DDR - Deutsche Demokratische Republik Präsentationsdolch für Armeegeneral Hoffmann

Präsentationsdolch an Armeegeneral Heinz Hoffmann überreicht von den Mitarbeitern des Ministeriums für Nationale Verteidigung anläßlich seines 67. Geburtstages.

Der Griff und die Parierstange in feiner Vergoldung. Ebenso der mit dem Staatswappen der DDR geschmückte Knauf. Elfenbeinfarbener Kunststoffgriff mit vergoldeter Drahtwickelung.

Zweischneidige doppelt gekehlte Klinge. Brünierte Eisenscheide mit vergoldeten Beschlägen. An zwei Tragringen. Auf dem oberen Beschlag im Relieff Staatswappen der DDR sowie Eichenzweig.

Länge: 40 cm.

Dazu Generalsgehänge aus vergoldeten Metallfäden auf roter Tuchunterlage und vergoldeten Leichtmetallhaken, bzw. Schließe.

Im prächtigen und aufwendig gearbeitetem Präsentationsetui aus rotem Leder mit DDR Staatsemblem in Goldprägung. Innenteil mit blauer Samteinlage und vergoldeter Präsentationsplakette mit Gravur:

"überreicht vom Kollegium des Ministeriums für Nationale Verteidigung 28. November 1977".

Kasten: 49 x 22 x 7 cm.

Es handelt sich um den Typ des so genannten "Marschall - Dolches", dessen einziges bekanntes Exemplar bei Kurt Glemser, "A Guide to Military Dress Daggers" , Volume IV (1991) dargestellt ist. 

Ebenso behandelnBarth / Max in ihrem Buch: Militärische Blankwaffen in der DDR, Lichtenau 2009, S.166 ff, das Thema dieses und anderer Präsentationsdolche ausführlich.

Heinz Hoffmann (* 28. November 1910 in Mannheim; † 2. Dezember 1985 in Strausberg, eigentlich Karl-Heinz Hoffmann) war Armeegeneral, Mitglied des Ministerrats der DDR, Minister für Nationale Verteidigung, Mitglied des Nationalen Verteidigungsrates und Abgeordneter der Volkskammer der DDR. Seit dem 2. Oktober 1973 war er Mitglied des Politbüros des ZK der SED. Hoffmann entstammte einer Arbeiterfamilie. Nach dem Besuch der Schule in Mannheim absolvierte er 1925 bis 1930 eine Lehre zum Motorenschlosser bei den Motoren-Werken Mannheim. Von 1926 bis 1930 war er Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands, danach der KPD. In dieser Zeit verbüßte Hoffmann mehrere kurze Haftstrafen wegen Teilnahmen an Demonstrationen und Handgreiflichkeiten. Emigration 1933 tauchte er nach der Machtübernahme der NSDAP unter, emigrierte 1935 zunächst in die Schweiz, ging aber im gleichen Jahr in die Sowjetunion, wo er die Internationale Lenin-Schule in Moskau besuchte. In den Jahren 1936 und 1937 wurde er an der Offiziersschule in Rjasan zum Offizier ausgebildet und zum Leutnant ernannt. 1937 und 1938 kämpfte er in der 11. Internationalen Brigade im Spanischen Bürgerkrieg. Dort war er als Polit-Kommissar und Batterie-Kommissar des Hans-Beimler-Bataillons unter dem Decknamen „Heinz Roth“ tätig. Nach einer Verwundung kam Hoffmann zunächst in ein Madrider Lazarett, bevor er einige Monate in den Jahren 1938 und 1939 im Internierungslager Eaux-Bonnes in Frankreich verbrachte. Ab April 1939 bis November 1940 befand er sich in einem Erholungsheim in der Sowjetunion. Hoffmann besuchte ab März 1941 einen Sonderlehrgang der Komintern in Puschkino bei Moskau. Bis heute ist umstritten, welchem genauen Ausbildungszweck dieser Lehrgang diente. Neben einer umfangreichen gesellschaftswissenschaftlichen Ausbildung wurden auch militärische Fächer gelehrt. Vermutet wird ein beabsichtigter Einsatz der Absolventen in den damals bereits von Deutschland besetzten Gebieten Europas. Gleichzeitig war er bis 1944 Mitarbeiter des NKWD. In den Jahren 1942 bis 1944 war Hoffmann Lehrer an einer Antifa-Schule, zunächst im Gebiet Gorki, später in Krasnogorsk. Er trat dort auch dem NKFD bei. 1945 leitete Hoffmann die Parteischule Nr. 12 bei Moskau. Parteifunktionär in der SBZ und der DDR Im Januar 1946 kehrte Hoffmann nach Berlin zurück und wurde zunächst persönlicher Mitarbeiter von Wilhelm Pieck, später von Walter Ulbricht. Von 1950 bis zu seinem Tod gehörte er der Volkskammer an, war ab 1952 Mitglied des Zentralkomitees der SED und ab 1973 Mitglied des SED-Politbüros. Vom Leiter der Hauptverwaltung Ausbildung zum Armeegeneral der NVA Hoffmann im September 1969 Absolventen der Militärakademie der NVA begrüßen am 27. Oktober 1980 Erich Honecker und Heinz Hoffmann Ab 1949 war Hoffmann mit dem Aufbau bewaffneter Kräfte in der DDR betraut. Er war zunächst Vizepräsident der Deutschen Verwaltung des Innern und Leiter der Hauptabteilung Polit-Kultur im Range eines Generalinspekteurs. 1950 wurde Hoffmann zum Leiter der Hauptverwaltung Ausbildung ernannt und wurde dadurch gleichzeitig auch stellvertretender Minister des Innern. Während des Aufbaus der Kasernierten Volkspolizei (KVP) wurde er am 1. Juli 1952 deren Chef und am 1. Oktober 1952 zum Generalleutnant befördert. Von 1955 bis 1957 studierte Hoffmann an der Generalstabsakademie der UdSSR. Nach seiner Rückkehr aus der Sowjetunion diente er von 1957 bis 1960 als erster Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung und von 1958 bis 1960 zusätzlich als Chef des Hauptstabes. 1959 wurde er zum Generaloberst und 1961 zum Armeegeneral befördert und somit als Nachfolger von Willi Stoph Minister für Nationale Verteidigung der DDR. Mit der Übernahme der Amtsgeschäfte des Ministers wurde er auch Mitglied im Nationalen Verteidigungsrat. Schießbefehl Seit dem 6. Oktober 1961 gab es einen Befehl des damaligen DDR-Verteidigungsministers Armeegeneral Hoffmann, der die Grenztruppen der DDR verpflichtete, die Schusswaffe nach Zuruf und Warnschuss sofort scharf anzuwenden, wenn Flüchtlinge nicht auf andere Weise festzunehmen seien. In einer Rede, die filmisch festgehalten wurde, sagte Hoffmann:[1] „Wer unsere Grenze nicht respektiert, der bekommt die Kugel zu spüren.“ – Heinz Hoffmann

 

Bedeutender und einmaliger Geschenkdolch von größter Seltenheit.

 

 

 



Presentation dagger to Army General Heinz Hoffmann presented by the staff of the Ministry of National Defense on the occasion of his 67th birthday. The handle and the guard in fine gilding. Also the pommel decorated with the national emblem of the GDR. Ivory colored plastic grip with gilded wire wrapping. Double-edged blade with double fullers. Burnished iron scabbard with gilded fittings. On two suspension rings. GDR coat of arms and oak branch in relief on the upper fitting. Length: 40 cm. Comes with a general's harness made of gilded metal threads on a red cloth base and gilded light metal hooks and clasp. In a magnificent and elaborately crafted presentation case made of red leather with GDR state emblem in gold embossing. Interior with blue velvet inlay and gilt presentation plaque with engraving: "presented by the College of the Ministry of National Defense November 28, 1977". Box: 49 x 22 x 7 cm. It is the type of the so-called "Marshall - Dagger", the only known example of which is illustrated in Kurt Glemser, "A Guide to Military Dress Daggers" , Volume IV (1991). Likewise, Barth / Max in their book: Militärische Blankwaffen in der DDR, Lichtenau 2009, p.166 ff, treat the subject of this and other presentation daggers in detail. Heinz Hoffmann (* 28 November 1910 in Mannheim; † 2 December 1985 in Strausberg, actually Karl-Heinz Hoffmann) was an army general, member of the Council of Ministers of the GDR, Minister of National Defense, member of the National Defense Council and deputy of the People's Chamber of the GDR. He had been a member of the Politburo of the Central Committee of the SED since October 2, 1973. Hoffmann came from a working-class family. After attending school in Mannheim, he completed an apprenticeship as an engine fitter at Motoren-Werke Mannheim from 1925 to 1930. From 1926 to 1930 he was a member of the Communist Youth League of Germany, then of the KPD. During this time Hoffmann served several short prison sentences for participation in demonstrations and fisticuffs. Emigration In 1933 he went into hiding after the NSDAP came to power, emigrating first to Switzerland in 1935, but in the same year he went to the Soviet Union, where he attended the International Lenin School in Moscow. In 1936 and 1937 he was trained as an officer at the Officers' School in Ryazan and was made a lieutenant. In 1937 and 1938 he fought in the 11th International Brigade in the Spanish Civil War. There he served as political commissar and battery commissar of the Hans Beimler Battalion under the code name "Heinz Roth." After being wounded, Hoffmann was initially sent to a Madrid military hospital before spending several months in the Eaux-Bonnes internment camp in France in 1938 and 1939. From April 1939 until November 1940, he was in a convalescent home in the Soviet Union. Hoffmann attended a special Comintern course in Pushkino near Moscow from March 1941. To this day, it is still disputed what exact educational purpose this course served. In addition to an extensive social science education, military subjects were also taught. It is assumed that the graduates were intended to be deployed in the European territories already occupied by Germany at that time. At the same time, he was an employee of the NKVD until 1944. From 1942 to 1944, Hoffmann was a teacher at an antifa school, first in the Gorky region and later in Krasnogorsk. He also joined the NKFD there. In 1945, Hoffmann headed Party School No. 12 near Moscow. Party functionary in the SBZ and the GDR In January 1946 Hoffmann returned to Berlin and became first a personal assistant to Wilhelm Pieck, later to Walter Ulbricht. From 1950 until his death, he was a member of the People's Chamber, a member of the SED Central Committee from 1952, and a member of the SED Politburo from 1973. From Head of the Main Training Administration to Army General of the NVA Hoffmann in September 1969 Graduates of the NVA Military Academy greet Erich Honecker and Heinz Hoffmann on October 27, 1980 From 1949, Hoffmann was entrusted with building up armed forces in the GDR. He was initially vice president of the German Administration of the Interior and head of the Main Department of Political Culture with the rank of Inspector General. In 1950, Hoffmann was appointed head of the Main Training Administration and thus also became Deputy Minister of the Interior. During the buildup of the barracks-based People's Police (KVP), he became its chief on July 1, 1952, and was promoted to lieutenant general on October 1, 1952. From 1955 to 1957, Hoffmann studied at the General Staff Academy of the USSR. After returning from the Soviet Union, he served as first deputy to the Minister of National Defense from 1957 to 1960 and additionally as Chief of the Main Staff from 1958 to 1960. In 1959 he was promoted to Colonel General and in 1961 to Army General, succeeding Willi Stoph as Minister of National Defense of the GDR. When he took over as Minister, he also became a member of the National Defense Council. Shooting order Since October 6, 1961, there has been an order by the then GDR Minister of Defense, Army General Hoffmann, which obligated the border troops of the GDR to immediately use the firearm in an armed manner after a shout and a warning shot if fugitives could not be apprehended in any other way. In a speech captured on film, Hoffmann said,[1] "Whoever does not respect our border will feel the bullet." - Heinz Hoffmann Significant and unique gift dagger of the greatest rarity.

Losnummer: 11
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