Militaria DeutschlandWürttemberg

Agnes Grünenwald: Porträt des Generals Theodor Karl Gottlieb von Sprößer, 1906.

Öl auf Leinwand, im schönen und dekorativen vergoldeten Stuckrahmen. Am rück­seitigen oberen Rand mit alter Bezeichnung: ×General von Sprößer 1906.

Am linken unteren Rand Künstlersignatur: ×Agnes Grünenwald 1906".

Format: 153 x 114 cm m. R.

Schönes, ausdrucksvolles Dreiviertelporträt des Generals in Uniform mit dem Komturkreuz des Württembergischen Militärverdienstordens, Verdienstordens der Württembergischen Krone, Friedrichsordens und des preußischen Kronenordens 2. Klasse. Im Hintergrund auf einem Tisch der Helm des Generals.

Theodor Karl Gottlieb Sprösser, seit 1870 von Sprösser (* 23. April 1836 in Ulm;

  19. Juli 1907 in Stuttgart), zuletzt Generalmajor.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Stuttgart trat Sprösser am 3. Mai 1853 als Freiwilliger auf sechs Jahre in das 4. Infanterie-Regiment der Württembergischen Armee ein. Im weiteren Verlauf seiner Militärkarriere nahm er als Hauptmann während des Deutsch-Französischen-Krieges an den Schlachten bei Wörth, Sedan und Villiers sowie der Einschließung und Belagerung von Paris teil. Für seine Leistungen verlieh ihm König Karl am 28. Dezember 1870 das Ritterkreuz des Militärverdienstordens. Damit verbunden war die Erhebung in den persönlichen Adelstand und er durfte sich nach der Eintragung in die Adelsmatrikel von Sprösser nennen. Außerdem hatte er am 23. April 1871 das Eiserne Kreuz II. Klasse erhalten.

Seit 18. Juni 1875 Major, diente Sprösser ab 22. Mai 1876 als Bataillonskommandeur im Infanterie-Regiment ×Kaiser Wilhelm, König von Preußen" (2. Württembergisches) Nr. 120. Am 21. September 1882 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant sowie vom 7. Januar 1884 bis 20. Mai 1884 seine Verwendung als Stabsoffizier im Grenadier-Regiment ×König Karl" (5. Württembergisches) Nr. 123. Anschließend wurde Sprösser zum Kommandeur des Infanterie-Regiments ×König Wilhelm I." (6. Württembergisches) Nr. 124 ernannt und in dieser Stellung am 28. Juli 1886 zum Oberst befördert. Er gab das Kommando am 7. November 1886 ab und befehligte bis 24. Juni 1889 das Infanterie-Regiment ×Kaiser Friedrich, König von Preußen" (7. Württembergisches) Nr. 125. Zunächst noch ohne Patent am 25. Juni 1889 zum Generalmajor befördert, wurde Sprösser zeitgleich zum Kommandeur der 54. Infanterie-Brigade (4. Königlich Württembergische) ernannt. Am 16. August 1889 erhielt er schließlich das Patent zu seinem Dienstgrad. Sprösser wurde am 17. Juli 1890 mit Pension zur Disposition gestellt.

In Würdigung seiner langjährigen Verdienste verlieh ihm sein König am 30. November 1895 das Komturkreuz des Militärverdienstordens. Sprösser war außerdem seit 1888 Inhaber des Komtur II. Klasse des Friedrichs-Ordens sowie seit 1890 des Komtur des Ordens der Württembergischen Krone.

Seltenes und imposantes Gemälde dieses verdienten Generals.

Zustand 1 - 2.


1.800,00