Nachlass des Generals der Gebirgstruppe Georg Ritter v. Hengl: Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Georg Ritter v. Hengl.

Die Urkunde auf großem Pergamentbogen (Doppelblatt) von Hand geschrieben, der Name des Beliehenen in erhabenem Gold gehalten.
Datiert „Führerhauptquartier –  den 25. August 1941“. Mit Originalunterschrift des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler in schwarzer Tinte.

Die Ritterkreuzmappe aus rotem Saffian - Leder mit goldgeprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung.
Am rückseitigen unteren Rand signiert „FRIEDA THIERSCH“.
Der lederne Halterungsbogen unbeschädigt.

Die originalen Karton mit der Aufschrift "Obstlt. Georg Ritter v. Hengl". Das originale Papier zum Schutz der Urkundenmappe ebenfalls vollständig vorhanden.
Urkunde und Verleihungsmappe in ganz hervorragender Erhaltung.

Georg Hengl, seit 1918 Ritter von Henglwar im Zweiten Weltkrieg deutscher General der Gebirgstruppe.
Georg Hengl trat am 4. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in das 11. Königlich bayerisches Infanterie-Regiment "von der Tann" ein. Er wurde am 20. September 1914 in das 9. bayerische Reserve-Infanterie-Regiment versetzt. Mit diesem Regiment zog er am 20. Oktober 1914 in den 1. Weltkrieg. Am 4. November 1914 wurde er verwundet und in ein Lazarett eingeliefert. Nach seiner Erholung wurde er am 5. März 1915 zum II. Ersatz-Bataillon des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment überwiesen und dort am 24. April 1915 zum Unteroffizier befördert. Im Mai 1915 wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Am 14. Juli 1915 folgte die Versetzung zum Rekruten-Depot I des 2. bayer. Jäger-Bataillon. Am 27. September wurde er Zugführer und am 5. Mai 1916 abermals verwundet. Dieses mal wurde er nach seiner Erholung zum II. Ersatz-Bataillon des 22. bayerischen Infanterie-Regiment versetzt und am 8. Februar 1917 Zugführer im 5. bayer. Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 14. Mai 1917 wurde er stellvertretender Kompanieführer und am 7. Juli 1917 Kompanieführer. Im Sommer 1917 wurde er mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Am 16. Februar 1918 wurde er zum Leutnant befördert und in den aktiven Dienst übernommen. Am 20. Februar 1918 wurde er zur Beobachter-Ausbildung kommandiert und ab dem 23. Juni 1918 als Beobachter in der Fliegerabteilung A 295 eingesetzt. Am 15. Juli 1918 wurde ihm der bayer. Militär-Max-Joseph-Orden verliehen und er wurde in den Adelstand erhoben.
Nachdem er am 28. März 1919 zur Volkswehr-Fliegerabteilung Schmalschlägl versetzt worden war, wurde Hengl bei den Kämpfen um Dachau verwundet und nach seiner Genesung am 8. Juli 1919 zur Fliegerstaffel 121 versetzt.
Im Oktober 1919 wurde er dann aus der Armee verabschiedet und trat zuerst zur Einwohnerwehr Bayerns.
Am 1. März 1921 trat er in den Polizeidienst in Augsburg über. Ab Anfang 1925 wurde er als Polizei-Oberleutnant zum Skilehrer der bayrischen Staatspolizei. 1932 kam er dann als Polizei-Hauptmann zur Schutzpolizei.
Am 1. Juli 1934 wurde Hengl Mitglied der SS-Verfügungstruppe und dort zum SS-Obersturmbannführer ernannt. Als solcher wurde er zum Kommandeur der SS-Standarte "Deutschland" ernannt.
Am 15. Oktober 1935 wurde er jedoch wieder ins Heer übernommen und dort als Hauptmann zum Chef der 4. (MG-) Kompanie des Gebirgsjäger-Regiment 100 ernannt.
Am 1. März 1936 wurde er dann zum Major befördert. Am 6. Oktober 1936 wurde er zum Kommandeur des III. Bataillons vom Gebirgsjäger-Regiment 99 und Heeresbergführer ernannt.
Am 1. April 1939 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Zwischen Mai und August 1939 war Hengl auf Sonderurlaub, um eine Afrika-Rundreise zu unternehmen. Dann übernahm er wieder sein altes Bataillon und führte dieses im Polenfeldzug. Dabei wurden ihm beide Spangen zum Eisernen Kreuz verliehen.
Am 24. Februar 1940 übernahm Hengl das Kommando über das Gebirgsjäger-Regiment 137. Er führte dieses jetzt beim Unternehmen Weserübung. Für die Leitung seiner Truppe wurde ihm am 25. August 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 17. Dezember 1941 wurde er dann zum Oberst befördert. Am 2. März 1942 wurde er dann mit der Führung der 2. Gebirgs-Division beauftragt. Am 1. April 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 20. April 1942 wurde er dann zum offiziellen Kommandeur der 2. Gebirgs-Division ernannt. Am 21. Januar 1943 folgte dann seine Beförderung zum Generalleutnant. Am 23. Oktober 1943 übernahm Hengl die Führung des XIX. Gebirgs-Armeekorps.
Am 1. Januar 1944 wurde er zum General der Gebirgstruppe befördert und gleichzeitig zum Kommandierenden General des XIX. Gebirgs-Armeekorps ernannt.
Am 15. Mai 1944 wurde er zum Chef des NS-Führungsstabes im OKH ernannt. Am 20. Juni 1944 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet.
Am 25. Januar 1945 wurde er mit der Führung des LIX. Armeekorps betraut. Hengl konnte das Kommando aber wegen einer Erkrankung nicht mehr antreten. Er geriet am 8. Mai 1945 in die alliierte Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.

Dazu ein schönes Foto Georg Ritter v. Hengls als Generalleutnant mit Ritterkreuz und dem im 1. Weltkrieg als Flieger - Beobachter verliehenen bayrischen Militär - Max - Joseph Orden sowie ein großes gerahmtes Foto gemeinsam mit Generaloberst Dietl von der Ritterkreuzverleihung und großformatige, handgezeichnete Glückwunschurkunde der 2. Gebirgsdivision anläßlich der Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz. Mit Originalunterschriften der Stabsoffiziere.

Schönes und außerordentlich seltenes Verleihungsdokument dieses legendären Generals der Gebirgstruppe.
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Nachlass des Generals der Gebirgstruppe Georg Ritter v. Hengl:  Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Georg Ritter v. Hengl.
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