DDR - Deutsche Demokratische Republik Verleihungsurkunde zum Karl Marx Orden Nr. 6 an Otto Buchwitz.

Urkunde als Doppelblatt auf Büttenpapiermit Lacksiegelmit dem Staatswappen der DDR.
Die Verleihung aus dem Stiftungsjahr des Ordens an Otto Buchwitz

"IN HOHER ANERKENNUNG SEINER HERVORRAGENDEN POLITISCHEN
 KULTURELLEN UND WIRTSCHAFTLICHEN VERDIENSTE UM DEN AUFBAU
 DES SOZIALISMUS"

Datiert Berlin, den 14. Juni 1953. Mit originaler Tintenunterschrift des Präsidenten der Deutschen Demokratischen Republik Wilhelm Pieck.

Die Urkunde in prächtiger Verleihungsmappe aus rotem Leder, die Deckel mit Mäanderbändern in Goldprägung sowie der Bezeichnung: "KARL MARX ORDEN".

Otto Buchwitz (* 27. April 1879 in Breslau; † 9. Juli 1964 in Dresden) war ein deutscher Politiker (SPD/SED).
Nach 1945 arbeitete Buchwitz aktiv an der Vereinigung von SPD und KPD mit, obwohl er vor dem Krieg nicht unbedingt ein Freund der KPD gewesen war.
Sein ärgster Widersacher in Sachsen war Stanislaw Trabalski, den er Krawalski nannte.
Anschließend übernahm er von April 1946 bis Dezember 1948 zusammen mit Wilhelm Koenen den Landesvorsitz der sächsischen SED. Von April 1946 bis Juli 1964 gehörte er als Mitglied dem Parteivorstand bzw. dem ZK der SED an.
Am 29. November 1948 wurde er neben Hermann Matern zum Vorsitzenden der Zentralen Parteikontrollkommission (ZPKK) der SED gewählt.
Diese Funktion übte er bis zum III. Parteitag im Juli 1950 aus. Anschließend war er bis zu seinem Tod einfaches Mitglied der ZPKK. Buchwitz gehörte dem sächsischen Landtag von 1946 bis zur Auflösung 1952 an. Während dieser Zeit war er auch Landtagspräsident und erhielt einen Sitz in der Volkskammer der DDR, die ab 1950 zusammentrat. Buchwitz war seit 1950 Alterspräsident der Volkskammer. Er versuchte vergeblich den Aufstand am 17. Juni 1953 zu beschwichtigen. 1953 schied er aus gesundheitlichen Gründen aus der hauptamtlichen Tätigkeit aus.
Im Jahr 1957 wurde Buchwitz zum Ehrensenator der Technischen Hochschule Dresden ernannt, am 27. April 1963 wurde er Ehrenbürger von Dresden.
Er starb am 9. Juli 1964 in Dresden, sein Grab befindet sich auf dem dortigen Heidefriedhof. Nach seinem Tod wurden in der DDR mehrere Straßen, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen wie eine Straße in Ost-Berlin, das Kulturhaus in Reichenbach/O.L. und eine Jugendherberge in Altenberg nach Otto Buchwitz benannt, die aber nach der Herstellung der Einheit Deutschlands meist wieder umbenannt wurden. Derzeit gibt es noch Otto-Buchwitz-Straßen in Oderwitz, Bernsdorf (Oberlausitz) und Mülsen, den Otto-Buchwitz-Platz in Görlitz und den Otto-Buchwitz-Ring in Neukirch/Lausitz.

Besonders aus dem Erstausgabejahr des Karl Marx Ordens ein historisch hochinteressantes und prächtiges Verleihungsdokument von größter Seltenheit.





Losnummer: 3
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DDR - Deutsche Demokratische Republik  Verleihungsurkunde zum Karl Marx Orden Nr. 6 an Otto Buchwitz.
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