Steinschloß Ein paar Steinschloss – Pistolen von J.J. Behr um 1710 im Kaliber 14,4 mm.

Die in hervorragender Qualität hergestellten Steinschlosspistolen mit dezentem Dekor befinden sich in einem sehr schönen Gesamtzustand.

Johann Jakob Behr, ca. 1690 - 1740, Würzburg, arbeitete sowohl in Darmstadt und Wallerstein bevor sein weiteres Tätigkeitsfeld Maastricht war.
Hier nannte er sich vermutlich Jean Jacob bzw. Jacques Behr und hatte als Meisterzeichen eine Lilie bzw. eine Tafel mit Inschrift.
Auf Grund der fehlenden zuletzt genannten Merkmale und dem Gesamteindruck des Pistolenpaares in Bezug auf Ausführung und Stil,  dürfte es in Wallerstein oder Darmstadt entstanden sein.
Hierbei ist zu Bedenken, dass in Oettingen das Fürstenhaus derer zu Oettingen - Wallerstein ihren Stammsitz haben.
Die sehr hochwertig ausgearbeitete Schlossplatte mit stilvoll ausgeführten Anbauteilen, das Schlossblech ist mit dezentem Blattwerk und Arabesken versehen.
Beim Vorspannen des Hahnes zeigt sich die sonst verdeckte Herstellerbezeichnung: "J.J.BEHR".
Die Schlossgegenplatte besteht aus stark durchbrochenem Blatt- und Rankenwerk mit Maskaron und Büste im Medaillon und sichert von dieser Seite aus mit zwei Rundkopfschrauben die Schlossplatte.
Der mündungsseitig leicht gestauchte runde Lauf mit im Schlossplattenbereich seitlichen ebenen Flächen weist vor der Schwanzschraube vier wellenartige Erhebungen auf und anschließend eine erhabene ebene Fläche an deren Ende das halbrunde Messingkorn sitzt.
Die Schwanzschraube selbst zeigt dezente Blattzier. Der stilvoll gehaltene Abzugsbügel ist reliefartig erhaben plastisch zur Mündung hin als Vasendekor ausgearbeitet, wobei der Bügelbereich nur dezenten dem vorderen Bereich angepassten Dekor trägt. Zum Knauf hin ist der Griffbügel kantig langezogen ausgeführt und endet in einem kleinen Blatt.
Der metallene Knauf des Griffabschlusses mit langen Federn im Bereich des Kolbenhalses umschließt das Griffende und zeigt erhaben ausgestaltetes Blattmuster. Der unterste Abschluss trägt einen ausgeprägten Löwenkopf, umgeben von einem Sternenkranz.
Das Daumenblech ist als Medaillon, umgeben von Blattwerk ausgeführt mit mittig dargestellter Büste mit darüber befindlicher Krone.
Bei dem bis zur Mündung reichenden Schaft sind die metallenen Anbauteile vom erhaben ausgearbeiteten Schaftholz umgeben und bilden allein durch  ihreAusführung den Dekor.
Der mündungsseitig gestauchte Ladestock wird von einer kantigen tonnenartigen geschnürte Führungshülse sowie einem im Ansatz spitz zulaufenden abgesetzten Einschub vor Ort gehalten.
Ein mit dezenter Verzierung jedoch in den Anbauteilen plastisch hervorragend ausgearbeitetes Pistolen – Paar, in sehr schönem Gesamtzustand .
Sehr warscheinlich für ein herrschaftliches Haus von J.J.Behr um 1710 gefertigt.
Losnummer: 141
5500*
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