cut diamonds. The obverse medallion is crafted in three parts, the separately applied head of the personification of the Republic is sculpted in finest goldsmith's craftsmanship.

The "spoils of war" motif is detailed on both sides in superior goldsmith craftsmanship. The reverse medallion has the artist's mark: "BARRE". The medal comes with the original suspension loop and comes in the original Bordeaux-red marroquin leather case with finely engraved silver dedication plaque:

"Les Officiers du Grand Quartier Général au général Pétain"

The silk interior lining of the cover features the manufacturer's label of the renowned Parisian jeweller Baqueville. 

Henri Philippe Benoni Omer Joseph Pétain (24 April 1856 to 23 July 1951)

Overview of the life of Pétain.

Henri Philippe Benoni Omer Joseph Pétain was a French military officer, Diplomat and politician. A high ranking officer of the French Army, he was celebrated as a national hero of the First World War who besmirched his reputation by becoming the head of state for the authoritarian “Vichy Regime” (the État Français) which governed France under German occupation during the Second World War from 1940 to 1944.

Pétain came from a family of farmers but was encouraged in his desire to serve in the French military by an Uncle who paid for his education. Joining the French Army as a Sous Lieutenant in 1878, his rise through the ranks was slow; indeed, he was in the more junior ranks of the French Army for 22 years before he was finally given a command. This was due largely to Pétain’s belief in the defense application of warfare, relying on firepower to decimate an attacking force which was a polar opposite idea that was favored by the leading military minds who called for the attack before all else. Just prior to the onset of the First World War, in June 1914, Pétain was preparing to retire from what had been a lackluster career.

During the first World War, Pétain was called the "hero of Verdun" due to his defensive successes during the Battle of Verdun against the German Army of Kaiser Wilhelm II. At a critical time during the First World War in 1917, Pétain was appointed as the Commander-in-Chief of the French Army. After the war, Pétain was an influential military Officer who had significant political power as Marshal of France and in his various military offices. In this role of Marsal of France, he played a decisive role in shaping the defense doctrine of his country.

As the Second World War approached, Pétain was once again approached by the government of France to conduct the defense of country against a resurgent German Army, this time under the control of Nazi Third Reich. In the course of the looming French defeat by the German military, Pétain became the last head of government of France’s Third Republic and in this role, represented France on 16 June 1940 and negotiated the armistice of Compiègne. Subsequently, from 1940 to 1944, Pétain served as Head of State of the (Chef de L'état), Pétain and assumed the leadership of the État Français, better known as the “Vichy Government” that collaborated with the German Reich.

After the Second world War, Pétain was tried in the French National Court and sentenced to death for collaboration with the German Third Reich. This sentence was later commuted to life imprisonment on a small French island where he remained under house arrest until his death.

Family history and early life.

The ancestors of the Pétain family were simple, long-established farmers, who came from the northern French coal district and cultivated the family property of ten hectares of farmland. Pétain was born near Paris on 24 July 1877 on the farm of his parents in Cauchy-à-la-Tour. An only son, he had three older sisters and after Pétain was born his mother died in child birth with a fourth daughter. His father remarried in 1859 when Pétain was three years old and with this new wife had had three more children. The new wife neglected the children from her husband’s

first marriage and as a result, Pétain and his sisters grew up in the household of their strictly religious grandmother.

Pétain was heavily influenced by his Uncle, Abbé Jean-Baptiste Legrand who was the Pastor of the Parish of Bomy, France and enabled his eleven-year-old nephew to attend the Jesuit College of Saint-Bertin in Saint-Omer through a half-scholarship from October 1867 until the end of 1875. This education was characterized by religiosity, obedience and discipline that formed Pétain’s personality for the rest of his life. Pétain’s Uncle encouraged his nephew’s education and frequently told family members; "my dear nephew! I only wish that there would always be men in my family who carry the cross – and the sword."

The military years.

Pétain was old enough to have strong memories of the French defeat of 1870 at the hands of Imperial Germany. As he grew into a young man. Pétain would listen to the war stories of his Great Uncle Joseph Lefebvre, a Catholic priest who had served as a young man in the Grande Armée under Emperor Napoleon Bonaparte. These reminiscences of his Grand Uncle and family stories of the 1871 war fired Pétain's desire to serve his country as a career Officer in the French Army. In 1875, in preparation for this military career, Pétain attended the Collège Albert-le-Grand in Arcueil, which was run by religious Order of the Dominicans. This foundation allowed Pétain to enter the National Military School of Saint-Cyr where he successfully completed his two-year training and was commissioned as an Officer in the Army of France.

After military school Pétain joined the Infantry as a Sous Lieutenant. An early career synopsis:

· 24th battalion of the Chasseurs à pied in Villefranche-sur-Mer (1878-1883)

· Lieutenant in the 3rd Battalion in Besançon (1883-1888)

· Student at the General Staff Officer at the École Supérieure de Guerre in Paris. It was here that Pétain earned a reputation as a distinguished, cool and intelligent officer and graduated with a promotion to Capitaine (1888-1890).

· XV Army Corps in Marseille (1890-1892) and the 29th Army Corps in Paris (1890-1892)

· In 1893 Pétain was appointed to the staff of Général Félix Gustave Saussier, the military governor of Paris and continued to serve on that staff under his successors, Generals Émile Auguste Zurlinden and Henri Joseph Brugère

In the course of his career as an Army Officer, Pétain showed little interest for being posted to locations outside of the country in the growing colonial empire. Not desiring to seek glory overseas was unusual for the time but Pétain sought only postings inside France. Also unusual for the time, Pétain was very discrete in his political views which he thought important in order to not to jeopardize his career. Indeed, during the military/political scandal of the time, the Dreyfus Affair, no one knew then or now what his position was regarding this issue.

In terms of military careers at the time, Pétain experienced a slow military rise and remained in the group of junior officers for 22 years. It was not until 1900 that he became a Commander at a very advanced age. In mid-1900, Pétain took command of the 8th Chasseurs Battalion in Amiens and became an Instructor at the École Normale de TIR in Châlons-sur-Marne which at the time was considered the French Army’s War College.

It was while an instructor at the École Normale de TIR in Châlons-sur-Marne where Pétain developed his personal philosophy of the application of military force. At the time, his pronouncement in support of the staunch defense in war was a polar opposite of Offensive à Outrance which was the concept of attack above all else. For the leading military theorists of the period such as Marshal Ferdinand Foch and General Louis Loyzeau de Grand Maison, it was the defensive attitude that was the main cause of the French defeat of 1871. These military commanders were convinced that it was only through a rigorous application of the attack that France would ever recover the territory Alsace-Lorraine taken from them at the conclusion of the war of 1870.

While at the École Normale de TIR in Châlons-sur-Marne, Pétain was impressed by the enormous firepower of modern machine guns and that supported his skepticism of the strategic offensive. He did not believe in the penetrating power of fanatical, frontally led assault attacks of the infantry which were in vogue during this period. Pétain’s thinking this would inevitably lead to a massacre. After studying the new technology of applied fire power, Pétain believed that victory could be delivered by a high rate of fire and shooting accuracy that would decimate any attacking force. Pétain’s opposing views, which he summarized under the catchphrase "Le feu tue" (firepower kills), hindered his rise in the ranks for the French Army.

Despite the criticism of his tactical ideas of the defense and the use of modern fire power, Pétain worked at the École Supérieure de Guerre between 1901 and 1903 and again from 1904 and 1907. At first, he served as the Assistant Professor of Infantry Tactics and then later occupied the chair as the Lead Instructor for the Infantry. In addition to teaching, he wrote memoranda to improve the interaction between Infantry and Artillery, an area neglected by the French General Staff.

In 1907, Marshal Foch took over the management of the École Supérieure de Guerre and immediately he replaced Pétain as a lecturer and temporarily assigned him as Lieutenant-Colonel of the 118th Infantry Regiment in Quimper. After the departure of Marshal Foch as the Commander of the École Supérieure de Guerre in 1908, Pétain returned for the last time as a Professor of Tactics, a position he held until 1911.

After his tours of duty at the École Supérieure de Guerre, Pétain returned to the active Army. A later career synopsis:

· On 26 June 1911, Pétain was appointed to command the troops as a Colonel of the 33rd Infantry Regiment in Arras. In an interesting confluence of fate, in 1912 a young Sous-lieutenant named Charles de Gaulle joined the regimental staff.

· On 20 March 1914, Pétain was given command of the 4th Infantry Brigade at Saint-Omer. So unpopular was Pétain himself and his military theories to the high command of the French Army that the War Ministry denied him the promotion to Général de Brigade which was normally associated with the command.

· In June 1914 and after his 36 years of Army service, Pétain began preparations for his retirement. This was the only option available to him as he was disliked, had not actively participated in any combat events, never been posted overseas to any of the French colonies and was regarded as having an inconspicuous career.

The First World War.

The onset of the First World War fundamentally changed the career trajectory of Marshal Pétain. Still in command of the 4th Infantry Brigade and nearing retirement, Pétain's 4th Brigade was assigned to the 5th Army under General Charles Lanrezac on 2 August 1914. It marched against the advancing Imperial German troops and was intended to prevent their passage across the Meuse River. During the initial skirmishes, Pétain’s Brigade was used in active combat for the first time on 14 August near the Belgian town of Dinant. During the ensuing Battle of the Sambre (21-23 August 1914), Pétain's Brigade managed to cover the tactical retreat of the 5th Army. A few days later, the Battle of St. Quentin took place (28-30 August 1914) where Pétain's forces were able to hold off the Germans. During the summer of 1914, Pétain became a capable commander.

It had been a generation since the French Army had been to war in Europe and in the first few weeks of the First World War it became apparent that the officer corps of the French Army had lost its edge. In the first weeks of the war, the French High Command removed hundreds of officers from their posts. Having acquitted himself well in his first two active combat experinces, Pétain was promoted to Général de Brigade and at the very old age of 58, Pétain began his rise through the French Army ranks; this by a man who wanted to retire.

As the German Army advanced on Paris, Pétain was given command of the 6th Infantry Division on 2 September 1914. In the course of the decisive Battle of the Marne, the Division was engaged in fierce defensive battles between the Aisne-Marne canal and the Fort de Brimont. Pétain's actions in the defense drew praise from the French High Command which promoted him to Général de Division on 14 September 1914. In recognition of his strategic, and largely defensive, achievements during the early stages of the war, Pétain was awarded the Officer's Cross of the legion of Honor.

On 20 October 1914, Pétain was promoted to Général de Corps d'Armée. Pétain had risen from Colonel to the rank of a four-star General within eleven weeks of the onset of the war. Upon promotion, he was given command of the XXXIII Army Corps. XXXIII Corps was deployed in the area of Arras and was a subordinate formation to the newly formed X Army under General Louis Ernest de Maud'huy.

As the war slowed to one of static lines of defense and eventually into what became known as “trench warfare” Pétain, turned his attention to the care and well-being of ordinary Soldiers. During the trench warfare, he worked to improve their everyday conditions and trained the units under his command in the winter months for what was hoped to be the forthcoming offensives of 1915. This emphasis in his Army Corps earned him the reputation amongst the rank-and-file troops as a "human General".

In May 1915, the Battle of Loretto began where Pétain's forces broke through the German positions on the Vimy Ridge, but the planned capture of the village of Carency failed and the operation had to be abandoned due to a lack of reserve forces. Pétain's success, albeit limited, in the Battle of Loretto brought him to the attention of the French Commander-in-Chief Joseph Joffre, who on 21 June 1915 appointed Pétain to command the II Army and promoted him to the

rank of Général d'Armée. In this new command, Pétain was ordered to prepare a French offensive in the area of Champagne and his Army was expanded to include colonial troops.

From September to November 1915 during the Battle of Champaign, failed French attempts to attack proved that Pétain was correct in his theories of the defense which he had put forward as an Instructor at the École Supérieure de Guerre. In this battle, defenders had a strategic advantage and large-scale attacks by infantry against heavily developed positions defended by machine guns and artillery fire proved that sheer numbers could be defeated in battle. As the end of 1915 approached, the war settled into static lines of trenches that starched across Belgium and France. As a consequence of the Battle of Champaign, Pétain refused to carry out further offensive actions and recommended in a memorandum for a more defensive posture. One line in this memorandum read "the artillery conquered, the infantry occupied" became a mantra of the second half of the First World War. Pétain maintained that France should first establish a superiority of weapons and then proceed to local offensives. Unlike his time at the École Supérieure de Guerre where his theories were dismissed, this time the French High Command listened.

At the onset of 1916, the Imperial Germany pursued a "strategy of exhaustion" on the Western Front. The German Supreme Army Command under General Erich von Falkenhayn wanted to bring about the end of the war by “bleeding France white”. This concept involved a massive large-scale offensive in the area of the Fortress of Verdun where German forces would break the French line by massed artillery the likes of which had never been assembled before in the history of warfare. The barrage on French positions and the Battle of Verdun began on 21 February 1916 and did not stop for four days. After the fall of the strategically important Fort of Douaumont on 25 February 1916, the French High Command moved Pétain’s II Army from the operational Reserve to the front sector of Verdun. Despite acute Bronchitis, Pétain became the new Commander of all the troops deployed in this section and immediately began to organize the defense. Pétain moved his headquarters into Mairie in the commune of Souilly near the fortress of Verdun. Pétain maintained that the original strategy of restricting the German advance to the east bank of the Meuse river had been a serious tactical error. He had the inner defensive ring extended east and reorganized the artillery into gun battery groups that were to halt any German attacks attempting to cross the river. Pétain took measures to organize supplies more effectively and orchestrated daily supply deliveries by a fleet of 3,500 trucks moving through Voie Sacrée.

Pétain’s desire for this sector was to permanently stabilize the front and to do this, he developed a methodology introduced as the “Noria Reserve System”. This system called for a counting of manpower. If fighting units had lost a third of their strength, they were transferred to reserve positions and rested. After this, these units would be sent to the front for short duration of time. Pétain had observed that short fighting times noticeably reduced the exhaustion of troops and thus the failure rates of the soldiers. It also strengthened morale and what he called the “spirit of resistance”. By the end of the war, 259 of the 330 French Infantry Divisions had been deployed outside Verdun. This circumstance was an essential factor in establishing Verdun as a symbol of unbroken French Resistance.

Throughout the month of April, Pétain organized the fierce defense of Fort Vaux and the Hill 304 and Le Mort Homme mountain ranges. At the same time, he ordered an advance on his now

main objective, the recapture of Fort Douaumont, in order to open a new flank against the Germans. The successful repulse of the German attempts to capture Hill 304 and Le Mort Homme. After the success of several battles, Pétain wrote to the French High Command “April 9 is a glorious day for our Armed Forces. The fierce attacks of the soldiers of [imperial Germany] have failed everywhere: Infantrymen, Gunners, Pioneers and Pilots of the II Army have surpassed each other in heroism. My respects to all. The Germans will certainly continue to attack. May each show as much commitment as before. [Above all] courage! ... We will defeat them!“

Despite Pétain’s success, he was replaced as the Commander of II Army on 1 May 1916 by a man who believed that the attack was the only way to defeat the Germans. General Robert Nivelle came to the front to replace Pétain. Pétain had proved to be a competent and capable commander, but against his wishes he was appointed Commander-in-Chief of the Superior Groupe d'Armées du Centre (Army Group Centre) in Bar-le-Duc. It was General Joseph Joffre who had clashed with Pétain in the academic environment before the war who had relieved Pétain of command. Joffre hoped that Pétain, prone to constant pessimism, would have a better view of the general situation by giving him more distance and command over a wider Front. Joffre also saw the eventual requirement to defend French positions at Verdun and who better to construct that plan than the man who had argued for the defense above all others?

The fighting around Verdun began as a small skirmish that rapidly grew to a large and difficult battle. The French were forced to evacuate Fort Vaux on 7 June 1916. With Allied help and through a series of counter offensives, the French Army was able to recapture Fort Douaumont on 24 October 1916. Pétain's confidence and steadfastness, with which Pétain had repeatedly driven his troops, earned him national recognition. His famous daily orders that gave his Soldiers encouraging slogans such as “courage! we will defeat them!" and "they will not get through!") contributed significantly to his reputation as the “Savior of France", and the French press hailed Pétain as the "hero of Verdun". Despite this popular acclaim, when General Robert Neville, Pétain’s successor as Commander of II Army was promoted and appointed Commander-in-Chief in December 1916, Pétain was immediately removed from his position and demoted.

With the spring offensive on the Aisne, France which began on 16 April 1917, the new French High Command under the direction of General Robert Nivelle attempted to break the stalemate known as ‘trench warfare’ with a concerted attack. The French and Allied forces suffered enormous losses and the inadequately prepared attack collapsed under German defensive fire on the ridge of the Chemin des Dames. As a result of the failure, large sections of the demoralized northern armies of France refused subsequent orders to attack and mutinied against General Nivelle, whom they named the "bloodsucker”. This mutiny was far-reaching being recorded by 68 of the 112 French divisions involved in the attack campaign planning. This mutiny threatened the collapse of the entire front in May 1917. The government relieved General Nivelle of his command and replaced him with Pétain, who had already expressed his criticism of the tactics of his predecessor's plans in advance. Pétain immediately got to work updating technology with the instantiation of the offices aviation, telegraphy, cryptography and the connection to the civil authorities which he wrote into subsequent battle plans to maximize their effect on the battlefield.

Beyond the focus on military technology, Pétain turned his attention to the conditions of the Soldiers on the ground. France had watched the Russian Army mutiny as part of the Russian February Revolution, and many thought that Bolshevik infiltration had caused this to happened. Those same people worried about the same type of ‘revolution’ happening inside the French forces. Pétain, had a different interpretation of the effect of the Russian February Revolution on the French Army. Pétain realized after numerous visits to the front and personal conversations with the military units, that the average French Soldier was not concerned with political demands, but with changes both in terms of Service and in the appreciation of their everyday situation. Pétain had a reputation of caring about his Soldiers as was evidenced before and during the First World War. Of the 554 death sentences handed down by military courts in the wake of the French mutiny, Pétain commuted all but 49. He took personal interest in the improvement of organization of supplies, the conditions in which the Soldiers were living, and the time Soldiers could spend away from the frontlines to recuperate. Pétain succeeded in restoring the combat readiness of the troops and became popular with the Soldiers.

More than all of this was Pétain’s vision for the future of the war. In Directive No. 4 of 22 December 1917, Pétain set out his views on the coming developments. IN one statement Pétain read aloud “the Alliance can regain the superiority of the armed forces if the American Army is able to bring in a certain number of large units. Until then, we must also wait at the risk of irreparable wear and tear, but we must not abandon the idea of starting the offensive, which alone can bring the final victory, as soon as possible.” From the government he demanded the increased production and supply of the new weapon systems called by the British, the “tank” and looked to the Americans to being a number of them with them to France.

After the beginning of the German spring offensive on 21 March 1918, French forces were under extreme pressure. As the German Army attempted to force the French and British Armies northward, Pétain held back most of his Reserve for what he expected to be the German advance on Paris. Pétain moved only a few divisions to the front section of the heavily besieged British Army. At a war council meeting, Pétain accused the British of stubbornly pursuing only their own war aims, and recommended an evacuation of Paris. The French Prime Minister Georges Clemenceau, feared that British Commander-in-Chief , Sir Douglas Haig "was a man who would have to surrender in the open field within the next fortnight”. General Foch called for fanatical resistance and threw the French Reserves to the Front and was able to stop the German advance. After much fighting in May and June 1918, the Germans were able to capture Soissons and advanced as far as the Marne River. Pétain met this situation by establishing a staggered defense-in-depth which temporarily surrendered French territory to gain time. Despite the skepticism of the French High Command, Pétain's defense strategy proved successful and the German advance was halted at Reims in mid-July.

For this strategy at Soissons, Pétain was awarded the French Military Medal for Merit after which he pleaded with General Foch for the involvement of the US expeditionary corps. Pétain saw the increased presence of American Soldiers as a way to strengthen the lines and improve the morale of the French units. After ferocious fighting during the One-Hundred-Day offensive from August to November 1918, that included the American forces at the Battle of Amiens, the Germans were forced to retreat behind the their “Siegfried Line” near the border.

In order to avoid imminent collapse, the German Empire sent a request for an armistice to the French and Alliance partners asking for a cessation to the fighting. The Armistice was signed in Compiègne, France on 11 November 1918. On November 19, 1918, Pétain solemnly entered Metz at the head of his Army. The city was quiet as a result of the German Army’s withdrawal. The War was over.

On 8 December 1918, in the courtyard of the fortress of Metz, Pétain received the Marshal's baton from French President Raymond Poincaré, who hailed him in his address saying; “you have achieved everything you asked of the French soldier. They understood you, they loved you, and they thanked you with obedience and devotion for the affection and care you showed them” he went on to say of Pétain “your virtues were also theirs; prudence, method, constant concern for the well-being of the troops; the desire to sacrifice to the country all self-love and all personal interest.” Pétain was called the “Savior of France” by a grateful French Republic.

After the First World War – The Third Republic and the Interregnum.

Pétain's prestige abroad was manifested by military honors from all the Allied nations. As a further expression of public appreciation, Pétain was admitted to many academic institutions and awarded honorary academic degrees. But in his own words, Pétain’s highlight of his career as a Soldier of the First World War was the French national holiday declared to mark the end of the war. This holiday was combined with a victory march on 14 July 1919. For the first time, troops from all the Allied powers marched along the Avenue des Champs-Élysées in Paris. On a large war horse, Marshal Pétain led all of the French units.

As France came off a war-footing and looked forward to returning to life at peace, Pétain resigned the position of Commander-in-chief on 20 October 1919. He was appointed Vice-President of the Conseil Supérieur de la Guerre (CSG) because, unlike Marshal Foch, he was considered a loyal Republican who did not interfere in politics. That discretion that was noted in his early career was now an asset. Thus, he was now the Chairman of the highest military Institution in France and would have automatically exercised the command in the event of war. In February 1922, Pétain was appointed Inspector General of the Army, giving him an advisory role in the Conseil Supérieur de la Défense Nationale. The task of the Defense Council was to prepare a possible war strategy, to make decisions on armament, training and deployment of the French Armed Forces.

In this role, Pétain held a decisive role in shaping the defense doctrine of France. The plan developed by France after the First World War, the “Provisional Instruction on the Conduct of Large Units was largely based on the use of fortified positions along the French border and was issued in 1921. This sort of doctrine was to remain the official doctrine of the French army until 1935. The Instruction was based on Pétain's findings and conclusions about the war, particularly the grinding application of trench warfare. Pétain still firmly believed that a strictly defensive war tactic in the event of a renewed German attack on France would defend the country and that the offensive should only be considered with sufficient firepower and superiority in numbers. Pétain supported the primacy of infantry, while tanks and air forces were only to be used as supporting weapon systems.

Pétain was painfully aware of the high casualties suffered during the First World War, where France had lost 1.3 million killed – roughly 1/3rd of the entire male population of the country. This fact, coupled with a declining birthrate in France concerned Pétain. In his position he wanted to preserve the population of Soldiers through the use of a defensive national strategy. Pétain also had to take the political situation in France into account. War weary France had influenced the French Government in 1923 to shorten the conscription time frame from 36 to 18 months and regularly made reductions in the national military budget. Despite this aversion to war that was now permeating the French public, Pétain pushed forward the debate on the construction of a protective wall all along the eastern French border. In 1930 the French Parliament approved the financial investment to build a fortified defensive line. The corresponding bill had been introduced by Minister of war André Maginot and the fortification was named the Maginot Line in his honor. By November 1936, 1,000 kilometers were considered completed at the cost of approximately five billion Francs. The belief in the invincibility of the Maginot Line was born and French public opinion looked upon the line of fortification with almost religious confidence.

In 1925 Pétain appointed a former student of his to his personal staff; Charles de Gaulle. De Gaulle's main task was to prepare military plans to support the staffing and use of the Maginot Line. Work on these plans eventually affected the relationship between Pétain and De Gaulle and by 1926, the two were no longer speaking except to hurl well-placed insults in the press. After the death of Marshal Foch, Pétain was unanimously elected as a member of the prestigious Académie Française in 1929 and officially introduced on 22 January 1931 a few months shy of his 75th birthday. A week later, Pétain retired from the French Army on 9 February 1931.

Although Pétain was retired, he continued to be an important figure in the mind of the French public. His reputation as the hero of Verdun and Marshal of France was firmly ensconced in society. Various right-wing groups sought the favor of the war hero, who, despite the adroit discretion regarding his political views in his early life and career, had already developed a tendency towards authoritarian, anti-parliamentary political approaches in the 1920s. In particular, the politically active publicist Gustave Hervé publicly advocated the creation of an authoritarian form of government and saw Marshal Pétain's dictatorship as the only way to save France. Pétain expressed great admiration for the Spanish military dictator Miguel Primo de Rivera, who wanted to renew his country under the slogan "Fatherland, Religion, monarchy".

In 1931 Pétain received an invitation from the American General John J. Pershing and travelled with the Delegation of Prime Minister Pierre Laval on a state visit to the United States. As the official representative of the French Republic, Pétain participated in the 150th anniversary celebration of the Battle of Yorktown, which decided the American War of Independence against England. He emphasized the alliance between France and the USA using words in a demonstrative demarcation against Great Britain. On the occasion of the visit, the city of New York paid tribute to the highly respected Marshal on September 26. October with a “ticker tape” parade on the famous New York City avenue, Broadway.

The “Great Depression” suffered by most of Europe and the west, led to the internal political instability of the Third Republic, which culminated in the bloody riots of 6 February 1934 and the overthrow of the government of Édouard Daladier. A new government was commissioned as the “ Union Nationale” on 8 February 1934. Pétain was asked to accept the post of Minister of War, because of his reputation in France and as a way to stabilize the new government by serving in a capacity where everyone could agree. Pétain was respected by all political parties in France at the time and pledged to reassure the war veterans that they would continue to receive their benefits despite the economic depression ravaging France.

Minister of War would be Pétain’s final entry into civil French politics prior to the onset of the Second World War. Pétain had to contend with the difficulties usual in struggling government. Issues with the budget was a focus for Pétain as he realized France's financial situation was tense and required austerity measures. Pétain, who as a military commander had been alarmed by the German rearmament, was forced to approve a reduction in military spending. A bill to extend conscription to 24 months also failed to secure a parliamentary majority.

Following the French government's recognition of nationalist Franco-Spain, Marsh Following the French government's recognition of nationalist Franco-Spain, Marshal Pétain was appointed French Ambassador Extraordinary to Spain on 2 March 1939 and on 24 March 1939 he presented his letter of accreditation to the Spanish Minister of the Interior. Key for Pétain in this new role was to ensure the neutrality of Spain in what he clearly saw was an approaching new war with a resurgent and aggressive Germany. After the outbreak of the Second World War in September 1939, Pétain rejected the offer of the French government to join the French War Cabinet and remained as the French Ambassador to Spain.

The Second World War.

10 May 1940 saw the peace that French had craved after the First World War come to a crushing end with the German Army by-passing the Maginot Line. German armored forces moved through the Ardennes, crossed the Meuse river on 15 May after the breakthrough at Sedan and advanced to the English Channel in the space of two weeks. The French government thrown into crisis because of the lightning attacks of the German forces, again called upon Pétain to rejoin the cabinet of the Third Republic. Pétain was 84 years old. The French government, desperate to shore up the morale of the French people announce on the radio; “…the winner of Verdun, Marshal Pétain, returned from Madrid this morning. He will stand by [our] side… putting all his wisdom and all his strength at the service of our country. He will stay there until the war is won.”

The appointment of the popular Marshal was well received by the French public. One famous French writer said, "this old man was sent to us by the dead of Verdun." The military situation, however, worsened almost daily and the French and supporting During the meeting of the British-French War Council on 25 May 1940, Pétain showed a defeatist attitude. He felt that France was ill-prepared for war and he blamed the political decision-makers for the impending defeat. In an official statement Pétain said; “I cannot allow the mistakes of politics to be passed on to the Army…it is simple and stupid to say that one will fight to ‘the last man’... After our losses in the last war and our weak birth count, this is also a crime.”

By 10 June 1940, the French Army was on the verge of collapse and with millions of civilian internally displaced persons, panic set in dissolving public order. The French government officials left Paris and fled south to Bordeaux. Paris was declared an open city and occupied without a fight by the Germans on 14 June 1940. The French government was also at war wit

eneral Charles de Gaulle, who was now the Secretary of State at the War Ministry argued for a continuation of military resistance. Pétain considered a continuation of the war hopeless and called for a rapid end to the fighting. In what was to cast his fate for the rest of his life, Pétain made a formal statement; “It is impossible for the French government to leave French soil without emigrating, without deserting. I believe that the French soil must not be abandoned and that the suffering that lies ahead…must be accepted. The French rebirth will be the fruit of this suffering, and the renewal of our country must be initiated on the spot. We cannot wait for the reconquest of France by Allied cannons at an unknown time and in unpredictable conditions. I will refuse to leave [France and] I will stay with the French people to share their suffering and misery. In my view, [an] armistice is the necessary precondition for the continuation of eternal France.”

After arriving in Bordeaux, the French government fell apart and picking up the pieces was Pétain. Pétain asked the French Foreign Minister to arrange for terms of a ceasefire with the German Reich. As this effort began, Pétain addressed the French people on a radio broadcast in which he wanted to explain his rationale for a ceasefire negotiation. Pétain said on 17 June 1940, “French! Following the call of the President of the Republic, I take over the leadership of the French government today. Sure of the trust of the entire people, I place my person at the disposal of France to alleviate this suffering… I tell you today with a heavy heart that it is time to end this struggle. I turned to the enemy that night to ask him if he was willing to seek the means to put an end to hostilities together with us, among soldiers, after the battle and in honor.”

Prior to this radio address of Pétain, Charles de Gaulle fled to Britain and upon hearing what Pétain had said, renounced this appeal by Pétain and made his own radio address on 18 June 1940. In it, De Gaulle called upon France with his own radio address to continue the resistance and announced the founding of the Free French Armed Forces (FFL).

While awaiting the German response for an armistice, the idea of a French government in exile took shape. There was furious debate. Some ministers wanted to depart France on the ship Massilia and establish itself in North Africa out of reach of the Germans. Other ministers argued to stay in France in order to maintain keep faith with the French people who could not leave the country. Pétain wanted to maintain what he saw as the legitimacy of the French government by remaining inside France and then forbade all holders of public office from departing Bordeaux and threatened to arrest anyone who tried to leave. In the end, 27 Parliamentarians left for North Africa. A day later, under the leadership of Pétain, the truce negotiators of France and Germany met in the clearing of Rethondes.

German leadership dictated to the French delegation on 22 June 1940 the terms of the armistice of Compiègne, which was in essence to erase France's status as a great power. The government accepted the terms of the agreement and the fighting within France stopped on 25 June 1940. The treaty divided the territory by a demarcation line into a northern and western part under German military administration ("Zone Occupée") as well as an unoccupied southern part ("Zone Libre"), which comprised about 40 percent of the land area of France. The German Reich annexed Alsace-Lorraine, the placed large swathes of France under German military administration. The cost of the occupation (roughly 20 million Reichsmarks per day) was to be paid by France. In order to maintain internal order, France was allowed to maintain a 100,000-

man army without any heavy armament. The repatriation of the 1.85 million French Soldiers captured during the German attack was to take place only after the conclusion of a final peace.

The French Government in Vichy.

For a host of practical reasons, Pétain moved the seat of French government to the unoccupied southern part (“Zone Libre”) of France to the city of Vichy on 1 July 1940. This city known for its spa, located near the demarcation line with German occupied France, had good road and railway connections as well as a modern telephone exchange. The numerous Hotels offered sufficient accommodation to the ministries, authorities and embassies. Pétain himself occupied two floors of the Hôtel du Parc.

In the weeks following the armistice, Pétain's wanted to ensure that the French government in Vichy was relevant and initiated a series of concrete plans for a comprehensive political reform. Pétain faced serious opposition to his reforms with many of his fellow ministers calling for constitutional changes. Some of the powerful advocated for an authoritarian form of government that they believed was capable of integrating France into a cohesive whole. The idea was for Pétain to be given unlimited powers so that he could begin the reconstruction of the French Nation. In a cabinet meeting on 4 July 1940 there were calls for an immediate convocation of the National Assembly to instruct Pétain to draw up a new constitution. Pétain approved the proposal for a legal constitutional reform and announced the convocation of the Parliamentary chambers for the first time since the armistice. In the following days, a document was drafted to guarantee “the rights of work, the family and the nation".

On 10 July 1940, the French National Assembly declared its hegemony at the Grand Casino de Vichy. Pétain was lauded as the person to whom the representatives of the French people should rally. With a clear majority of 570 votes to 80 (with 21 abstentions and 237 absentees), the members of the National Assembly voted for Pétain to lead the new government of France. Pétain wasted no time to begin his reforms. On 11 and 12 July 1940, He published his first four constitutional acts which replaced the Republican principle of separation of powers and replaced it with popular sovereignty in one person – in this case, Pétain himself. This was basically a type of dictatorship and one observer remarked that Pétain had greater powers than any French leader since King Louis XIV. With these constitutional acts, Pétain was proclaimed the French Head of State (Chef de l'état français). The other three constitutional acts entrusted Pétain with full power over both the legislative and executive branches of government. Pétain could appoint and remove ministers at will, grant pardon and amnesty, negotiate and ratify treaties. Detractors called Pétain a "king of France only without a crown.”

After the events of the summer of 1940, it is true to say that a “cult of personality” grew up around Pétain. He was compared to Joan of Arc, who had sacrificed himself for the benefit of France the same way Saint Joan did several centuries before. Pétain had portraits made of himself that replaced the images of the French popular figure of Marianne in public buildings. There were slogans such as "Nothing without the Marshal. Everything with the Marshal" painted on buildings. There was even an unofficial anthem, “Maréchal, nous voilà” that played after the French national anthem, the Marseillaise. The city of Vichy became a sort of political place of pilgrimage with Pétain being called “Our Father”, “our Marshal”, or the “Father of all the children of France”. Importantly, the Catholic Clergy in France also supported the new Regime

under Pétain, giving the Regime an cloak of religious imprimatur. On 16 July 1940, Cardinal Pierre-Marie Gerlier travelled to Vichy to pay tribute to Pétain and spike of the sacrifices that the Marshal had made for the nation.

Pétain would often speak of “we must focus our efforts on the future and a new order begins.” Pétain regarded the military defeat of France as a sign of the disintegration of French society and lamented both the internal division of the country and the decline of traditional values. Since the armistice, Pétain advocated a national revolution to new unity and moral renewal under his leadership. He called this effort “Travail, Famille, Patrie” (“Work, Family, Nation”). The Vichy Regime resolutely renounced the principles of the French Revolution embodied in the words; "Liberté, Égalité, Fraternité" (Freedom, Equality, Fraternity) and the Republican Tradition that grew out of it. The goal was the return to a traditional, patriarchal and hierarchical form of society.

In order to assert the sovereignty of France, Pétain proclaimed a neutral France that sought to maintain distance from any warring parties. In keeping with this desired neutrality, Pétain refused at a meeting with the Chancellor of the German Reich, Adolf Hitler. A practical man, Pétain considered collaboration with the German Reich necessary for survival. He was determined to ensure the flow of goods and material that France needed to survive, to ensure that France would not suffer industrial exploitation at the hands of Germany. Most importantly, Pétain wished to achieve the repatriation of nearly two million French soldiers from German captivity. On October 30, 1940, Pétain justified his policy in a radio address; “I am honoring the path of collaboration to preserve the unity of France; a unity of ten centuries and this is happening within the framework of the construction of a new European order. This collaboration must be sincere, it must exclude any aggressive thinking, it must be sustained by a patient and trusting effort. France is bound by numerous obligations towards the winner. At least, it remains sovereign. This sovereignty obliges us to defend our soil, to settle differences of opinion and to reduce the apostasy of its colonies. This is my policy. The ministers are only responsible to me. History will judge me alone. I have so far spoken to them in the language of the father. Today I speak to you in the language of the boss. Follow me. Keep your faith in eternal France”.

Due to Pétain’s stated situation of needing to collaborate with the German Reich coupled with his authoritarian domestic politics and increasing German reprisals, the Vichy Regime lost significant popular support from mid-1942 onwards. The “Vichy government” as the government of France became known, was increasingly dependent on the German Reich for support of all types. The establishment of a legion of volunteers to support the Germany Army (Wehrmacht) in the fight against Bolshevism in the Soviet Union radicalized the communist resistance in France. Another issue was members of Pétain’s government were overtly pro-German and intensified the collaboration with the German Reich. The Vichy government increased the supply of French forced laborers to work in the German war economy and the organized the process to deport Jews to Germany. Under Pétain and his Vichy government, the paramilitary organization “Milice Française” was founded and worked closely with the German occupation forces. .

In November 1942, after the Allied landings in North Africa, an attack on the "Fortress Europe" became apparent. on 11 November1942, German and Italian troops moved into the previously unoccupied southern area of France to establish defensive operations. Pétain remained in Vichy, but by the occupation the Regime land area by Axis troops exposed Pétain to derision and what power he had was largely lost and the Vichy government descended into what was little more than a German puppet government. Adolf Hitler said that it was wise "to maintain the fiction of a French government with Pétain. That is why Pétain should be kept quiet as a kind of ghost”.

In June 1944, after the Allied landings in Normandy, the liberation of France began, and the end of the Vichy government was looming. On 20 August 1944, the Vichy government was first transferred to Belfort, France and, on German orders, to Sigmaringen inside Germany on 7 September 1944. The Vichy government took up residence in the Hohenzollern Castle and formed an influential government-in-exile. Pétain, who had been forced to leave France, did not participate in this relocated government. Tio have a French government outside of France was not something that Pétain could contemplate.

After the Second World War, Arrest and Trial.

As the war progressed along with the advance of Allied Forces and the imminent collapse of the German Army, Pétain and his wife fled to neutral Switzerland on 23 April 1945. Three days later and after extensive diplomatic preparations, Pétain surrendered to the French authorities at the Vallorbe border station and was arrested by French authorities. Pétain was imprisoned in the Fort de Montrouge near Paris.

After the war, France instituted a “Commission d'épuration” which sought to purge the Vichy government and condemn leading representatives of the collaboration and the Vichy Regime. The court case for treason against Pétain, which received massive public attention, was begun on 23 July 1945 in the Palais de Justice in Paris. The Prosecutor's office charged the former Head of State before the haute Cour de Justice with "conspiracy against the French Republic and the security of the state" and "collaboration with the enemy". Pétain, who appeared in the dock in the Uniform of a Marshal of France, had himself defended by French lawyers and only addressed the court once, on the first day where he said; “I volunteered to be accountable to the French people, not to the High Court, which does not represent the French people. In my opinion, the armistice saved France, I saved the French from the worst by my actions during the four years of occupation, I prepared the liberation and laid the only possible foundations for the national revival. By condemning me, you are prolonging the discord in France. I declare myself innocent and will make no further statement.”

During the trial, the jury dropped key points of the indictment but upheld the charge of high treason and sentenced Pétain to death on 15 August 1945. The jury consisted of 27 jurors and the guilty verdict was handed down as a result of a vote of simple majority. Pétain was now 89 years old and in view of the convict's advanced age, 17 of the 27 jurors pleaded for the suspension of the death penalty and recommended that it be converted into a life sentence. As provisional head of Government, Charles de Gaulle followed the recommendation of a pardon and commuted Pétain's sentence on 17 September 1945 to life imprisonment. After the verdict

and the revocation of his civil rights, Pétain was initially imprisoned in the Fort du Portalet (Pyrénées-Atlantiques). The same Pyrenees fortress had served as the Vichy Regime detention center for political prisoners.

The Final Years.

On 16 November 1945, Pétain was transferred to the Atlantic island of Île d'yeu and was the only prisoner in the citadel of the Fort de Pierre-Levée. In the course of an interview by medical professionals, Pétain now 91 years old, it was determined that he was infirm and suffering from dementia. For health reasons, Pétain's lawyers and various foreign dignitaries such as the British Duke of Windsor and the Spanish dictator, Francisco Franco demanded an early release from prison for Pétain. These calls for release went unheeded by the French government. Pétain’s health and mental stability continued to decline; heart failure and dementia being the two biggest concerns. In June 1951 it was determined that to have better care, Pétain was moved to a private house in the main town of Port-Joinville. Pétain died there on 23 July 1951 at the age of 95. Two days later he was buried in a communal cemetery in Port-Joinville.

After Pétain’s death, the French government refused his last wish to be buried in the ossuary of Douaumont near Verdun. Pétain had asked to be buried with his Soldiers but the French government stood firm in its denial of the request. Even in death, Pétain remains a figure that inspires deep emotions. In 1973, two weeks before the National Assembly elections, the remains of Pétain were taken by supporters. A few days later, the remains of Pétain were found by police and transferred back to Île d'yeu on 22 February 1973 on the orders of French President Georges Pompidou.

Still regarded as a war hero by large segments of the population of France and especially by the political and military ‘Elite,’ Pétain was for years seen more as a victim of the German occupation. These people stressed that for all its political mistakes, the Pétain regime had not deserted France and had also acted as a shield against the German Reich. The crimes of the regime, such as the deportation of the French Jews, were either concealed or attributed to other Vichy officials. The historian Henri Rousso referred to this as the "Vichy syndrome" in 1987. In 1987, François Mitterrand, the first socialist President of France, like all his predecessors, secretly laid a red rose at the memorial at Verdun in memory of Pétain. When this clandestine events became public in 1992 it caused a sensation and a scandal in France. Only Mitterrand's successor as President of France, Jacques Chirac condemned the crimes of the Pétain Regime.

Even today, some 70 years later, there are still some political parties of the right-wing in French national politics who view Pétain as a national hero. An example is the Rassemblement National (RN) where Jean-Marie Le Pen, the party’s leader for many years called Pétain a true French patriot.

Henri Philippe Benoni Omer Joseph Pétain. A French military officer, diplomat and politician. A political figure of France that still inspires deep emotions. Even nearly 70 years after his death after a long and eventful life, people still study and speak of Pétain and his impact on 20th century France and the world. In the end, he was a man. A French man who wanted the best for his nation beset by aggressive enemies and troubled times. The debate about his legacy will continue. On offer in this auction is an opportunity to own a piece of history, a memento of an era.







FRANCE - MEDAILLE MILITAIRE - FROM THE PERSONAL ESTATE OF ÉTAT FRANCAIS PHILIPPE PÉTAIN, MARSHAL AND HEAD OF STATE. 
This medal is crafted from gold and enamel and features a laurel wreath surrounding the medallion with the suspension ring set in cut diamonds. The obverse medallion is crafted in three parts, the separately applied head of the personification of the Republic is sculpted in finest goldsmith's craftsmanship.

The "spoils of war" motif is detailed on both sides in superior goldsmith craftsmanship. The reverse medallion has the artist's mark: "BARRE". The medal comes with the original suspension loop and comes in the original Bordeaux-red marroquin leather case with finely engraved silver dedication plaque:

"Les Officiers du Grand Quartier Général au général Pétain"

The silk interior lining of the cover features the manufacturer's label of the renowned Parisian jeweller Baqueville. 

Henri Philippe Benoni Omer Joseph Pétain (24 April 1856 to 23 July 1951)

Overview of the life of Pétain.

Henri Philippe Benoni Omer Joseph Pétain was a French military officer, Diplomat and politician. A high ranking officer of the French Army, he was celebrated as a national hero of the First World War who besmirched his reputation by becoming the head of state for the authoritarian “Vichy Regime” (the État Français) which governed France under German occupation during the Second World War from 1940 to 1944.

Pétain came from a family of farmers but was encouraged in his desire to serve in the French military by an Uncle who paid for his education. Joining the French Army as a Sous Lieutenant in 1878, his rise through the ranks was slow; indeed, he was in the more junior ranks of the French Army for 22 years before he was finally given a command. This was due largely to Pétain’s belief in the defense application of warfare, relying on firepower to decimate an attacking force which was a polar opposite idea that was favored by the leading military minds who called for the attack before all else. Just prior to the onset of the First World War, in June 1914, Pétain was preparing to retire from what had been a lackluster career.

During the first World War, Pétain was called the "hero of Verdun" due to his defensive successes during the Battle of Verdun against the German Army of Kaiser Wilhelm II. At a critical time during the First World War in 1917, Pétain was appointed as the Commander-in-Chief of the French Army. After the war, Pétain was an influential military Officer who had significant political power as Marshal of France and in his various military offices. In this role of Marsal of France, he played a decisive role in shaping the defense doctrine of his country.

As the Second World War approached, Pétain was once again approached by the government of France to conduct the defense of country against a resurgent German Army, this time under the control of Nazi Third Reich. In the course of the looming French defeat by the German military, Pétain became the last head of government of France’s Third Republic and in this role, represented France on 16 June 1940 and negotiated the armistice of Compiègne. Subsequently, from 1940 to 1944, Pétain served as Head of State of the (Chef de L'état), Pétain and assumed the leadership of the État Français, better known as the “Vichy Government” that collaborated with the German Reich.

After the Second world War, Pétain was tried in the French National Court and sentenced to death for collaboration with the German Third Reich. This sentence was later commuted to life imprisonment on a small French island where he remained under house arrest until his death.

Family history and early life.

The ancestors of the Pétain family were simple, long-established farmers, who came from the northern French coal district and cultivated the family property of ten hectares of farmland. Pétain was born near Paris on 24 July 1877 on the farm of his parents in Cauchy-à-la-Tour. An only son, he had three older sisters and after Pétain was born his mother died in child birth with a fourth daughter. His father remarried in 1859 when Pétain was three years old and with this new wife had had three more children. The new wife neglected the children from her husband’s

first marriage and as a result, Pétain and his sisters grew up in the household of their strictly religious grandmother.

Pétain was heavily influenced by his Uncle, Abbé Jean-Baptiste Legrand who was the Pastor of the Parish of Bomy, France and enabled his eleven-year-old nephew to attend the Jesuit College of Saint-Bertin in Saint-Omer through a half-scholarship from October 1867 until the end of 1875. This education was characterized by religiosity, obedience and discipline that formed Pétain’s personality for the rest of his life. Pétain’s Uncle encouraged his nephew’s education and frequently told family members; "my dear nephew! I only wish that there would always be men in my family who carry the cross – and the sword."

The military years.

Pétain was old enough to have strong memories of the French defeat of 1870 at the hands of Imperial Germany. As he grew into a young man. Pétain would listen to the war stories of his Great Uncle Joseph Lefebvre, a Catholic priest who had served as a young man in the Grande Armée under Emperor Napoleon Bonaparte. These reminiscences of his Grand Uncle and family stories of the 1871 war fired Pétain's desire to serve his country as a career Officer in the French Army. In 1875, in preparation for this military career, Pétain attended the Collège Albert-le-Grand in Arcueil, which was run by religious Order of the Dominicans. This foundation allowed Pétain to enter the National Military School of Saint-Cyr where he successfully completed his two-year training and was commissioned as an Officer in the Army of France.

After military school Pétain joined the Infantry as a Sous Lieutenant. An early career synopsis:

· 24th battalion of the Chasseurs à pied in Villefranche-sur-Mer (1878-1883)

· Lieutenant in the 3rd Battalion in Besançon (1883-1888)

· Student at the General Staff Officer at the École Supérieure de Guerre in Paris. It was here that Pétain earned a reputation as a distinguished, cool and intelligent officer and graduated with a promotion to Capitaine (1888-1890).

· XV Army Corps in Marseille (1890-1892) and the 29th Army Corps in Paris (1890-1892)

· In 1893 Pétain was appointed to the staff of Général Félix Gustave Saussier, the military governor of Paris and continued to serve on that staff under his successors, Generals Émile Auguste Zurlinden and Henri Joseph Brugère

In the course of his career as an Army Officer, Pétain showed little interest for being posted to locations outside of the country in the growing colonial empire. Not desiring to seek glory overseas was unusual for the time but Pétain sought only postings inside France. Also unusual for the time, Pétain was very discrete in his political views which he thought important in order to not to jeopardize his career. Indeed, during the military/political scandal of the time, the Dreyfus Affair, no one knew then or now what his position was regarding this issue.

In terms of military careers at the time, Pétain experienced a slow military rise and remained in the group of junior officers for 22 years. It was not until 1900 that he became a Commander at a very advanced age. In mid-1900, Pétain took command of the 8th Chasseurs Battalion in Amiens and became an Instructor at the École Normale de TIR in Châlons-sur-Marne which at the time was considered the French Army’s War College.

It was while an instructor at the École Normale de TIR in Châlons-sur-Marne where Pétain developed his personal philosophy of the application of military force. At the time, his pronouncement in support of the staunch defense in war was a polar opposite of Offensive à Outrance which was the concept of attack above all else. For the leading military theorists of the period such as Marshal Ferdinand Foch and General Louis Loyzeau de Grand Maison, it was the defensive attitude that was the main cause of the French defeat of 1871. These military commanders were convinced that it was only through a rigorous application of the attack that France would ever recover the territory Alsace-Lorraine taken from them at the conclusion of the war of 1870.

While at the École Normale de TIR in Châlons-sur-Marne, Pétain was impressed by the enormous firepower of modern machine guns and that supported his skepticism of the strategic offensive. He did not believe in the penetrating power of fanatical, frontally led assault attacks of the infantry which were in vogue during this period. Pétain’s thinking this would inevitably lead to a massacre. After studying the new technology of applied fire power, Pétain believed that victory could be delivered by a high rate of fire and shooting accuracy that would decimate any attacking force. Pétain’s opposing views, which he summarized under the catchphrase "Le feu tue" (firepower kills), hindered his rise in the ranks for the French Army.

Despite the criticism of his tactical ideas of the defense and the use of modern fire power, Pétain worked at the École Supérieure de Guerre between 1901 and 1903 and again from 1904 and 1907. At first, he served as the Assistant Professor of Infantry Tactics and then later occupied the chair as the Lead Instructor for the Infantry. In addition to teaching, he wrote memoranda to improve the interaction between Infantry and Artillery, an area neglected by the French General Staff.

In 1907, Marshal Foch took over the management of the École Supérieure de Guerre and immediately he replaced Pétain as a lecturer and temporarily assigned him as Lieutenant-Colonel of the 118th Infantry Regiment in Quimper. After the departure of Marshal Foch as the Commander of the École Supérieure de Guerre in 1908, Pétain returned for the last time as a Professor of Tactics, a position he held until 1911.

After his tours of duty at the École Supérieure de Guerre, Pétain returned to the active Army. A later career synopsis:

· On 26 June 1911, Pétain was appointed to command the troops as a Colonel of the 33rd Infantry Regiment in Arras. In an interesting confluence of fate, in 1912 a young Sous-lieutenant named Charles de Gaulle joined the regimental staff.

· On 20 March 1914, Pétain was given command of the 4th Infantry Brigade at Saint-Omer. So unpopular was Pétain himself and his military theories to the high command of the French Army that the War Ministry denied him the promotion to Général de Brigade which was normally associated with the command.

· In June 1914 and after his 36 years of Army service, Pétain began preparations for his retirement. This was the only option available to him as he was disliked, had not actively participated in any combat events, never been posted overseas to any of the French colonies and was regarded as having an inconspicuous career.

The First World War.

The onset of the First World War fundamentally changed the career trajectory of Marshal Pétain. Still in command of the 4th Infantry Brigade and nearing retirement, Pétain's 4th Brigade was assigned to the 5th Army under General Charles Lanrezac on 2 August 1914. It marched against the advancing Imperial German troops and was intended to prevent their passage across the Meuse River. During the initial skirmishes, Pétain’s Brigade was used in active combat for the first time on 14 August near the Belgian town of Dinant. During the ensuing Battle of the Sambre (21-23 August 1914), Pétain's Brigade managed to cover the tactical retreat of the 5th Army. A few days later, the Battle of St. Quentin took place (28-30 August 1914) where Pétain's forces were able to hold off the Germans. During the summer of 1914, Pétain became a capable commander.

It had been a generation since the French Army had been to war in Europe and in the first few weeks of the First World War it became apparent that the officer corps of the French Army had lost its edge. In the first weeks of the war, the French High Command removed hundreds of officers from their posts. Having acquitted himself well in his first two active combat experinces, Pétain was promoted to Général de Brigade and at the very old age of 58, Pétain began his rise through the French Army ranks; this by a man who wanted to retire.

As the German Army advanced on Paris, Pétain was given command of the 6th Infantry Division on 2 September 1914. In the course of the decisive Battle of the Marne, the Division was engaged in fierce defensive battles between the Aisne-Marne canal and the Fort de Brimont. Pétain's actions in the defense drew praise from the French High Command which promoted him to Général de Division on 14 September 1914. In recognition of his strategic, and largely defensive, achievements during the early stages of the war, Pétain was awarded the Officer's Cross of the legion of Honor.

On 20 October 1914, Pétain was promoted to Général de Corps d'Armée. Pétain had risen from Colonel to the rank of a four-star General within eleven weeks of the onset of the war. Upon promotion, he was given command of the XXXIII Army Corps. XXXIII Corps was deployed in the area of Arras and was a subordinate formation to the newly formed X Army under General Louis Ernest de Maud'huy.

As the war slowed to one of static lines of defense and eventually into what became known as “trench warfare” Pétain, turned his attention to the care and well-being of ordinary Soldiers. During the trench warfare, he worked to improve their everyday conditions and trained the units under his command in the winter months for what was hoped to be the forthcoming offensives of 1915. This emphasis in his Army Corps earned him the reputation amongst the rank-and-file troops as a "human General".

In May 1915, the Battle of Loretto began where Pétain's forces broke through the German positions on the Vimy Ridge, but the planned capture of the village of Carency failed and the operation had to be abandoned due to a lack of reserve forces. Pétain's success, albeit limited, in the Battle of Loretto brought him to the attention of the French Commander-in-Chief Joseph Joffre, who on 21 June 1915 appointed Pétain to command the II Army and promoted him to the

rank of Général d'Armée. In this new command, Pétain was ordered to prepare a French offensive in the area of Champagne and his Army was expanded to include colonial troops.

From September to November 1915 during the Battle of Champaign, failed French attempts to attack proved that Pétain was correct in his theories of the defense which he had put forward as an Instructor at the École Supérieure de Guerre. In this battle, defenders had a strategic advantage and large-scale attacks by infantry against heavily developed positions defended by machine guns and artillery fire proved that sheer numbers could be defeated in battle. As the end of 1915 approached, the war settled into static lines of trenches that starched across Belgium and France. As a consequence of the Battle of Champaign, Pétain refused to carry out further offensive actions and recommended in a memorandum for a more defensive posture. One line in this memorandum read "the artillery conquered, the infantry occupied" became a mantra of the second half of the First World War. Pétain maintained that France should first establish a superiority of weapons and then proceed to local offensives. Unlike his time at the École Supérieure de Guerre where his theories were dismissed, this time the French High Command listened.

At the onset of 1916, the Imperial Germany pursued a "strategy of exhaustion" on the Western Front. The German Supreme Army Command under General Erich von Falkenhayn wanted to bring about the end of the war by “bleeding France white”. This concept involved a massive large-scale offensive in the area of the Fortress of Verdun where German forces would break the French line by massed artillery the likes of which had never been assembled before in the history of warfare. The barrage on French positions and the Battle of Verdun began on 21 February 1916 and did not stop for four days. After the fall of the strategically important Fort of Douaumont on 25 February 1916, the French High Command moved Pétain’s II Army from the operational Reserve to the front sector of Verdun. Despite acute Bronchitis, Pétain became the new Commander of all the troops deployed in this section and immediately began to organize the defense. Pétain moved his headquarters into Mairie in the commune of Souilly near the fortress of Verdun. Pétain maintained that the original strategy of restricting the German advance to the east bank of the Meuse river had been a serious tactical error. He had the inner defensive ring extended east and reorganized the artillery into gun battery groups that were to halt any German attacks attempting to cross the river. Pétain took measures to organize supplies more effectively and orchestrated daily supply deliveries by a fleet of 3,500 trucks moving through Voie Sacrée.

Pétain’s desire for this sector was to permanently stabilize the front and to do this, he developed a methodology introduced as the “Noria Reserve System”. This system called for a counting of manpower. If fighting units had lost a third of their strength, they were transferred to reserve positions and rested. After this, these units would be sent to the front for short duration of time. Pétain had observed that short fighting times noticeably reduced the exhaustion of troops and thus the failure rates of the soldiers. It also strengthened morale and what he called the “spirit of resistance”. By the end of the war, 259 of the 330 French Infantry Divisions had been deployed outside Verdun. This circumstance was an essential factor in establishing Verdun as a symbol of unbroken French Resistance.

Throughout the month of April, Pétain organized the fierce defense of Fort Vaux and the Hill 304 and Le Mort Homme mountain ranges. At the same time, he ordered an advance on his now

main objective, the recapture of Fort Douaumont, in order to open a new flank against the Germans. The successful repulse of the German attempts to capture Hill 304 and Le Mort Homme. After the success of several battles, Pétain wrote to the French High Command “April 9 is a glorious day for our Armed Forces. The fierce attacks of the soldiers of [imperial Germany] have failed everywhere: Infantrymen, Gunners, Pioneers and Pilots of the II Army have surpassed each other in heroism. My respects to all. The Germans will certainly continue to attack. May each show as much commitment as before. [Above all] courage! ... We will defeat them!“

Despite Pétain’s success, he was replaced as the Commander of II Army on 1 May 1916 by a man who believed that the attack was the only way to defeat the Germans. General Robert Nivelle came to the front to replace Pétain. Pétain had proved to be a competent and capable commander, but against his wishes he was appointed Commander-in-Chief of the Superior Groupe d'Armées du Centre (Army Group Centre) in Bar-le-Duc. It was General Joseph Joffre who had clashed with Pétain in the academic environment before the war who had relieved Pétain of command. Joffre hoped that Pétain, prone to constant pessimism, would have a better view of the general situation by giving him more distance and command over a wider Front. Joffre also saw the eventual requirement to defend French positions at Verdun and who better to construct that plan than the man who had argued for the defense above all others?

The fighting around Verdun began as a small skirmish that rapidly grew to a large and difficult battle. The French were forced to evacuate Fort Vaux on 7 June 1916. With Allied help and through a series of counter offensives, the French Army was able to recapture Fort Douaumont on 24 October 1916. Pétain's confidence and steadfastness, with which Pétain had repeatedly driven his troops, earned him national recognition. His famous daily orders that gave his Soldiers encouraging slogans such as “courage! we will defeat them!" and "they will not get through!") contributed significantly to his reputation as the “Savior of France", and the French press hailed Pétain as the "hero of Verdun". Despite this popular acclaim, when General Robert Neville, Pétain’s successor as Commander of II Army was promoted and appointed Commander-in-Chief in December 1916, Pétain was immediately removed from his position and demoted.

With the spring offensive on the Aisne, France which began on 16 April 1917, the new French High Command under the direction of General Robert Nivelle attempted to break the stalemate known as ‘trench warfare’ with a concerted attack. The French and Allied forces suffered enormous losses and the inadequately prepared attack collapsed under German defensive fire on the ridge of the Chemin des Dames. As a result of the failure, large sections of the demoralized northern armies of France refused subsequent orders to attack and mutinied against General Nivelle, whom they named the "bloodsucker”. This mutiny was far-reaching being recorded by 68 of the 112 French divisions involved in the attack campaign planning. This mutiny threatened the collapse of the entire front in May 1917. The government relieved General Nivelle of his command and replaced him with Pétain, who had already expressed his criticism of the tactics of his predecessor's plans in advance. Pétain immediately got to work updating technology with the instantiation of the offices aviation, telegraphy, cryptography and the connection to the civil authorities which he wrote into subsequent battle plans to maximize their effect on the battlefield.

Beyond the focus on military technology, Pétain turned his attention to the conditions of the Soldiers on the ground. France had watched the Russian Army mutiny as part of the Russian February Revolution, and many thought that Bolshevik infiltration had caused this to happened. Those same people worried about the same type of ‘revolution’ happening inside the French forces. Pétain, had a different interpretation of the effect of the Russian February Revolution on the French Army. Pétain realized after numerous visits to the front and personal conversations with the military units, that the average French Soldier was not concerned with political demands, but with changes both in terms of Service and in the appreciation of their everyday situation. Pétain had a reputation of caring about his Soldiers as was evidenced before and during the First World War. Of the 554 death sentences handed down by military courts in the wake of the French mutiny, Pétain commuted all but 49. He took personal interest in the improvement of organization of supplies, the conditions in which the Soldiers were living, and the time Soldiers could spend away from the frontlines to recuperate. Pétain succeeded in restoring the combat readiness of the troops and became popular with the Soldiers.

More than all of this was Pétain’s vision for the future of the war. In Directive No. 4 of 22 December 1917, Pétain set out his views on the coming developments. IN one statement Pétain read aloud “the Alliance can regain the superiority of the armed forces if the American Army is able to bring in a certain number of large units. Until then, we must also wait at the risk of irreparable wear and tear, but we must not abandon the idea of starting the offensive, which alone can bring the final victory, as soon as possible.” From the government he demanded the increased production and supply of the new weapon systems called by the British, the “tank” and looked to the Americans to being a number of them with them to France.

After the beginning of the German spring offensive on 21 March 1918, French forces were under extreme pressure. As the German Army attempted to force the French and British Armies northward, Pétain held back most of his Reserve for what he expected to be the German advance on Paris. Pétain moved only a few divisions to the front section of the heavily besieged British Army. At a war council meeting, Pétain accused the British of stubbornly pursuing only their own war aims, and recommended an evacuation of Paris. The French Prime Minister Georges Clemenceau, feared that British Commander-in-Chief , Sir Douglas Haig "was a man who would have to surrender in the open field within the next fortnight”. General Foch called for fanatical resistance and threw the French Reserves to the Front and was able to stop the German advance. After much fighting in May and June 1918, the Germans were able to capture Soissons and advanced as far as the Marne River. Pétain met this situation by establishing a staggered defense-in-depth which temporarily surrendered French territory to gain time. Despite the skepticism of the French High Command, Pétain's defense strategy proved successful and the German advance was halted at Reims in mid-July.

For this strategy at Soissons, Pétain was awarded the French Military Medal for Merit after which he pleaded with General Foch for the involvement of the US expeditionary corps. Pétain saw the increased presence of American Soldiers as a way to strengthen the lines and improve the morale of the French units. After ferocious fighting during the One-Hundred-Day offensive from August to November 1918, that included the American forces at the Battle of Amiens, the Germans were forced to retreat behind the their “Siegfried Line” near the border.

In order to avoid imminent collapse, the German Empire sent a request for an armistice to the French and Alliance partners asking for a cessation to the fighting. The Armistice was signed in Compiègne, France on 11 November 1918. On November 19, 1918, Pétain solemnly entered Metz at the head of his Army. The city was quiet as a result of the German Army’s withdrawal. The War was over.

On 8 December 1918, in the courtyard of the fortress of Metz, Pétain received the Marshal's baton from French President Raymond Poincaré, who hailed him in his address saying; “you have achieved everything you asked of the French soldier. They understood you, they loved you, and they thanked you with obedience and devotion for the affection and care you showed them” he went on to say of Pétain “your virtues were also theirs; prudence, method, constant concern for the well-being of the troops; the desire to sacrifice to the country all self-love and all personal interest.” Pétain was called the “Savior of France” by a grateful French Republic.

After the First World War – The Third Republic and the Interregnum.

Pétain's prestige abroad was manifested by military honors from all the Allied nations. As a further expression of public appreciation, Pétain was admitted to many academic institutions and awarded honorary academic degrees. But in his own words, Pétain’s highlight of his career as a Soldier of the First World War was the French national holiday declared to mark the end of the war. This holiday was combined with a victory march on 14 July 1919. For the first time, troops from all the Allied powers marched along the Avenue des Champs-Élysées in Paris. On a large war horse, Marshal Pétain led all of the French units.

As France came off a war-footing and looked forward to returning to life at peace, Pétain resigned the position of Commander-in-chief on 20 October 1919. He was appointed Vice-President of the Conseil Supérieur de la Guerre (CSG) because, unlike Marshal Foch, he was considered a loyal Republican who did not interfere in politics. That discretion that was noted in his early career was now an asset. Thus, he was now the Chairman of the highest military Institution in France and would have automatically exercised the command in the event of war. In February 1922, Pétain was appointed Inspector General of the Army, giving him an advisory role in the Conseil Supérieur de la Défense Nationale. The task of the Defense Council was to prepare a possible war strategy, to make decisions on armament, training and deployment of the French Armed Forces.

In this role, Pétain held a decisive role in shaping the defense doctrine of France. The plan developed by France after the First World War, the “Provisional Instruction on the Conduct of Large Units was largely based on the use of fortified positions along the French border and was issued in 1921. This sort of doctrine was to remain the official doctrine of the French army until 1935. The Instruction was based on Pétain's findings and conclusions about the war, particularly the grinding application of trench warfare. Pétain still firmly believed that a strictly defensive war tactic in the event of a renewed German attack on France would defend the country and that the offensive should only be considered with sufficient firepower and superiority in numbers. Pétain supported the primacy of infantry, while tanks and air forces were only to be used as supporting weapon systems.

Pétain was painfully aware of the high casualties suffered during the First World War, where France had lost 1.3 million killed – roughly 1/3rd of the entire male population of the country. This fact, coupled with a declining birthrate in France concerned Pétain. In his position he wanted to preserve the population of Soldiers through the use of a defensive national strategy. Pétain also had to take the political situation in France into account. War weary France had influenced the French Government in 1923 to shorten the conscription time frame from 36 to 18 months and regularly made reductions in the national military budget. Despite this aversion to war that was now permeating the French public, Pétain pushed forward the debate on the construction of a protective wall all along the eastern French border. In 1930 the French Parliament approved the financial investment to build a fortified defensive line. The corresponding bill had been introduced by Minister of war André Maginot and the fortification was named the Maginot Line in his honor. By November 1936, 1,000 kilometers were considered completed at the cost of approximately five billion Francs. The belief in the invincibility of the Maginot Line was born and French public opinion looked upon the line of fortification with almost religious confidence.

In 1925 Pétain appointed a former student of his to his personal staff; Charles de Gaulle. De Gaulle's main task was to prepare military plans to support the staffing and use of the Maginot Line. Work on these plans eventually affected the relationship between Pétain and De Gaulle and by 1926, the two were no longer speaking except to hurl well-placed insults in the press. After the death of Marshal Foch, Pétain was unanimously elected as a member of the prestigious Académie Française in 1929 and officially introduced on 22 January 1931 a few months shy of his 75th birthday. A week later, Pétain retired from the French Army on 9 February 1931.

Although Pétain was retired, he continued to be an important figure in the mind of the French public. His reputation as the hero of Verdun and Marshal of France was firmly ensconced in society. Various right-wing groups sought the favor of the war hero, who, despite the adroit discretion regarding his political views in his early life and career, had already developed a tendency towards authoritarian, anti-parliamentary political approaches in the 1920s. In particular, the politically active publicist Gustave Hervé publicly advocated the creation of an authoritarian form of government and saw Marshal Pétain's dictatorship as the only way to save France. Pétain expressed great admiration for the Spanish military dictator Miguel Primo de Rivera, who wanted to renew his country under the slogan "Fatherland, Religion, monarchy".

In 1931 Pétain received an invitation from the American General John J. Pershing and travelled with the Delegation of Prime Minister Pierre Laval on a state visit to the United States. As the official representative of the French Republic, Pétain participated in the 150th anniversary celebration of the Battle of Yorktown, which decided the American War of Independence against England. He emphasized the alliance between France and the USA using words in a demonstrative demarcation against Great Britain. On the occasion of the visit, the city of New York paid tribute to the highly respected Marshal on September 26. October with a “ticker tape” parade on the famous New York City avenue, Broadway.

The “Great Depression” suffered by most of Europe and the west, led to the internal political instability of the Third Republic, which culminated in the bloody riots of 6 February 1934 and the overthrow of the government of Édouard Daladier. A new government was commissioned as the “ Union Nationale” on 8 February 1934. Pétain was asked to accept the post of Minister of War, because of his reputation in France and as a way to stabilize the new government by serving in a capacity where everyone could agree. Pétain was respected by all political parties in France at the time and pledged to reassure the war veterans that they would continue to receive their benefits despite the economic depression ravaging France.

Minister of War would be Pétain’s final entry into civil French politics prior to the onset of the Second World War. Pétain had to contend with the difficulties usual in struggling government. Issues with the budget was a focus for Pétain as he realized France's financial situation was tense and required austerity measures. Pétain, who as a military commander had been alarmed by the German rearmament, was forced to approve a reduction in military spending. A bill to extend conscription to 24 months also failed to secure a parliamentary majority.

Following the French government's recognition of nationalist Franco-Spain, Marsh Following the French government's recognition of nationalist Franco-Spain, Marshal Pétain was appointed French Ambassador Extraordinary to Spain on 2 March 1939 and on 24 March 1939 he presented his letter of accreditation to the Spanish Minister of the Interior. Key for Pétain in this new role was to ensure the neutrality of Spain in what he clearly saw was an approaching new war with a resurgent and aggressive Germany. After the outbreak of the Second World War in September 1939, Pétain rejected the offer of the French government to join the French War Cabinet and remained as the French Ambassador to Spain.

The Second World War.

10 May 1940 saw the peace that French had craved after the First World War come to a crushing end with the German Army by-passing the Maginot Line. German armored forces moved through the Ardennes, crossed the Meuse river on 15 May after the breakthrough at Sedan and advanced to the English Channel in the space of two weeks. The French government thrown into crisis because of the lightning attacks of the German forces, again called upon Pétain to rejoin the cabinet of the Third Republic. Pétain was 84 years old. The French government, desperate to shore up the morale of the French people announce on the radio; “…the winner of Verdun, Marshal Pétain, returned from Madrid this morning. He will stand by [our] side… putting all his wisdom and all his strength at the service of our country. He will stay there until the war is won.”

The appointment of the popular Marshal was well received by the French public. One famous French writer said, "this old man was sent to us by the dead of Verdun." The military situation, however, worsened almost daily and the French and supporting During the meeting of the British-French War Council on 25 May 1940, Pétain showed a defeatist attitude. He felt that France was ill-prepared for war and he blamed the political decision-makers for the impending defeat. In an official statement Pétain said; “I cannot allow the mistakes of politics to be passed on to the Army…it is simple and stupid to say that one will fight to ‘the last man’... After our losses in the last war and our weak birth count, this is also a crime.”

By 10 June 1940, the French Army was on the verge of collapse and with millions of civilian internally displaced persons, panic set in dissolving public order. The French government officials left Paris and fled south to Bordeaux. Paris was declared an open city and occupied without a fight by the Germans on 14 June 1940. The French government was also at war wit

eneral Charles de Gaulle, who was now the Secretary of State at the War Ministry argued for a continuation of military resistance. Pétain considered a continuation of the war hopeless and called for a rapid end to the fighting. In what was to cast his fate for the rest of his life, Pétain made a formal statement; “It is impossible for the French government to leave French soil without emigrating, without deserting. I believe that the French soil must not be abandoned and that the suffering that lies ahead…must be accepted. The French rebirth will be the fruit of this suffering, and the renewal of our country must be initiated on the spot. We cannot wait for the reconquest of France by Allied cannons at an unknown time and in unpredictable conditions. I will refuse to leave [France and] I will stay with the French people to share their suffering and misery. In my view, [an] armistice is the necessary precondition for the continuation of eternal France.”

After arriving in Bordeaux, the French government fell apart and picking up the pieces was Pétain. Pétain asked the French Foreign Minister to arrange for terms of a ceasefire with the German Reich. As this effort began, Pétain addressed the French people on a radio broadcast in which he wanted to explain his rationale for a ceasefire negotiation. Pétain said on 17 June 1940, “French! Following the call of the President of the Republic, I take over the leadership of the French government today. Sure of the trust of the entire people, I place my person at the disposal of France to alleviate this suffering… I tell you today with a heavy heart that it is time to end this struggle. I turned to the enemy that night to ask him if he was willing to seek the means to put an end to hostilities together with us, among soldiers, after the battle and in honor.”

Prior to this radio address of Pétain, Charles de Gaulle fled to Britain and upon hearing what Pétain had said, renounced this appeal by Pétain and made his own radio address on 18 June 1940. In it, De Gaulle called upon France with his own radio address to continue the resistance and announced the founding of the Free French Armed Forces (FFL).

While awaiting the German response for an armistice, the idea of a French government in exile took shape. There was furious debate. Some ministers wanted to depart France on the ship Massilia and establish itself in North Africa out of reach of the Germans. Other ministers argued to stay in France in order to maintain keep faith with the French people who could not leave the country. Pétain wanted to maintain what he saw as the legitimacy of the French government by remaining inside France and then forbade all holders of public office from departing Bordeaux and threatened to arrest anyone who tried to leave. In the end, 27 Parliamentarians left for North Africa. A day later, under the leadership of Pétain, the truce negotiators of France and Germany met in the clearing of Rethondes.

German leadership dictated to the French delegation on 22 June 1940 the terms of the armistice of Compiègne, which was in essence to erase France's status as a great power. The government accepted the terms of the agreement and the fighting within France stopped on 25 June 1940. The treaty divided the territory by a demarcation line into a northern and western part under German military administration ("Zone Occupée") as well as an unoccupied southern part ("Zone Libre"), which comprised about 40 percent of the land area of France. The German Reich annexed Alsace-Lorraine, the placed large swathes of France under German military administration. The cost of the occupation (roughly 20 million Reichsmarks per day) was to be paid by France. In order to maintain internal order, France was allowed to maintain a 100,000-

man army without any heavy armament. The repatriation of the 1.85 million French Soldiers captured during the German attack was to take place only after the conclusion of a final peace.

The French Government in Vichy.

For a host of practical reasons, Pétain moved the seat of French government to the unoccupied southern part (“Zone Libre”) of France to the city of Vichy on 1 July 1940. This city known for its spa, located near the demarcation line with German occupied France, had good road and railway connections as well as a modern telephone exchange. The numerous Hotels offered sufficient accommodation to the ministries, authorities and embassies. Pétain himself occupied two floors of the Hôtel du Parc.

In the weeks following the armistice, Pétain's wanted to ensure that the French government in Vichy was relevant and initiated a series of concrete plans for a comprehensive political reform. Pétain faced serious opposition to his reforms with many of his fellow ministers calling for constitutional changes. Some of the powerful advocated for an authoritarian form of government that they believed was capable of integrating France into a cohesive whole. The idea was for Pétain to be given unlimited powers so that he could begin the reconstruction of the French Nation. In a cabinet meeting on 4 July 1940 there were calls for an immediate convocation of the National Assembly to instruct Pétain to draw up a new constitution. Pétain approved the proposal for a legal constitutional reform and announced the convocation of the Parliamentary chambers for the first time since the armistice. In the following days, a document was drafted to guarantee “the rights of work, the family and the nation".

On 10 July 1940, the French National Assembly declared its hegemony at the Grand Casino de Vichy. Pétain was lauded as the person to whom the representatives of the French people should rally. With a clear majority of 570 votes to 80 (with 21 abstentions and 237 absentees), the members of the National Assembly voted for Pétain to lead the new government of France. Pétain wasted no time to begin his reforms. On 11 and 12 July 1940, He published his first four constitutional acts which replaced the Republican principle of separation of powers and replaced it with popular sovereignty in one person – in this case, Pétain himself. This was basically a type of dictatorship and one observer remarked that Pétain had greater powers than any French leader since King Louis XIV. With these constitutional acts, Pétain was proclaimed the French Head of State (Chef de l'état français). The other three constitutional acts entrusted Pétain with full power over both the legislative and executive branches of government. Pétain could appoint and remove ministers at will, grant pardon and amnesty, negotiate and ratify treaties. Detractors called Pétain a "king of France only without a crown.”

After the events of the summer of 1940, it is true to say that a “cult of personality” grew up around Pétain. He was compared to Joan of Arc, who had sacrificed himself for the benefit of France the same way Saint Joan did several centuries before. Pétain had portraits made of himself that replaced the images of the French popular figure of Marianne in public buildings. There were slogans such as "Nothing without the Marshal. Everything with the Marshal" painted on buildings. There was even an unofficial anthem, “Maréchal, nous voilà” that played after the French national anthem, the Marseillaise. The city of Vichy became a sort of political place of pilgrimage with Pétain being called “Our Father”, “our Marshal”, or the “Father of all the children of France”. Importantly, the Catholic Clergy in France also supported the new Regime

under Pétain, giving the Regime an cloak of religious imprimatur. On 16 July 1940, Cardinal Pierre-Marie Gerlier travelled to Vichy to pay tribute to Pétain and spike of the sacrifices that the Marshal had made for the nation.

Pétain would often speak of “we must focus our efforts on the future and a new order begins.” Pétain regarded the military defeat of France as a sign of the disintegration of French society and lamented both the internal division of the country and the decline of traditional values. Since the armistice, Pétain advocated a national revolution to new unity and moral renewal under his leadership. He called this effort “Travail, Famille, Patrie” (“Work, Family, Nation”). The Vichy Regime resolutely renounced the principles of the French Revolution embodied in the words; "Liberté, Égalité, Fraternité" (Freedom, Equality, Fraternity) and the Republican Tradition that grew out of it. The goal was the return to a traditional, patriarchal and hierarchical form of society.

In order to assert the sovereignty of France, Pétain proclaimed a neutral France that sought to maintain distance from any warring parties. In keeping with this desired neutrality, Pétain refused at a meeting with the Chancellor of the German Reich, Adolf Hitler. A practical man, Pétain considered collaboration with the German Reich necessary for survival. He was determined to ensure the flow of goods and material that France needed to survive, to ensure that France would not suffer industrial exploitation at the hands of Germany. Most importantly, Pétain wished to achieve the repatriation of nearly two million French soldiers from German captivity. On October 30, 1940, Pétain justified his policy in a radio address; “I am honoring the path of collaboration to preserve the unity of France; a unity of ten centuries and this is happening within the framework of the construction of a new European order. This collaboration must be sincere, it must exclude any aggressive thinking, it must be sustained by a patient and trusting effort. France is bound by numerous obligations towards the winner. At least, it remains sovereign. This sovereignty obliges us to defend our soil, to settle differences of opinion and to reduce the apostasy of its colonies. This is my policy. The ministers are only responsible to me. History will judge me alone. I have so far spoken to them in the language of the father. Today I speak to you in the language of the boss. Follow me. Keep your faith in eternal France”.

Due to Pétain’s stated situation of needing to collaborate with the German Reich coupled with his authoritarian domestic politics and increasing German reprisals, the Vichy Regime lost significant popular support from mid-1942 onwards. The “Vichy government” as the government of France became known, was increasingly dependent on the German Reich for support of all types. The establishment of a legion of volunteers to support the Germany Army (Wehrmacht) in the fight against Bolshevism in the Soviet Union radicalized the communist resistance in France. Another issue was members of Pétain’s government were overtly pro-German and intensified the collaboration with the German Reich. The Vichy government increased the supply of French forced laborers to work in the German war economy and the organized the process to deport Jews to Germany. Under Pétain and his Vichy government, the paramilitary organization “Milice Française” was founded and worked closely with the German occupation forces. .

In November 1942, after the Allied landings in North Africa, an attack on the "Fortress Europe" became apparent. on 11 November1942, German and Italian troops moved into the previously unoccupied southern area of France to establish defensive operations. Pétain remained in Vichy, but by the occupation the Regime land area by Axis troops exposed Pétain to derision and what power he had was largely lost and the Vichy government descended into what was little more than a German puppet government. Adolf Hitler said that it was wise "to maintain the fiction of a French government with Pétain. That is why Pétain should be kept quiet as a kind of ghost”.

In June 1944, after the Allied landings in Normandy, the liberation of France began, and the end of the Vichy government was looming. On 20 August 1944, the Vichy government was first transferred to Belfort, France and, on German orders, to Sigmaringen inside Germany on 7 September 1944. The Vichy government took up residence in the Hohenzollern Castle and formed an influential government-in-exile. Pétain, who had been forced to leave France, did not participate in this relocated government. Tio have a French government outside of France was not something that Pétain could contemplate.

After the Second World War, Arrest and Trial.

As the war progressed along with the advance of Allied Forces and the imminent collapse of the German Army, Pétain and his wife fled to neutral Switzerland on 23 April 1945. Three days later and after extensive diplomatic preparations, Pétain surrendered to the French authorities at the Vallorbe border station and was arrested by French authorities. Pétain was imprisoned in the Fort de Montrouge near Paris.

After the war, France instituted a “Commission d'épuration” which sought to purge the Vichy government and condemn leading representatives of the collaboration and the Vichy Regime. The court case for treason against Pétain, which received massive public attention, was begun on 23 July 1945 in the Palais de Justice in Paris. The Prosecutor's office charged the former Head of State before the haute Cour de Justice with "conspiracy against the French Republic and the security of the state" and "collaboration with the enemy". Pétain, who appeared in the dock in the Uniform of a Marshal of France, had himself defended by French lawyers and only addressed the court once, on the first day where he said; “I volunteered to be accountable to the French people, not to the High Court, which does not represent the French people. In my opinion, the armistice saved France, I saved the French from the worst by my actions during the four years of occupation, I prepared the liberation and laid the only possible foundations for the national revival. By condemning me, you are prolonging the discord in France. I declare myself innocent and will make no further statement.”

During the trial, the jury dropped key points of the indictment but upheld the charge of high treason and sentenced Pétain to death on 15 August 1945. The jury consisted of 27 jurors and the guilty verdict was handed down as a result of a vote of simple majority. Pétain was now 89 years old and in view of the convict's advanced age, 17 of the 27 jurors pleaded for the suspension of the death penalty and recommended that it be converted into a life sentence. As provisional head of Government, Charles de Gaulle followed the recommendation of a pardon and commuted Pétain's sentence on 17 September 1945 to life imprisonment. After the verdict

and the revocation of his civil rights, Pétain was initially imprisoned in the Fort du Portalet (Pyrénées-Atlantiques). The same Pyrenees fortress had served as the Vichy Regime detention center for political prisoners.

The Final Years.

On 16 November 1945, Pétain was transferred to the Atlantic island of Île d'yeu and was the only prisoner in the citadel of the Fort de Pierre-Levée. In the course of an interview by medical professionals, Pétain now 91 years old, it was determined that he was infirm and suffering from dementia. For health reasons, Pétain's lawyers and various foreign dignitaries such as the British Duke of Windsor and the Spanish dictator, Francisco Franco demanded an early release from prison for Pétain. These calls for release went unheeded by the French government. Pétain’s health and mental stability continued to decline; heart failure and dementia being the two biggest concerns. In June 1951 it was determined that to have better care, Pétain was moved to a private house in the main town of Port-Joinville. Pétain died there on 23 July 1951 at the age of 95. Two days later he was buried in a communal cemetery in Port-Joinville.

After Pétain’s death, the French government refused his last wish to be buried in the ossuary of Douaumont near Verdun. Pétain had asked to be buried with his Soldiers but the French government stood firm in its denial of the request. Even in death, Pétain remains a figure that inspires deep emotions. In 1973, two weeks before the National Assembly elections, the remains of Pétain were taken by supporters. A few days later, the remains of Pétain were found by police and transferred back to Île d'yeu on 22 February 1973 on the orders of French President Georges Pompidou.

Still regarded as a war hero by large segments of the population of France and especially by the political and military ‘Elite,’ Pétain was for years seen more as a victim of the German occupation. These people stressed that for all its political mistakes, the Pétain regime had not deserted France and had also acted as a shield against the German Reich. The crimes of the regime, such as the deportation of the French Jews, were either concealed or attributed to other Vichy officials. The historian Henri Rousso referred to this as the "Vichy syndrome" in 1987. In 1987, François Mitterrand, the first socialist President of France, like all his predecessors, secretly laid a red rose at the memorial at Verdun in memory of Pétain. When this clandestine events became public in 1992 it caused a sensation and a scandal in France. Only Mitterrand's successor as President of France, Jacques Chirac condemned the crimes of the Pétain Regime.

Even today, some 70 years later, there are still some political parties of the right-wing in French national politics who view Pétain as a national hero. An example is the Rassemblement National (RN) where Jean-Marie Le Pen, the party’s leader for many years called Pétain a true French patriot.

Henri Philippe Benoni Omer Joseph Pétain. A French military officer, diplomat and politician. A political figure of France that still inspires deep emotions. Even nearly 70 years after his death after a long and eventful life, people still study and speak of Pétain and his impact on 20th century France and the world. In the end, he was a man. A French man who wanted the best for his nation beset by aggressive enemies and troubled times. The debate about his legacy will continue. On offer in this auction is an opportunity to own a piece of history, a memento of an era.



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Frankreich  FRANKREICH - MEDAILLE MILITAIRE - PERSÖNLICHES EXEMPLAR DES MARSCHALLS UND STAATSCHEF des ÉTAT FRANCAIS PHILIPPE PÉTAIN
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