Steinschloß Seltenes zweiläufige Steinschloss - Wenderpistole – Paar um 1690 von Martin Schultz aus Breslau im Kaliber 13mm.

Die Waffen besitzen gegenüberliegende Läufe, welche nach dem Spannen des Hahnes gedreht werden können.
Die Läufe selbst sind im Batteriebereich achtkantig gehalten und gehen dann in einen sechzehnkantigen Abschnitt über bevor sie rund weitergeführt werden.
Als schlichte Verzierungen sind zweimal umlaufende Einschnürungen vorhanden.
An der Laufwurzel ist der Hersteller "M. SCHULTZ"  und "A. BRESLAU" oberseitig in Gold eingebracht.
An einem Lauf ist zusätzlich ein mit der Schlossplatte nicht identisches Meisterzeichen eingebracht. Zudem besitzt jeder Lauf vor der Mündung ein Korn aus Messing. An jedem Lauf ist im  Ansatz ein massiver Metallbloch angebracht auf dem sich die Batterie mit Pfanne befindet. Die Batterie selbst ist dezent plastisch ausgestaltet.
Die Schlossplatte fügt sich direkt an den Laufansatz und weist hinter dem Hahn dezentes Rankenwerk,  sowie zum Kolben hin etwas Blattwerk auf.
Im unteren Bereich ist der Name des Büchsenmachers " MARTIN SCHULTZ"  mit darüberliegender Meistermarke eingebracht.
Den Hahn selbst  ist formschön und plastisch ausgearbeitet schmückt mit dezentem Rankenwerk.
Die silberne Schlossgegenplatte zeigt als durchbrochene Verzierung zwei Männerbüsten, welche in undefinierbare Körper mit Ranken übergehen. 
Das Schwanzstück mit Laufgegenplatte ist im Kolbenauslauf an den Enden mit wenigen Ranken verziert, wobei im oberen Bereich der Reichsapfel tief eingebracht wurde.
Nach der Schwanzschraube ziert ein erhabenes durchbrochenes Rankenwerk mit Maskaron und Königskrone das eigentliche, unsignierte Medaillon.
Der Abzugsbügel ist relativ schlicht mit beidseitiger Wölbung und Zierlinie ausgeführt. Er  trägt an der Vorderseite den geschweiften und gefederten Arretierungszüngel für das Laufpaar und reicht mit seiner Feder tief in den Kolbenbereich.
Der Vorderschaft wie auch der Kolben sind aus edlem Nußbaumholz gefertigt.
Seitlich ist ein hölzerner Ladestock mit Hornabschluss angebracht, welcher in einer tonnenförmigen mehrfach geschürten Hülse geführt wird und in einem in die Länge gezogenen verziertem Einschub dem Sichtfeld entschwindet.
In diesem Bereich ist der Vorderschaft erhaben ausgeführt und teils mit geschwungenen Zierlinien versehen.
Der bis zur Mündung reichende Vorderschaft ist mündungsseitig gegen das Ausbrechen des Holzes mit Messingplatten geschützt.
Der metallene Griffabschluss in geschwungener Form mit seitlich zu den langen Federn des Kolbenabschlusses hochgezogenen Flächen, ist dezent mit Ranken und Blattmustern sowie einem beidseitig im Medaillon vorhanden Kopf verziert.
Den erhabenen Teil des Kolbenabschlusses bildet ein detailliert plastisch ausgearbeiteterLöwenkopf.
Die ebenfalls in Silber gehaltenen Anbauteile wie Daumenblech, Kolbenabschluss, Ladestockeinschub, weisen Reste ehemaliger Vergoldung auf.

Ein technisch hervorragendes, ausgeführtes Pistolenpaar von bester Qualität für eine hochgestellte Persönlichkeit.

Stoeckl gibt zu dem Büchsenmacher Martin Schultz aus Breslau nachstehende Auskunft: Schultz; (Schulze, Scholtz) Martin, Breslau), Schlesien ca. 1670-1700.

Ungewöhnliches und sehr seltenes Paar Schlesischer Pistolen in vor allem am Alter gemessen schönem Gesamtzustand.



A fine and rare pair of double-barreled flintlock - reversible pistols by Martin Schultz of Breslau. ca. 1690. 13mm calibre.

The guns have opposite barrels, which can be turned after cocking the hammer. The barrels themselves are octagonal in the battery area and then transition to a hexagonal section before continuing round.
Two circumferential constrictions are present as simple decorations.
The maker "M. SCHULTZ" and "A. BRESLAU" is inlaid in gold on the top of the barrel .
One barrel also has a master's mark that is not identical to the lock plate.
Each barrel also has a brass front sight in front of the muzzle. At the base of each barrel is a solid metal hole on which the battery with pan is located. The battery itself is discreetly sculpted. The lock plate is directly attached to the barrel base and has fine vine work behind the cock and some foliage towards the butt.
The name of the gunsmith, "MARTIN SCHULTZ", is engraved in the lower area with the master's mark above it.
The hammer itself is beautifully shaped and plastically decorated with discreet tendril work. The openwork decoration on the silver lock counterplate shows two male busts which merge into indefinable bodies with tendrils.
The tail piece with barrel counterplate is decorated with a few tendrils at the ends in the butt end, with the orb deeply inserted in the upper area.
After the tail screw, a raised openwork vine work with mascaron and royal crown decorates the actual, unsigned medallion.
The trigger guard is relatively plain with a curvature and decorative line on both sides. On the front it carries the curved and spring-loaded locking tongue for the pair of barrels and its spring extends deep into the butt area. The forearm as well as the butt are made of fine walnut. A wooden ramrod with a horn end is attached to the side, which is guided in a barrel-shaped, multiple-strapped sleeve and disappears from view in an elongated, ornate insertion. In this area the forearm is raised and partly decorated with curved lines. The forearm, which extends to the muzzle, is protected on the muzzle side with brass plates to prevent the wood from breaking away. The metal grip finish in curved form with surfaces raised laterally to the long springs of the butt finish is discreetly decorated with tendrils and leaf patterns as well as a head in a medallion on both sides. The raised part of the butt cap is formed by a detailed sculptured lion's head. The other silver parts, such as the thumb plate, butt plate, and ramrod insert, show remnants of former gilding.

A technically outstanding pair of pistols of the best quality.

Stoeckl gives the following information about the gunsmith Martin Schultz from Breslau: Schultz; (Schulze, Scholtz) Martin, Breslau), Silesia ca. 1670-1700.

Unusual and very rare pair of Silesian pistols in beautiful overall condition, especially considering their age.
Losnummer: 138
11000*
Steinschloß  Seltenes zweiläufige Steinschloss - Wenderpistole – Paar um 1690 von Martin Schultz aus Breslau im Kaliber 13mm.
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