Führende Persönlichkeiten des 3.Reiches Großer Gesellschaftsanzug (Galafrack) des Staatsministers Otto Meissner.

Frack aus blau-schwarzem Tuch, komplett mit allen Effekten und Knöpfen. Große und breite silberne Eichenlaubhandstickerei auf dem kompletten Kragen und Revers. Auf dem linken Ärmel Rangabzeichen für einen Gesandten (Hoheitsadler mit breitem Eichenlaubkranz ohne Stern). In Silberfäden handgestickt.

Schulterstücke wie ein Generalmajor mit dunkelblauer Unterlage und goldfarbenen Hoheitsadlern. Sämtliche Knöpfe mit Hoheitsadlern in der Ausführung für Diplomaten.

In der Innentasche Träger/Schneideretikett der Firma Holters/Berlin aus dem Jahre 1938.

Auf der linken Brust Schlaufen für 4 Orden und eine große Ordensspange.

 

Otto Meissner (* 13. März 1880 in Bischweiler, Elsaß-Lothringen; † 27. Mai 1953 in München) war ein deutscher Staatsbeamter. Meissner wurde vor allem bekannt als engster Mitarbeiter der deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg als Staatssekretär im Büro des Reichspräsidenten in der Zeit der Weimarer Republik (1919–1933/1934) und unterbrechungslos als Chef der „Präsidialkanzlei des Führers“ unter Adolf Hitler in den Jahren 1934 bis 1945.

 

Otto Meissner wurde als Sohn des Postbeamten Gustav Rudolf Meissner und seiner Ehefrau Magdalena Albertine Meissner – geborene Hetzel[1] – im Elsass geboren, das zu dieser Zeit ein Teil des Deutschen Reiches war. Ein entfernter Verwandter Meissners war der populäre französische General der Napoleonischen Kriege, Jean-Baptiste Kléber.[2] Aufgrund seiner elsässischen Herkunft beherrschte Meissner neben dem Deutschen auch das Französische und das sogenannte Elsässerditsch, sprach und schrieb zudem fließend Russisch und Lateinisch.[3] Während seiner Kindheit in Straßburg besuchte er das dortige Gymnasium.

 

Von 1898 bis 1903 studierte Meissner Rechtswissenschaft an der Universität Straßburg. Während seines Studiums, das er mit der Promotion zum Dr. jur. und dem Prädikat summa cum laude abschloss, wurde Meissner 1898 Mitglied der Straßburger Burschenschaft Germania, der er bis zu seinem Tode angehörte. Außerdem lernte er den Juristen Heinrich Doehle kennen, der von 1920 bis 1945 sein engster Mitarbeiter im Büro des Reichspräsidenten wurde. Nach dem Studium leistete Meissner von 1903 bis 1904 als Einjährig-Freiwilliger seinen Wehrdienst ab.

 

1906 trat Meissner als Gerichtsassessor in den elsass-lothringischen Justizdienst ein. Aus der 1908 geschlossenen Ehe mit Hildegard Roos gingen der Sohn Hans-Otto Meissner (1909–1992) und die Tochter Hildegard Meissner (* 1917) hervor. 1908 wechselte Meissner in den Verwaltungsdienst als Regierungsassessor bei der Kaiserlichen Generaldirektion der Eisenbahnen in Elsass-Lothringen und Luxemburg über. In den Jahren 1915 bis 1917 nahm Meissner im 136. Infanterieregiment am Ersten Weltkrieg teil, zuletzt als Hauptmann der Reserve. Während dieser Zeit traf er 1915 erstmals auf Paul von Hindenburg, der ihn für seine Verdienste beim raschen Bau einer Eisenbahnbrücke mit dem Eisernen Kreuz auszeichnete und positiv in Erinnerung behielt.

 

Ab 1916 war Meissner als Verkehrsreferent bei den Militäreisenbahndirektionen in Brest-Litowsk, in Warschau und seit April 1917 in Bukarest sowie zuletzt bei der Eisenbahnzentralstelle in Kiew tätig. Anschließend wurde er in den diplomatischen Dienst übernommen und fungierte ab 1918 als deutscher Geschäftsträger bei der ukrainischen Regierung in Kiew. Im Februar und März 1919 gelang es Meissner – nach dem völligen Zusammenbruch aller Organisationsstrukturen in den deutsch besetzten Gebieten Osteuropas infolge der deutschen Kriegsniederlage Ende 1918 –, einen Zug mit mehreren hundert in der Ukraine „gestrandeten“ ehemaligen Besatzungssoldaten über eine Strecke von mehreren tausend Kilometern und durch mehrere Bürgerkriegsgebiete ins Deutsche Reich zu manövrieren. Überdies konnte er die ihm anvertraute Kasse der deutschen Gesandtschaft in Kiew mit 3,4 Millionen Mark retten und der Reichsregierung in Berlin übergeben. In Anerkennung dieser Leistungen – die Meissner vor allem aufgrund seiner Russischkenntnisse, seines Organisationsgeschicks und seiner intimen Kenntnisse des zugtechnischen Betriebes erbrachte – ernannte der kurz zuvor neugewählte erste Staatschef der deutschen Republik, Friedrich Ebert, Meissner zum Vortragenden Rat und stellvertretenden Leiter seines Büros. Die ihm zeitgleich – als geborenem Elsässer – angetragene französische Staatsbürgerschaft sowie eine hohe Stellung als Regierungsrat der neu gegründeten französischen Verwaltung in Straßburg lehnte Meissner dagegen ab.

Leiter des Präsidentenbüros (1920–1945)

Meissner mit Friedrich Ebert während einer gemeinsamen Kur in Bad Mergentheim, 1922

 

Nachdem Meissners Vorgesetzter Rudolf Nadolny 1920 als deutscher Gesandter nach Schweden ging, rückte Meissner Anfang 1920 in Nadolnys Position als Leiter des Büros des Reichspräsidenten nach. Diese Position behielt er unter wechselnden Dienstherren, Namen seiner Dienststelle und persönlichen Rangbezeichnungen bis Ende Mai 1945 bei.

 

Als Leiter des Büros des Reichspräsidenten diente Meissner nacheinander Ebert (1919–1925), Hindenburg (1925–1934) sowie von 1934 bis 1945 Adolf Hitler, der nach der Vereinigung der Ämter des Reichskanzlers und des Reichspräsidenten in seiner Person im August 1934 Meissners Dienststelle in Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers umbenannte. Dazwischen war er außerdem 1925 für den Präsidenten des Reichsgerichts, Walter Simons, tätig, der zwischen dem Tod Eberts und der Wahl Hindenburgs die Amtsgeschäfte des Reichspräsidenten geschäftsführend ausführte. Im Mai 1945 war Meissner – nachdem Hitler die Ämter des Kanzlers und des Präsidenten in seinem politischen Testament erneut voneinander getrennt und auf verschiedene Personen verteilt hatte – noch einmal kurzzeitig unter seiner alten Amtsbezeichnung für den neuen deutschen Staatschef, Großadmiral Karl Dönitz, tätig. Hitler traf Meissner zum letzten Mal am 13. März 1945, als Hitler ihm zu seinem 65. Geburtstag gratulierte und ihm einen Barscheck mit einer Dotation über 100.000 Reichsmark übergab.

 

Meissners Dienststelle befand sich bis 1939 im sogenannten Palais des Reichspräsidenten in der Wilhelmstraße 73 im Berliner Regierungsbezirk. Im selben Gebäude befand sich auch von 1919 bis 1939 seine 26 Zimmer umfassende Privatwohnung im rechten Seitenflügel (Meissnerflügel). Nach 1939 wurde das Reichspräsidentenpalais Residenz von Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop. Das Gebäude war zu diesem Zweck nach Plänen von Albert Speer umgebaut worden. Meissner selbst zog mit Dienststelle und Dienstwohnung ins Schloss Bellevue, das zuvor zum Reichsgästehaus umgebaut worden war.

Meissner mit Paul von Hindenburg (um 1930)

 

Während Meissner seinen Posten im Reichspräsidentenpalais 1919 als Geheimrat antrat, verließ er ihn 1945 im Range eines Reichsministers. Zwischenzeitlich wurde er von Ebert erst zum Ministerialdirektor befördert (1920) und dann mit dem Titel eines Staatssekretärs bedacht (1923), während Hindenburg ihm die Planstelle (d. h. auch die Bezüge) eines Staatssekretärs gewährte (1927). Hitler ernannte Meissner schließlich am 1. Dezember 1937 zum Staatsminister im Rang eines Reichsministers. Seine Funktion als Leiter des Büros des Staatsoberhauptes blieb dabei trotz der variierenden Titel de facto immer dieselbe. Lediglich 1934 kam es zu einer gewissen Kompetenzverschiebung, als Meissner im Zuge der erwähnten Zusammenlegung der Ämter des Staats- und Regierungschefs in der Person Hitlers einige seiner alten Aufgaben abgeben musste und dafür neue, vor allem repräsentative Zuständigkeiten erhielt: Seine politischen Machtfunktionen gingen auf Hitlers Veranlassung größtenteils auf Hans Heinrich Lammers, den Leiter der Reichskanzlei, über, während Meissner zusätzliche protokollarische Aufgaben erhielt. Wie Hans Heinrich Lammers gehörte Otto Meissner zu den Gründungsmitgliedern der nationalsozialistischen Akademie für Deutsches Recht Hans Franks[4]

 

1919 verfasste Meissner den offiziellen Kommentar zur Weimarer Verfassung, der bis in die 1930er Jahre in allen Behörden und Ämtern des Reiches verwendet wurde.

 

Als Ebert 1919 vom Reichstag beauftragt wurde, eine Nationalhymne für die neu gegründete Weimarer Republik vorzuschlagen, die die alte kaiserliche Nationalhymne „Heil dir im Siegerkranz“ ersetzen sollte, bat der Reichspräsident Meissner, den er als guten Kenner des deutschen Liedgutes kannte, um seinen Rat. Meissner schlug vor, das Deutschlandlied des August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zur neuen Hymne zu machen. Diese Idee griff Ebert dem Reichstag gegenüber auf, der sie annahm. Danach blieb das Deutschlandlied in der Weimarer Zeit und auch unter der Herrschaft Hitlers bis 1945 Nationalhymne und wurde dies auch erneut nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949.

Zeit des Nationalsozialismus

Unterschrift von Otto Meissner auf einer Verleihungsurkunde zur "Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr"

 

Durch den von der englisch-französischen Politik gewollten und herbeigeführten Krieg (Otto Meissner, 1941[5]) ... fiel das ganze Elsaß unzerstört als reife Frucht den tapferen, siegreichen Truppen wieder zu. Der Volkstumspolitiker Robert Ernst und Meissner sahen sich nach dem Muster des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren schon als zukünftige Protektoren, wurden aber von den Gauleitern Josef Bürckel und Robert Wagner ausgebootet.[6] Robert Ernst wurde noch Oberbürgermeister von Straßburg, Meissner blieb in seiner Stellung in Berlin und wurde Herausgeber zweier Bücher, mit denen die Annexion publizistisch abgesichert wurde. Meissner sicherte auch den „Willen des Führers“ ab, nachdem das Gebiet des ehemaligen Reichslands nun aufgeteilt wurde.[5]

Spätes Leben (1945–1953)

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Meissner am 23. Mai 1945 in Flensburg von den Alliierten verhaftet und im Camp Ashcan im luxemburgischen Bad Mondorf zusammen mit anderen Nazigrößen interniert. Im August 1945 wurde er nach Nürnberg überstellt und dort als Zeuge für die Nürnberger Prozesse vernommen. Im Juli 1947 trat er als Entlastungszeuge für den angeklagten früheren Staatssekretär Franz Schlegelberger auf.

 

Der Prozess gegen Meissner selbst, der im Zuge des sogenannten Wilhelmstraßen-Prozesses stattfand, endete am 14. April 1949 mit einem Freispruch. Unmittelbar nach seinem Freispruch wurde Meissner im Mai 1949 erneut, diesmal durch das Land Bayern im Rahmen eines Münchner Spruchkammerverfahrens angeklagt und als „Belasteter“ eingestuft. Die Berufung wurde verworfen, das Verfahren im Januar 1952 eingestellt.

 

1950 veröffentlichte er seine Erinnerungen unter dem Titel Staatssekretär unter Ebert, Hindenburg und Hitler.

Beurteilung durch Zeitgenossen und Nachwelt

 

André François-Poncet, langjähriger französischer Botschafter in Berlin, beschrieb Meissner im Rückblick wie folgt: „Ein apoplektischer Typ, rundlich und sehr korpulent – alle seine Anzüge waren ihm zu eng –, mit scheuem Blick hinter dicken Brillengläsern, eine undurchsichtige Persönlichkeit, mit allen Regierungen auf gutem Fuße und mit allen Heimlichkeiten betraut.“[3] Unbestritten ist, dass Meissner, der in den Jahren 1919 bis 1939 mit seiner Familie im Palais des Reichspräsidenten wohnte, großen Einfluss auf das deutsche Staatsoberhaupt besaß.

Titelseite im Zwölf Uhr Blatt zu Meissners möglicher Ernennung zum Reichskanzler, vom 22. November 1932

 

Meissners Einfluss auf den zweiten Reichspräsidenten Hindenburg wurde schon von den Zeitgenossen als beträchtlich veranschlagt. Das Zwölf Uhr Blatt erwog 1932 sogar die Ernennung Meissners zum Reichskanzler, ergänzte jedoch, dass er diese im Grunde gar nicht nötig habe, da er „auf dem Posten des Staatssekretärs einen kaum geringeren Einfluss auf die politischen Geschäfte“ habe.[7]

Der Hindenburg-Biograf Wolfram Pyta verweist diese Auffassung jedoch ins Reich der Legende. Meissner war zwar Berater in verfassungsrechtlichen Fragen gewesen, doch Hindenburg wollte sich nicht von Beamten wie Meissner abhängig machen. Hindenburg erlaubte keine Eigenmächtigkeiten Meissners, während Meissner sich bedeckt hielt und keine eigenen Ideen vorbrachte. Meissner hatte Angst, das Wohlwollen des Reichspräsidenten und damit sein Amt zu verlieren, an das sich seine Frau wegen der damit verbundenen gesellschaftlichen Stellung gewöhnt hatte.[8]

 

Meissners Rolle bei der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler im Dezember 1932 und Januar 1933 wird von Historikern in der Literatur kontrovers diskutiert. Als Mitglied der Kamarilla ist Meissners Einfluss als Staatssekretär durch die große Nähe zu Hindenburg sicher nicht gering gewesen: Gemeinsam mit Oskar von Hindenburg und Franz von Papen organisierte er die Verhandlungen mit Hitler zur Absetzung Kurt von Schleichers und zur Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. Auf der Seite der NSDAP wurden die Gespräche durch den Bankier Kurt Freiherr von Schröder (ein ehemaliger Offizier, Leiter des Herrenklubs, in dem auch Papen verkehrte), Wilhelm Keppler und Ribbentrop in die Wege geleitet. Weder Hitler noch Hindenburg wären Ende 1932 direkt aufeinander zugegangen – zu groß seien die persönlichen Abneigungen gewesen.

 

Die Kritik, dass er sich dem NS-Regime nicht hätte zur Verfügung stellen dürfen, beantwortete Meissner in seinen Lebenserinnerungen mit der Erklärung, dass er sich „den neuen Pflichten nicht entziehen [...] konnte und wollte“.[9] Sein Sohn berichtete später, der Vater sei in diesem Gedanken durch seine konservativen und liberalen Freunde bestärkt worden. Zudem hätten kirchliche Kreise ihn gebeten zu bleiben, da man annahm, dass er aufgrund seiner Stellung viele schlimme Dinge verhindern und politisch Verfolgten Hilfe hätte leisten können. Ferner hätte er die Verpflichtung gehabt, auf seinem Posten zu bleiben, da es im Falle seines Rücktritts zu befürchten gestanden hätte, dass ein überzeugter Nationalsozialist zu seinem Nachfolger als Chef der Präsidialkanzlei ernannt worden wäre.

 

In den folgenden Jahren der NS-Herrschaft übernahm Meissner vor allem repräsentative Aufgaben, sein Einfluss auf die große Politik war unbedeutend. Die Richter im Wilhelmstraßen-Prozess von 1949 teilten diese Auffassung und fällten ein den Angeklagten Meissner vollständig entlastendes Urteil: Zunächst attestierten sie ihm, dass er „bis zum letzten Augenblick gegen Hitlers Ernennung zum Reichskanzler Stellung“ bezogen habe. Des Weiteren habe er „der politischen Staatsführung [im Dritten Reich] nicht angehört“ und „wenig oder keine Exekutivgewalt“ besessen. Außerdem sei er nie Mitglied der NSDAP gewesen und habe sich „nie der Gunst der Partei erfreut.“ Vielmehr hätten die höchsten Parteistellen ihn mit „tiefem Verdacht und Widerwillen angesehen“. Hitler habe Meissner „wegen seiner nützlichen Kenntnisse des Protokolls und Zeremoniells“ im Amt belassen und ob Meissners „langen Bekanntschaften mit führenden Persönlichkeiten des In- und Auslandes“. Es stehe außerdem „einwandfrei“ fest, dass Meissner seine Stellung dazu verwendet habe, die „harten Maßnahmen des Mannes, dem er diente, zu verhindern, oder zu mildern, manchmal nicht ohne erhebliche persönliche Gefahr. Wir haben keinerlei Beweise dafür, dass er Verbrechen gegen die Menschlichkeit veranlasst oder ausgeführt hat.“

Ehrungen und Auszeichnungen

Im Ersten Weltkrieg erhielt Meissner u. a. das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse. Der abessinische Kronprinz Ras Tafari – später Haile Selassie – verlieh Meissner 1921 den Titel eines Ras von Abessinien, nachdem Ebert diese feudale Auszeichnung mit Verweis auf seine Funktion als Vorsitzender einer Arbeiterpartei abgelehnt hatte.[10] Hitler verlieh Meissner anlässlich einer Gedenksitzung des Kabinetts am 30. Januar 1937 das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP und Meissner war ab diesem Zeitpunkt automatisch Parteimitglied (Mitgliedsnummer 3.805.235).[11] Meissner selbst behauptete dagegen in seinem mit Mai 1950 datierten Vorworts seiner über 600-seitigen Autobiografie Staatssekretär unter Ebert, Hindenburg, Hitler, dass er trotz seiner Zugehörigkeit zur Entourage Hitlers „immer parteipolitisch ungebunden“ gewesen sei und „auch nie der NSDAP oder einer ihrer Gliederungen angehört habe.

Prachtexemplar in feinster Qualität und hervorragender Erhaltung. Mit Sicherheit die dekorativste Uniform des 3. Reiches. Von größter Seltenheit.



Formal dress coat features blue-black fabric and comes complete with all insignia and buttons. The collar and lapel feature wide silver oak leaf bullion embroidery. The left sleeve features the hand embroidered bullion rank insignia of an envoy (national eagle with wide oak leaf wreath without star). 

Shoulder boards compare to that of a major general with a dark blue background and gold-colored national eagles. All buttons feature national eagles and are of the design for a diplomat. 

Interior pocket features tailor label for the company of Holters / Berlin from 1938.

Left breast area features four sets of loops and one set of loops for a large medal bar.  

Otto Meissner (March 13, 1880 in Bischweiler, Alsace-Lorraine-May 27, 1953 in Munich) was a German civil servant.  Meissner was primarily known as the closest collaborator for the German Reich President Friedrich Ebert and Paul von Hindenburg as Secretary of state in the office of the Reich President in the Weimar Republic (1919-1933/1934). He also served continuously as the head of the "Presidential Chancellery of the führer" Adolf Hitler in the years 1934 to 1945.

Otto Meissner was born in Alsace, which was part of the German Empire at that time, the son of the postal official Gustav Rudolf Meissner and his wife Magdalena Albertine Meissner – née Hetzel. A distant relative of Meissner was the popular French General of the Napoleonic Wars, Jean-Baptiste Kléber. because of his Alsatian origin, Meissner was fluent in Russian and Latin as well as German, French and the so-called Alsatian dialect. During his childhood in Strasbourg, he attended the gymnasium. 

From 1898 to 1903, Meissner studied law at the University of Strasbourg. During his studies he graduated with a doctorate in law and graduated summa cum laude. Meissner became a member of the Strasbourg Fraternity Germania in 1898, to which he belonged until his death. He also met the lawyer Heinrich Doehle, who became his closest collaborator in the Office of the Reich president from 1920 to 1945. After his studies, Meissner completed his military service from 1903 to 1904 as a one-year volunteer.

In 1906, Meissner joined the Alsace-Lorraine Judicial Service as a court assistant. The marriage with Hildegard Roos in 1908 produced the son Hans-Otto Meissner (1909-1992) and the daughter Hildegard Meissner (* 1917). In 1908, Meissner transferred to administrative service as government assessor with the Imperial Directorate General of Railways in Alsace-Lorraine and Luxembourg. In the years 1915 to 1917 Meissner took part in the first World War with the 136th Infantry Regiment and completed his service as a captain of the Reserves.  During this time he met Paul von Hindenburg for the first time in 1915, who awarded him the Iron Cross for his services in the rapid construction of a railway bridge. This meeting created a lasting memory with Hindenburg. 

From 1916, Meissner worked as a traffic officer in the military railway directorates in Brest-Litovsk, Warsaw and starting in April 1917, in Bucharest and most recently, at the railway Central office in Kiev. In 1918, he became the German chargé d'affaires to the Ukrainian government in Kiev. In February and March 1919, after the complete collapse of all organizational structures in the German and occupied territories of Eastern Europe as a result of the German defeat in WWI, Meissner managed to commandeer a train with several hundred German soldiers. Although he had to travel over a distance of several thousand kilometers and traverse several areas impacted by the civil war, he managed to get everyone back safely.  Moreover, he was able to protect the money entrusted to him by the German Delegation in Kiev and return 3.4 million marks to the Reich government in Berlin. In recognition of these achievements – which Meissner achieved primarily because of his knowledge of Russian, his organizational skills and his intimate knowledge of the train engineering business – the newly elected first head of state of the German republic, Friedrich Ebert, appointed Meissner as the the deputy head of his office. Meissner rejected the French citizenship he was granted at the same time – as a native of Alsace – as well as a high position as government counselor of the newly founded French administration in Strasbourg.

After Meissner's superior, Rudolf Nadolny, 1920, departed as a German envoy to Sweden, he was appointed at the beginning of 1920 to Nadolny's Position as the Director of the office of the Reich President. He remained in this position until the end of May 1945.  

As head of the Office of the Reich president, Meissner successively served Ebert (1919-1925), Hindenburg (1925-1934) and from 1934 to 1945 Adolf Hitler.  In August 1934, Hitler renamed Meissner's office after consolidating the offices of the Reich Chancellor and the Reich president. It became known as the presidential office of the Führer and Reich Chancellor. In 1925 he also worked for the president of the Reichsgericht, Walter Simons, who between the death of Ebert and the election of Hindenburg performed the duties in the Office of President of the Reich. In May 1945, Hitler in his will again separated the offices of Chancellor and president from each other. Meissner briefly served under his old title for the new German head of State, Grand Admiral Karl Dönitz. Hitler met Meissner for the last time on March 13, 1945, when Hitler congratulated him on his 65th birthday and handed him a check in the amount of 100,000 Reichsmarks. 

Until 1939, Meissner's office was located in the so-called Palais des Reichspräsident at Wilhelmstraße 73 in the Berlin Regierungsbezirk. His 26-room private apartment in the right side wing (Meissner wing) was also located in the same building from 1919 to 1939. After 1939, the Reich President's Palace became the residence of the Reich foreign Minister Joachim von Ribbentrop. The building was rebuilt for this purpose according to plans by Albert Speer. Meissner himself moved to Bellevue Castle, which had previously been converted into a Imperial guest house.

Meissner assumed his post in the Reich President's Palace in 1919, as a privy councillor, he left it in 1945 with the rank of Reich Minister. In the meantime he was promoted by Ebert first to ministerial director (1920) and then to the title of Secretary of State (1923). Hindenburg appointed him as Secretary of State in 1927. Hitler finally appointed Meissner Minister of state with the rank of Reich Minister on 1 December 1937. His function as head of the Office of the Head of State remained de facto the same despite the varying titles. Only in 1934 did a certain shift in responsibility occur when Meissner had to relinquish some of his old tasks in the course of the aforementioned merger of the offices of head of state and government.  In accordance with Hitler's directives,  most of Meissner's political power functions were transferred to Hans Heinrich Lammers, the head of the Reich Chancellery, while Meissner was given additional protocol tasks. Like Hans Heinrich Lammers, Otto Meissner was one of the founding members of Hans Frank's National Socialist Academy of German law.

After the Second World War, Meissner was arrested by the allies in Flensburg on 23 May 1945 and interned at Camp Ashcan in Bad Mondorf, Luxembourg, together with other Nazi leaders.  In August 1945 he was transferred to Nuremberg and interrogated there as a witness for the Nuremberg trials. In July 1947 he appeared as a witness for the accused former state secretary Franz Schlegelberger.

The process against Meissner himself, held in the Wake of the so-called Wilhelmstrasse process, ended on 14. April 1949 with an acquittal. Immediately after his acquittal, Meissner was indicted again in May 1949, this time by the state of Bavaria in the course of a Munich trial and classified as "incriminated". The appeal was rejected and the case was closed in January 1952.

In 1950 he published his memoirs under the title state secretary under Ebert, Hindenburg and Hitler.

André François-Poncet, long – time French ambassador to Berlin, described Meissner in retrospect as follows: "an apoplectic type, round and very corpulent – all his suits were too tight for him -, with a shy look behind thick glasses, an opaque personality, entrusted with all governments on good terms and with all secrecy." It is undisputed that Meissner, who lived with his family in the Palais des Reichspräsident from 1919 to 1939, had great influence on the German head of State.

Meissner's influence on the Second Reich President Hindenburg was already assessed by his contemporaries as considerable. The Twelve O'clock paper addressed the appointment of Meissner as Reich Chancellor in 1932, but added that he basically did not need it at all, as he had "hardly less influence on political affairs in the post of State Secretary".

Although, Meissner had been an advisor on constitutional issues, Hindenburg did not want to depend on officials like Meissner. Meissner kept a low profile and did not put forward any ideas of his own. Meissner was afraid of losing the goodwill of the Reich president and thus his office, to which his wife had become accustomed because of the social position associated with it. 

Meissner's role in Hitler's appointment as Reich Chancellor in December 1932 and January 1933 is controversially discussed by historians in literature. As a member of the camarilla, Meissner's influence as secretary of State was certainly not small due to his close proximity to Hindenburg. Together with Oskar von Hindenburg and Franz von Papen, he organized negotiations with Hitler to depose Kurt Von Schleicher and to appoint Hitler as Reich Chancellor. In collaboration with the NSDAP, the talks were initiated by the banker Kurt Freiherr von Schröder (a former officer, head of the men's club, in which Papen also operated), Wilhelm Keppler and Ribbentrop. Neither Hitler nor Hindenburg would have approached each other directly at the end of 1932 – personal dislikes were too great.

In his memoirs, Meissner responded to the criticism that he should not have made himself available to the Nazi Regime by stating that he "did not shirk from his new duties........nor could he or wanted to". His son later stated that his father had been influenced by his conservative and liberal friends. Moreover, ecclesiastical circles had asked him to stay, since it was assumed that he could have prevented many bad things due to his position and could have provided help to those politically persecuted. Furthermore, he would have had the obligation to remain in his post, since in the event of his resignation it would have been feared that a staunch National Socialist would have been appointed his successor as head of the presidential chancellery.

In the following years of Nazi rule, Meissner took on mainly representative tasks, his influence on major politics was insignificant. The judges in the wilhelmstraßen trial of 1949 shared this view and delivered a judgment that completely exonerated the accused Meissner. First, they confirmed that he had "taken a stand against Hitler's appointment as Reich Chancellor until the last moment". Furthermore, he had "not belonged to the political leadership [in the Third Reich]" and had "little or no executive power". In addition, he had never been a member of the NSDAP and had "never enjoyed the favor of the party". Rather, the highest party authorities would have regarded him with"deep suspicion and reluctance." Hitler had left Meissner in office "because of his useful knowledge of protocol and ceremony" and because of Meissner's "long acquaintances with leading personalities from home and abroad". It was also" perfectly clear "that Meissner had used his position to prevent or mitigate the" harsh measures taken by the man he served, sometimes not without considerable personal danger". We have no evidence whatsoever that he initiated or carried out crimes against humanity.

During the first World War, Meissner was awarded the Iron Cross II and I class. The Abyssinian Crown Prince Ras Tafari – later Haile Selassie-awarded Meissner the title of Ras of Abyssinia in 1921, after Ebert had rejected this feudal award due to his function as chairman of a Worker's Party.  On 1 January 1937, Meissner was awarded the Golden party badge of the NSDAP and was automatically a party member from that point on (membership number 3,805,235).  In his 600-page autobiography as State secretary under Ebert and Hindenburg (May 1950), Meissner claimed that despite his affiliation with Hitler's Entourage, he was "always unattached to party politics" and "never belonged to the NSDAP" or any of its branches.

Superb specimen in the finest quality and in excellent condition. Certainly the most decorative Uniform of the 3rd Reich. Of the greatest rarity.
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